Ueli Meyes

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Uganda 2020

Uganda 2021

 

Plan B: Statt Nordkap, die Perle Afrikas ...

 

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21. Juni - 13. Juli 2021

 

Inspiration - Motivation

Der zweitgrösste Kontinent ist bis auf Ägypten (2005), Madagaskar (2006+2018), Marokko (2011), Mauritius (2018), Seychellen (2018) und Tunesien (1980) mehrheitlich ein weisser Fleck auf meiner Reise-Weltkarte. Während einer Dokumentationssendung über eine Reise von Ägypten nach Südafrika erreichte mich der Ruf der Wildnis; seither lassen mich Reisegedanken zu diesem Kontinent nicht mehr los ...

Der Ruf, der mich 2020 zu einer Reise motivierte, verhallte ungehört; der Veranstalter hat die gebuchte Rundreise wegen Covid-19 absagen müssen.

Als ich im Mai 2021 zu realisieren beginne, dass es wohl nichts wird mit meiner Motorrad-Tour zum Nordkap, brauche ich eine Alternative um mein Fernweh zu heilen. Ein Plan B muss her! Die Reisemöglichkeiten sind aber durch Covid-19 stark eingeschränkt. Von den von mir ins Auge gefassten vier Destinationen wird mir von Indonesien und Südafrika abgeraten, zu unsicher sei die Durchführbarkeit. Es verbleiben Aserbaidschan und ... reloaded, der Ruf der Wildnis.

 

Vorbereitung

Als erstes nehme ich Kontakt mit dem Anbieter auf, mit dem ich letztes Jahr die Reise machen wollte. Leider sind freie Plätze, auf mir passenden Reisedaten, rar. Internet-sei-dank, suche ich weitere Uganda-Rundreise-Angebote, natürlich mit Gorilla Tracking. Die Wahl fällt schlussendlich zu Gunsten der 18-tägigen "Safari Ihres Lebens" von, gemäss Eigenwerbung, der Nummer 1 für einzigartige Reisen nach Ostafrika. Nebst der interessanten Tour sind auch die Unterkünfte abwechslungsreich, wird doch in Guesthouses, Lodges und Tented Camps übernachtet und, Einzelreisende bezahlen keinen Zuschlag.

Uganda Silberrücken Uganda Habari Travel

Uganda verlangt eine Gelbfieberimpfung. Die erste habe ich mir 1974 stechen lassen. Da seit 2016 die WHO die Gültigkeit der Gelbfieberimpfung von 10 Jahren auf lebenslang verlängert hat, sollte meine zweite Impfung von 1998 wohl anerkannt werden.

Für Uganda benötige ich ein Visum. Dieses kann als "Approval Letter" elektronisch beantragt werden. Das eigentliche Visum sollte dann bei der Einreise in Entebbe vorliegen.

Statt der für die Nordkap-Reise gekauften Unterziehhandschuhe, langen Thermo-Unterhosen sowie Merino-Wollsocken werde ich nun sommerliche Kleider einpacken. Die Tagesausrüstung verstaue ich im Rucksack, nicht im Tankrucksack und die Motorrad-Stiefel und das Navigationsgerät gehören nicht mehr zur Ausrüstung, dafür die Wanderschuhe und Wanderstöcke.

 

Verwirklichung

Tag 1, Montag, 21. Juni 2021: Cham - Zürich - Amsterdam - Kigali - Entebbe

Vor dem auf 04.15 Uhr gestellten Wecker erwache ich, verabschiede mich von Silvia, stehe auf und werde von unseren beiden Katzen begrüsst, die ich für einmal geweckt habe.

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Pünktlich um 04.45 Uhr steht mein persönlicher Fahrdienst bereit und fährt mich rasch durch den nicht existierenden Verkehr zum Flughafen Zürich. Danke Sarah.

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Ohne dieses Utensil ist heutzutage keine Flugreise mehr möglich. Was solls, es ist zu meinem Schutz und ich kann immerhin Reisen ...

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Beim Check-in hat es einige Leute mit anscheinend zeitintensiven Problemen; jedenfalls gehts es nur sehr harzig vorwärts Ugandabei den zu Beginn nur zwei bedienten Schaltern. Irgendeinmal bin ich dran und kurze Zeit später im Transitbereich des Flughafens. Bei der Sicherheitskontrolle ertönt, Ugandaerwartungsgemäss wegen meinem Hüftimplantat, der Pfeiffton. "Eigentlich sollen Metalldetektoren bei der Sicherheitskontrolle im Flughafengebäude nur Waffen oder potenziell gefährliche elektronische Geräte aufspüren. Manchmal schlagen sie aber auch wegen künstlicher Gelenke oder Schrauben im Körper an. Orthopädie-Chefarzt Professor Dr. med. Michael Scherer rät Betroffenen, immer einen Implantat- oder Prothesenpass im Reisegepäck mit sich zu führen." Habe ich, Herrr Professor! So gebe ich eine entsprechende Erklärung ab und erwähne, dass ich eine „Prosthesis Holder Identification Card“ bei mir hätte. Das interessiert den Verantwortlichen jedoch nicht, denn er prüft mich gründlich per Hand und Handgerät.

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Um sieben Uhr rollt die Boeing 737-700 der KLM, die mit rund zwei Passagieren pro Dreierreihe besetzt ist, zum Startfeld. Gut eine Stunde später berühren die Räder auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol holländischen Boden. Es regnet.

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Ja klar, meine Mundkappe trage ich immer noch ...

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Für den Weiterflug mit einer A330 habe ich Economy Comfort gebucht. Die Sitze haben eine grosse Beinfreiheit. Da ich allein in einer 4er Reihe sitze, kann ich mich zwischendurch sogar hinlegen. Dazu lege ich mir eine weitere Maske an ...

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Mit etwas Verspätung landen wir um ca. 19.15 Uhr in Kigali, Ruanda. Gemäss Durchsage dürfen die aussteigenden Passagiere kein Plastik mitnehmen, deshalb gibt es eine entsprechende Sammelaktion. Die Passagiere für den Weiterflug dürfen nicht aussteigen. Aber für ein "Hallo Ruanda" reicht es.

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Das Flugzeug leert sich.

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Der Aufenthalt beträgt rund 1 1/4 h. Ich bin nun südlicher und westlicher als mein endgültiges Ziel, Entebbe in Uganda. Die zurückbleibenden Passagiere müssen das Handgepäck aus den Ablagen nehmen und auf die Sitze legen, so erfolgt die Kontrolle ob kein fremdes Gepäck zurückgelassen worden ist. Nachdem die Reinigungsequipe ihre Arbeit getan und das offensichtlich leerere Flugzeug verlassen haben, beginnt das Boarding für den Flug nach Entebbe, und anschliessend weiter nach Amsterdam.

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Um 21.25 Uhr landen wir in Entebbe, der alten Hauptstadt Ugandas. Anstehen zur Pass- und Visa-Kontrolle. Es geht nicht so schnell, da die Einreisewilligen fotografiert und die Visa ausgedruckt und in die Pässe der Touristen geklebt werden müssen.

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Mein Visum erhalte ich ohne Probleme, trotzdem ich einen Tag früher einreise als beim Visa-Antrag angegeben. Brussel Airlines hat den Flug gestrichen, den ich bei der Planung der Aufenthaltstage beim Visa-Gesuch verwendet habe. Mit der Alternative KLM komme ich nun einen Tag früher an.

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Um 21.57 Uhr habe ich mein Gepäck, gehe durch den Zoll, zeige zum zweiten Mal die PCR-Test-Bestätigung und meine Temperatur wird gemessen. Bevor ich das Flughafengebäude verlasse, wechsle ich 50 Euro gegen 200‘000 Uganda-Schilling.

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Draussen entdecke ich einen Mann mit einer Namenstafel, wo auch mein Name draufsteht. Nach mir kommt Angela, die aufgestellte Sportlehrerin aus dem Raum München. Kurze Zeit später taucht die Dritte im Bunde auf, Katrin, eine unkomplizierte Ingenieurin beim Weiss-Blauen Autobauer, ebenfalls aus dem Grossraum München.

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Mit diesem Auto werden wir zur Unterkunft gefahren, wo wir um 22.30 Uhr ankommen. Die Rezeption ist bereits geschlossen, wir erhalten die Zimmerschlüssel vom Nachtwächter. Da ich keinen Wifi-Code habe, versuche ich Silvia eine SMS über meine Ankunft zu senden; diese geht aber nicht raus.

Es war eine lange Reise, von Bett (04.15 Uhr) zu Bett (23.00 Uhr) insgesamt 18 3/4 Stunden.

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Tag 2, Dienstag, 22. Juni 2021: Entebbe

"Entebbe ist die ehemalige Hauptstadt Ugandas. Die Stadt im Distrikt Wakiso mit etwa 70'000 Einwohnern liegt ungefähr 35 km von der heutigen Hauptstadt Kampala entfernt auf einer Halbinsel im Victoriasee. Entebbe, dessen Name in Luganda Sitz bedeutet, war früher der Platz, an dem ein Baganda-Führer Rechtsstreitigkeiten entschied. 1893 verlegte der britische Kolonialbeamte Sir Gerald Portal seinen Verwaltungssitz nach Entebbe. 1894 bis 1962 war die Stadt Verwaltungssitz von Uganda. Noch heute befinden sich hier einige Ministerien – zum Beispiel für Gesundheit, für Immigration und für Arbeit. Entebbe beherbergt den Entebbe International Airport, den internationalen Flughafen Ugandas. Die israelische Armee führte hier 1976 die Operation Entebbe durch, als Entführer mit Hilfe der ugandischen Regierung Idi Amins ein Flugzeug der Air France gefangen hielten, um die Freiheit von mehreren inhaftierten PLO-Mitgliedern zu erzwingen. Entebbe besitzt eine Anlegestelle am Viktoriasee mit einem Fischereihafen im Aufbau. Seitdem Port Bell als Hafen Kampalas benutzt wird, legen hier jedoch keine Schiffe mehr an. Die Stadt besitzt einen botanischen Garten und einen Zoo. Im botanischen Garten der Stadt wurden in den 1930er Jahren Aussenaufnahmen der Tarzan-Filme mit Johnny Weissmüller gedreht."

Um acht Uhr stehe ich auf. Beim Duschen muss ich mich mit einem bescheidenen Wasserstrahl, und erst noch Kaltwasser, zufrieden geben. Dafür riecht das mitgebrachte Rituals fein (es stehen keine Duschmittel zur Verfügung).

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Als ich nach draussen gehe kann ich sehen, wo ich bin. Gestern bei der Ankunft war es ja stockdunkel, mit nur bescheidener Lichtquelle. Mein Zimmer ist dasjenige ganz rechts.

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Hier gehts zur Rezeption und zum Essraum, wo ich die beiden Bayernmädels treffe. Ich setze mich zu ihnen an den Tisch.

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Beim Warten aufs Frühstück tippe ich den erhaltenen Code ein ... ich weiss, ich weiss, aber für mich gehört ein funktionierendes Kommunikationsmittel zum heutigen Reisestandard; dass ich auch anderes gewohnt war, könnt ihr im Bericht "Wie es begann: Indien-Trip 1974" nachlesen. Ich erhalte WhatsApp-Meldungen und e-Mails, meine WhatsApp gehen aber nicht raus.

Für den Entdeckungsbummel schliesse ich mich den beiden Frauen nicht an, ich bevorzuge, den Angwöhnungstag alleine zu verbringen. Um 10 Uhr laufe ich los, Richtung "Downtown".

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Bevor ich überhaupt zur Innenstadt laufen kann, muss ich zur Hauptstrasse gelangen. Auf dem Weg lerne ich den Strassenstandard kennen, der die nächsten Wochen unser Alltag sein wird. Die Baustelle fotografiere ich, damit ich den Weg von der Hauptstrasse zum Hotel wiederfinde.

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Auf der Hauptstrasse laufe ich einen Hügel hoch und wieder runter.

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"Yoweri Kaguta Museveni (* ca. 15. September 1944 in Ntungamo) ist ein ugandischer Politiker und seit dem 29. Januar 1986 (also seit 35 Jahren!) Präsident von Uganda. Er wurde 1991, 1996, 2001, 2006, 2011, 2016 und im Januar 2021 wiedergewählt. Die Präsidentschaftswahl im ostafrikanischen Staat Uganda fand am 14. Januar 2021 gleichzeitig mit den Parlamentswahlen statt. Der Gewinner ist der bereits fünf Wahlperioden amtierende Präsident Yoweri Museveni vom National Resistance Movement. Das ugandische Wahlrecht sieht vor, dass der Präsident alle fünf Jahre in direkter Wahl gewählt wird, falls nötig in zwei Wahlrunden. Die absolute Mehrheit von Museveni im ersten Wahlgang machte eine zweite Runde nicht notwendig. Zudem sichert sich seine Partei in vorläufigen Ergebnissen auch die absolute Mehrheit im Parlament. Nur internationale Wahlbeobachter der Mission der Afrikanischen Union überwachten die Wahl. In den Monaten vor der Wahl war es nach Verhaftungen von Anhängern des Herausforderers Bobi Wine zu Protesten gekommen, die durch die Polizei und das Militär mit Schusswaffen beantwortet wurden. So starben bei den Unruhen ab dem 18. November 2020 mindestens 50 Menschen. Laut Schätzungen unabhängiger Beobachter war die Opferzahl mindestens doppelt so hoch. Unter der Präsidentschaft Museveni's beging der ugandische Staat Menschenrechtsverletzungen. So wurden Demonstrationen durch Polizei und Militär mit Schusswaffengebrauch beantwortet und Oppositionelle und Menschenrechtler verfolgt, gefangen genommen und gefoltert."

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Ich laufe und laufe und finde doch nicht das was ich zu glauben dachte. Ich muss mich zuerst wieder daran gewöhnen, wie es in einem armen Entwicklungsland zu und her geht.

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Erste Gorillas; vorallem wegen dieser Tiere bin ich nach Uganda gekommen!

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Bei einer Bank wechsle ich 200 Euro. Diesmal ist der Kurs 4119 UGS pro €. Der Gegenwert von 823'800 Schilling braucht bedeutend mehr Platz als die europäische Währung.

Zurück im Hotel, nach einer kurzen Ruhepause, bestelle ich ein Bier und will es gerade, gemütlich vor meinem Zimmer sitzend und lesend, geniessen ...

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als eine Mitarbeiterin kommt und informiert, dass unser Guide & Chauffeur da sei. Er stellt sich als Richard vor und gibt uns eine Kurzeinweisung: Abfahrt morgen um 6 Uhr, Frühstück um 05.30 Uhr. Beim Abendessen sollen wir ein Lunchpaket bestellen. Pipi Pausen gebe es meistens im Busch, er schaue jeweils, wo es sicher sei. Auch bei Tankstellen können wir die WC's benutzen, sofern sie als sauber bekannt sind. Damit er Trinkwasser einkaufen kann, bittet Richard um je 30‘000 UGS (rund 7.60 CHF). Wie wir später feststellen können, konnte Richard damit Massen von Wasserflaschen kaufen.

Danch kehre ich zu meinem Sitzplatz vor dem Zimmer zurück und trinke mein Bier zu Ende. Seit einiger Zeit riecht es lecker nach Essen, ich bekomme Hunger. Tische werden draussen aufgestellt und hübsch gedeckt.

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Zwischenzeitlich ist es 19 Uhr geworden, die Dunkelheit verdrängt das Tageslicht. Laternen werden angezündet, auf dem Grill prutzelt das Fleisch und verschiedene Schüsseln werden auf die Tische getragen. Endlich werden wir gerufen. Angela, Katrin und mir wird unser Tisch zugeteilt und auch die übrigen Gäste erhalten ihre Plätze. Beim Grill und Buffet holen wir Fleisch und Beilagen. Ich werde darauf aufmerksam gemacht, dass meine Beilagen zum Tisch gebracht werden, da diese für mich ohne Zwiebeln zubereitet worden seien! Ich staune und bedanke mich freudig.

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Tag 3, Mittwoch, 23. Juni 2021: Entebbe - Kidepo Valley Nationalpark

"Der zweite Tag Ihrer Safari durch Uganda beginnt sehr früh. Gegen 06.30 Uhr fahren Sie in unserem Airport Guesthouse ab und lassen schon bald die Hauptstrasse Kampala hinter sich. Durch das grüne Zentraluganda fahren Sie in den Kidepo Valley Nationalpark im äussersten Nordosten Ugandas. Mit dem Nationalpark erreichen Sie ein bisher fast unentdecktes Juwel im Dreiländereck Uganda, Südsudan und Kenia. Durch seine Abgeschiedenheit ist die Fahrt in den Park lang und je nach Zustand der Pisten auch beschwerlich. Dafür werden Sie mit spektakulären Pirschfahrten durch die nahezu unberührte Baum- und Buschsavanne belohnt. Am späten Nachmittag erreichen Sie unsere neue Kidepo Savanna Lodge, die auf einem Hügel mit einem fantastischen Blick über den Park und die weiten Ebenen liegt. Nach dieser langen Anreise schmeckt das Abendessen noch besser. Fahrzeit ca. 10 Stunden."

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Um vier Uhr höre ich den Regen prasseln, und wie. Eine Stunde später wird mein erster Wecker aktiv. Ich steige aus dem Bett und und in diesem Moment geht draussen das Licht aus; Stromausfall. Also zurück zum Nachttisch, um meine Stirnlampe zu holen. Als ich den Regen in der Nacht hörte, habe ich bereits über eine Tenue-Änderung nachgedacht: lange Hose, geschlossene Schuhe und Regenjacke. So packe ich um und bin nach der Warmwasserdusche fertig. Es klopft an der Türe. Driver Richard fragt nach dem grossen Gepäck, um dieses bereits ins Auto zu laden. Danach gehts mit einem Schirm ausgerüstet zum Frühstück, welches für uns auf halb sechs bereit gemacht wurde. Die beiden Girls kommen auch. Während die beiden WiFi haben, macht mein Handy nicht mit. Nach dem schnellen Frühstück zurück ins Zimmer, kurzer Toilettenbesuch. Das Lunchpaket hätte ich beinahe vergessen mitzunehmen. Wir gehen zum Auto, einem Toyota Landcruiser, setzen die Masken auf und los gehts.

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Es ist 06.10 Uhr und noch recht dunkel, als Richard den Motor startet. Der Kilometerstand zeigt 176'8149. Die Strassenlampen brennen nicht. Es regnet nur noch leicht und hört kurze Zeit später auf. Auf dem Weg nach Kampala fahren wir auf einer Autobahn.

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Später fahren wir wieder auf normalen, aber guten Strassen. Viele Menschen sind zu Fuss unterwegs, weil wegen dem verhängten Lockdown jeglicher Privatverkehr, Taxis, auch Motorradtaxis, nicht erlaubt sind und keine Busse fahren.

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Es ist wärmer geworden, die Sonne scheint. Ich nicke bereits Sekundenweise ein. Nach rund zwei Stunden halten wir in einem Dorf an. Richard kauft für das Lodge Ananas und Melonen ein. Er meint, wenn wir diese morgen zum Frühstück bekommen, wüssten wie woher sie sind. Sie seien frisch, weil in der Gegend angepflanzt.

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Später sehen wir Lastwagen, voll mit Zuckerrohr oder schwer mit Bananen beladen.

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Der erste Primate, ein ...? Genau, ein ... Monkey.

Kurz vor zwölf erreichen wir Gulu, im Nordwesten von Uganda, mit rund 150'000 Einwohner. Richard führt uns in ein nettes Restaurant, wo wir im ersten Stock, auf einer gedeckten Terrasse, den Inhalt unserer Lunchboxes vertilgen. Als Gegenleistung für das Gastrecht bestellen wir Getränke. Richard fährt zu einer Tankstelle um aufzutanken und kommt danach zu uns. Er informiert uns, wir hätten von der Zeit her, die Hälfte der Strecke erreicht. Es liegen schlechtere vor uns, deshalb benötigen wir für den kleineren Rest gleich lang. Um halb eins fahren wir weiter. Eine halbe Stunde später biegt Richard rechts von der bisherigen Strasse ab. Wir fahren nun auf einer Naturstrasse mit roter Erde in östlicher Richtung weiter.

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Löcher hat es keine, aber es rumpelt dennoch. Hinter uns lassen wir eine rötliche Staubwolke zurück. Wenn wir ab und zu ein Fahrzeug kreuzen, schliessen wir vorher die Fenster. Die Strasse wird merklich schmäler. Es geht über kleine Hügel und durch Savanne.

"Als Savanne wird im Allgemeinen ein tropischer oder subtropischer Vegetationstyp bezeichnet, der aus einer geschlossenen Krautschicht und einer eher offenen Gehölzschicht besteht. Die Abgrenzung zu Steppen, Grasland und Trockenwäldern wird unterschiedlich gehandhabt."

Irgendwann steht unsere Lodge am Strassenrand angeschrieben. Noch ein paar Kurven und wir parken. Um 16.40 Uhr, nach 10 1/2 h sind wir da.

Uganda Kidepo

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Auf der gemütlichen Terrasse vom Restaurant werden wir mit einem Früchte Cocktail begrüsst und gebrieft, u.a. dass wir abends nach dem Essen, und morgens zum Frühstück, von und zu der Unterkunft begleitet, wegen der Gefahr von Tieren. Auf die Frage, ob jemand Allergien hätte, erwähne ich meine Abneigung gegen Zwiebeln; Richard hat die Crew jedoch schon vorinformiert gehabt. Danach werden wir zu unseren permanenten Safari-Zelten, Angela und ich, mit eigener Dusche und Toilette, resp. zum Zelt ohne eigene sanitäre Einrichtungen, Katrin ist mutiger, gebracht.

Uganda Kidepo

Hier gehts zu meiner Unterkunft "Eagle".

Uganda Kidepo

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Nach dem Einrichten und frisch machen treffen wir uns zu einem Sundowner, englisch für Sonnensenker oder Dämmerschoppen.

"Bei einem Sundwowner handelt es sich um ein alkoholisches Getränk, das zum Sonnenuntergang getrunken wird. Man kommt in der Regel für etwa eine halbe Stunde zusammen und meistens bleibt es bei einem, höchstens zwei alkoholischen Getränken. In englisch geprägten afrikanischen Ländern wird der Sundowner heute noch gerne von den Reiseunternehmen gepflegt. Hierzu trifft man sich innerhalb der Reisegruppe zur gemeinsamen Beobachtung des Sonnenunterganges mit einem Getränk."

Von Richard erhalten wir Informationen für Morgen, unserem ersten Safari-Tag.

Uganda Kidepo

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Tag 4, Donnerstag, 24. Juni 2021: Kidepo Valley Nationalpark

"Im Jahr 2016 bezeichnete CNN Travel den Kidepo Valley Nationalpark als „Top Destination“, nachdem er 2013 auf Platz 3 der „Besten Nationalparks in Afrika“ gewählt wurde. An zwei ganzen Tagen entdecken Sie dieses aussergewöhnliche Tierparadies, das nach wie vor kaum besucht wird und sich deshalb wild und ursprünglich präsentiert. Da inzwischen die Wilderei eingedämmt werden konnte, sind die Chancen auf gute Sichtungen von einigen der 80 Säugetierarten, zu denen Herden von Afrikanischen Büffeln und Elefanten gehören, sehr hoch. Die Pirschfahrten, auf denen Sie sich auf die Suche nach Rothschild-Giraffen, Löwen, Leoparden, Hyänen und Geparden machen, werden das Herz von Safari-Liebhabern höherschlagen lassen. Halten Sie Ihre Kamera immer im Anschlag! Ornithologen werden von etwa 500 Vogelarten begeistert sein. Während Ihrer Pirschfahrten legen Sie auch einen Stopp an den heissen Quellen von Kanangorok ein, die die einzige ganzjährige Wasserquelle im Park sind. Es stehen aber nicht nur Pirschfahrten auf Ihrem Programm. Sie erkunden die Tierwelt in der Savanne auch während einer geführten Walking-Safari. Während Ihres Aufenthaltes im Kidepo Valley Nationalpark besuchen Sie zudem ein „Manyata“. Manyatas sind die mit Dornen eingezäunten runden Siedlungen der Karamojong, die Halbnomaden ostnilotischen Ursprungs sind und als Viehhirten in den kargen Savannengebieten leben."

Heute ist es soweit: meine erste Safari! Richard meinte gestern Abend, dass wir mit hoher Wahrscheinlichkeit Büffel, Elefanten und Giraffen sehen werden.

Der Wecker wird um 05.45 Uhr aktiv und wie abgemacht, werde ich zum Frühstück (06.15 Uhr) von einem Lodge-Mitarbeiter abgeholt. Um sieben Uhr fahren wir los und sind kurze Zeit später beim Gate zum Nationalpark, wo Richard die notwendigen Papiere zeigt.

Kidepo Valley Nationalpark

Die ersten Tiere, die wir zu sehen bekommen, sind für mich nicht spektakulär: Vögel. Es gibt etwa 1'100 bekannte Vogelarten in Uganda, davon hier im Kidepo Nationalpark rund 500.

Kidepo Valley Nationalpark Kidepo Valley Nationalpark

Geier.

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark Kidepo Valley Nationalpark

Ratten, oder sind es Murmeltiere?

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark Kidepo Valley Nationalpark

Lustig anzuschauen sind die nächsten Begegnungen ...

Kidepo Valley Nationalpark Leberwurstbaum

Kidepo Valley Nationalpark Leberwurstbaum

"Der Leberwurstbaum ist eine Pflanzenart aus der Familie der Trompetenbaumgewächse. Der Baum stammt ursprünglich aus Westafrika, er ist heute aber in fast ganz Afrika verbreitet. Das Aussehen der Frucht erinnert an eine Leberwurst, was der Art ihren Namen gab."

Kidepo Valley Nationalpark Leberwurstbaum

In Ugandas Nationalparks gibt es viele Arten von Antilopen.

Kidepo Valley Nationalpark Antilopen

Kidepo Valley Nationalpark Antilopen

Kidepo Valley Nationalpark Antilopen

Kidepo Valley Nationalpark Antilopen

Kidepo Valley Nationalpark Antilopen

Kidepo Valley Nationalpark

Wir stellen den Landcruiser auf Safary Style um, in dem wir die Dachluken öffnen. Da das Aufstehen bei meinem angestammten Platz neben Richard nicht gut geht, verschiebe ich mich zu Angela auf die zweite Sitzreihe, während Katrin der dritten Reihe den Vorzug gibt.

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

Meine beiden Begleiterinnen Angela und Katrin; der nicht lächende bin ich.

Kidepo Valley Nationalpark

Der lächende bin ich.

Kidepo Valley Nationalpark

Hast du es erwischt, Katrin?

Kidepo Valley Nationalpark

Bald schon sehen wir den ersten Vertreter der Big Five, der Kaffernbüffel. Als die „Grossen Fünf“ bezeichneten Grosswildjäger früher fünf bestimmte Tiere in Afrika. Es waren Elefant, Nashorn, Kaffernbüffel, Löwe und Leopard. Die Auswahl bezog sich dabei nicht in erster Linie auf die Körpergrösse der Tiere, sondern vorwiegend auf die Schwierigkeiten und Gefahren bei der Jagd auf sie.

"Der Kaffernbüffel ist das einzige in Afrika vorkommende Rind. Der Kidepo Valley Nationalpark ist dafür bekannt, die grössten Kaffernbüffelherden Ugandas zu beherbergen. Kaffernbüffel sind unberechenbar und können sehr agressiv werden."

Kidepo Valley Nationalpark Kaffernbüffel

Kidepo Valley Nationalpark Kaffernbüffel

Kidepo Valley Nationalpark Kaffernbüffel

Kidepo Valley Nationalpark Kaffernbüffel

Kidepo Valley Nationalpark Kaffernbüffel

Zuerst sehen wir von weitem eine Elefantenherde und kurz darauf einen einzelnen Elefanten beim Fressen. Afrikanische Elefanten sind die grössten Landtiere der Erde. Ein ausgewachsener Bulle kann zwischen 5 und 6 Tonnen wiegen und 3 Meter Grösse erreichen.

Kidepo Valley Nationalpark Elefant

Kidepo Valley Nationalpark Elefant

Kidepo Valley Nationalpark Elefant

Kidepo Valley Nationalpark Elefant

Als der Bulle sich dreht und auf uns zukommt, startet Richard den Motor und fährt langsam weiter. Der Elefant akzeptiert unser Zurückziehen, worüber ich froh bin.

Kidepo Valley Nationalpark Elefant Kidepo Valley Nationalpark Elefant

Die ersten Steppenzebras; sehr schöne Tiere.

Kidepo Valley Nationalpark Steppenzebra

Kidepo Valley Nationalpark Steppenzebra

Kidepo Valley Nationalpark Steppenzebra

Kidepo Valley Nationalpark Steppenzebra

Kidepo Valley Nationalpark Steppenzebra Kidepo Valley Nationalpark SteppenzebraKidepo Valley Nationalpark Steppenzebra

Nach diesen ersten Safari-Eindrücken kehren wir zur Mittagspause in unsere Lodge zurück.

Kidepo Savanna Lodge

Anscheinend überleben nicht alle Safari-Teilnehmer ...

Kidepo Savanna Lodge

Kidepo Savanna Lodge

Im Schatten mit Aussicht esse ich das am Morgen als Lunch bestellte Sandwich. Danach ziehe ich mich für eine Stunde in "mein Gemach" zurück.

Kidepo Savanna Lodge

Um halb drei setzen wir unsere Game Drive fort.

"Ein Game Drive ist eine Pirschfahrt in einem Geländefahrzeug durch die Wildnis, in der es in erster Linie darum geht, wilde Tiere zu beobachten. Wie Wanderungen oder Bootsfahrten sind auch die Game Drives ein Element einer Safari. Um den Beobachtern eine möglichst gute Sicht zu bieten, finden die Fahrten meist in offenen Fahrzeugen statt. In vielen Gegenden sind die Fahrzeuge nicht nur ein Transportmittel, sondern sie bieten auch den nötigen Schutz vor wilden Tieren."

Die ersten Tiere, die wir am Nachmittag sehen, sind Warzenschweine.

Kidepo Valley Nationalpark Warzenschwein

Kidepo Valley Nationalpark Warzenschwein Kidepo Valley Nationalpark Warzenschwein

Dann, kurz vor vier Uhr, hören wir ein Geräusch und es kommt zu einem unfreilligen Unterbruch unserer Beobachtungsfahrt.

Kidepo Valley Nationalpark Kidepo Valley Nationalpark

Richard als Driver und Guide kennen wir ja schon, nun lernen wir ihn noch als Pannenhelfer kennen, während wir uns als Zusehende begnügen.

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

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Tag 5, Freitag, 25. Juni 2021: Kidepo Valley Nationalpark

Nachdem mich der Wecker um viertel vor sechs ermuntert hat, den neuen Tag anzugehen, begrüsst mich der Mond um 06.12 Uhr auf dem Weg zum Frühstück (ohne Begleitung).

Kidepo Valley Nationalpark

Um sieben Uhr fahren wir los. Als wir das Parktor durchfahren haben, nimmt Richard den Weg zum Ranger Camp. Dort steigt Simon, der Ranger für unsere vormittags Walking Safari, zu.

"Walking Safaris werden in vielen Camps in Afrika angeboten. Meist finden diese morgens oder am späteren Nachmittag statt. Wer gut zu Fuss ist kann problemlos an einer Walking Safari teilnehmen, es wird keine spezielle körperliche Kondition verlangt. Auf einer Walking Safari werden die kleinen Lebewesen und Spuren betrachtet, welche auf einer Pirschfahrt mit dem Auto meist übersehen werden. Trotzdem ist es extrem wichtig, dass die TeilnehmerInnen immer genau das machen, was der Guide sagt."

Kidepo Valley Nationalpark

Simon ist mit einem Gewehr ausgerüstet. Er erzählt uns viel über den Park und dessen kleinen und grossen Tiere; ich verstehe aber nicht alles.

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley NationalparkKidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

Es ist eine spezielle Ambiente hier, mitten in der Savanne, ohne Wege, und um uns herum Tiere.

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

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Es gefällt mir, auf Augenhöhe mit den Tieren zu sein, obschon diese uns nicht allzu nah an sich heranlassen.

Kidepo Valley Nationalpark

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In einem Schlammloch liegt ein Buffalo. Simon weist uns an, zurückzubleiben während er kontrollieren geht, ob das Tier tod ist oder nicht. Nachdem er sicher ist, dass der Büffel nicht mehr lebt, winkt er uns zu sich.

Kidepo Valley Nationalpark

Er sei in der letzten Nacht gestorben, meint Simon.

Kidepo Valley Nationalpark Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

Geier kreisen und setzen sich wartend auf die Bäume in der Nähe der Fundstelle. Sie seien zu klein, um die Büffelhaut aufzureissen, erklärt uns Simon, deshalb warten sie auf eine grössere Geier Art.

"Beim Fressen eines Kadavers herrscht unter den Geiern eine gewisse Hierarchie. Die Geier mit den grössten Schnäbeln öffnen die Kadaver, reissen die zähe Haut auf und nehmen den ersten Bissen. Mit ihren starken Schnäbeln können Sie sogar Haut und Sehnen fressen. Nachdem die Ohrengeier genug abbekommen haben, sind die kleineren Geierarten an der Reihe."

Kidepo Valley Nationalpark Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

Simon erzählt uns Interessantes über die Bewohner und die Funktion eines Termitenhügels, dem oberirdischen Teil eines Termitenbaus.

Kidepo Valley Nationalpark

Diese Antilope sei von einem Löwen gerissen worden.

Kidepo Valley Nationalpark

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Um 10 Uhr kehren wir zum Auto zurück, fahren zum Ranger Camp und verabschieden uns dort von Simon. Bei dieser Gelegenheit lässt Richard das zweite Reserverad mehr aufpumpen.

Kidepo Valley Nationalpark

Wie verlassen den Nationalpark und kehren für die Mittagspause zur Lodge zurück, wo die bestellten Sandwiches auf uns warten.

Kidepo Savanna Lodge

Blick aus der Toilette beim Restaurant.

Zurück in meinem Eagle Horst muss ich feststellen, dass das Aufladen meiner Kamera nicht mehr funktioniert. Mist, habe nur noch eine volle Ersatzbatterie. Ich lege mich hin. Anschliessend nehme ich eine Dusche, wasche mir die Haare und treffe mich später auf dem Parkplatz wieder mit den beiden Bayern-Girls und Richard für das Spätnachmittagprogramm, dem Besuch eines Dorfes der Karamojong.

"Die Karamojong sind ein halbnomadisches Hirtenvolk im trockenen Nordosten Ugandas in der Subregion Karamoja. Sie sprechen Ngakaramojong, eine ostnilotische Sprache. Viele von ihnen sind Anhänger des traditionellen Glaubens."

Kidepo Valley Nationalpark

Von einem Dorfbewohner werden wir in Englisch begrüsst. Nach der Hände-Desinfektion beginnt die Führung durch das Dorf, einem Manyata. "Manyatas sind die mit Dornen eingezäumten runden Siedlungen der Karamojong."

Kidepo Valley Nationalpark

Bildquelle Internet: Image by Anna Williams.

Kidepo Valley Nationalpark

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Unser Führer erzählt, dass diese Frau die erste von acht Frauen eines Mannes sei.

Kidepo Valley Nationalpark

Kidepo Valley Nationalpark

Nun dürfen wir in eines der Häuser eintreten.

Kidepo Valley Nationalpark

Das Innere der bescheidenen Hütte besteht nur aus einem Raum, ist aber in verschiedene Funktionsbereiche eingeteilt: Diskussionsplatz, Küche mit Feuerstelle, Vorratsraum und Schlafplatz und ...

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einer Wand, wo die Kinder ihr Gelerntes üben können.

Kidepo Valley Nationalpark

Es warte, nebst der Gelegenheit Selbsthergestelltes zu kaufen, noch eine Überraschung auf uns, wird uns mitgeteilt.

Kidepo Valley Nationalpark

Dorfbewohner kommen zu einem Platz, stellen sich auf und bieten uns eine Tanzvorführung.

Kidepo Valley Nationalpark

Von den auf dem Boden ausgelegten Souvenirs, kaufe ich mir ein kleines Armband für 15'000 UGS (3.85 CHF). Anschliessen sollen wir unseren Besuch im Community Book eintragen. Der dabei gespendete Betrag kommt der Gemeinde zugute. Der Besuch dieses Dorfes war sehr beeindruckend. Das einfache Leben, welches diese Menschen hier führen, und angesichts dessen, was wir alles mit uns herumschleppen, löst eine Art Scham in mir aus.

Kidepo Valley Nationalpark

Nach der Vorführung bedanken wir uns mit einem Applaus und verabschieden uns von der Bewohnern, die sich zur Verabschiedung aufstellen und sich mit Applaus für unseren Besuch bedanken.

Kidepo Valley Nationalpark

Zurück in der Lodge gönne ich mir ein Bier, während Richard uns für den morgigen (Transfer-)Tag brieft.

Das Abendessen um 19 Uhr ist wieder lecker.

Kidepo Savanna Lodge Kidepo Savanna Lodge

Same Same But Different: Wiederum erhalte ich mein Essen ohne Zwiebeln, sehr aufmerksam!
Nach dem Essen bezahle ich meine Rechnung: 255'000 UGS für 3 x Abendessen (jeweils ein Viergänger für 15 USD), 2 x Mittagssandwiches sowie diverse Getränke (Wasser, Bier und Wein im Glas); mit Trinkgeld rund 70 Franken.

Vor dem zu Bett gehen stelle ich erleichtert fest, dass das Aufladen der Kamera doch geht; es liegt am weissen USB-Netzteil-Stecker.

 

 

 

Fortsetzung folgt ...

 

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