Karibische Inseln

Rund um Südamerika

Rund um Südamerika

25. Februar - 20. März 2019: Argentinien - Brasilien - Uruguay - Falkland Insel (GB) - Chile

Vorprogramm: Iguazu Wasserfälle

Kreuzfahrt mit der Norwegian Sun: Buenos Aires, Montevideo, Puerto Madryn, Port Stanley, Kap Hoorn, Ushuaia, Punta Arenas, Puerto Chacabuco, Puerto Montt, San Antonio

Im August 2018 haben wir uns zu dieser Kreuzfahrt - nach dem Panamakanal (2012), der Ostsee (2016) sowie dem Indischen Ozean (2018) - angemeldet. Wir freuen uns sehr auf die spezielle Route (unsere Reise findet in umgekehrter Richtung statt).

Rund um Südamerika Norwegian Sun

 

Montag, 25. Februar 2019, Anreise

Die nie Freude machende Packerei haben wir gestern erledigt; heute noch ein bisschen umdisponieren und letzte Kleinigkeiten einpacken und wir sind reisefertig.

Südamerika

SüdamerikaMit der S1 um 15.44 Uhr in Cham, beginnt unsere lange Reise, die erst nach 3 Flugetappen und rund 30 Stunden im Hotel Gran Meliá Iguazú enden wird ...

Der erste Hüpfer machen wir um 18.30 Uhr mit einem Airbus A318 der Air France nach Paris

Beim Warten im Charles de Gaulle Flughafen in Paris auf den Anschlussflug AF 228 (Boeing 777-200/200ER) nach Buenos Aires (Flugzeit 14 h 05 min) lernen wir Anna-Kristina und Anders, sowie Heidi kennen, welche auch das Vorprogramm gebucht haben.

 

Argentinien Argentinien Argentinien

Argentinien"Argentinien ist eine Republik im Süden Südamerikas. Es grenzt im Norden an Bolivien, im Nordosten an Paraguay, im Osten an Brasilien und Uruguay und im Westen an Chile. Der Landesname leitet sich von der lateinischen Bezeichnung für Silber – argentum – ab und stammt aus der spanischen Kolonialzeit, als man hier Edelmetalle zu finden hoffte. Bis zu seiner Unabhängigkeit 1816 war es Teil des spanischen Kolonialreiches. Politisch ist Argentinien eine präsidentielle Bundesrepublik, in der die einzelnen Provinzen weitreichende Kompetenzen haben. Mit einer Fläche von knapp 2,8 Mio. km² ist Argentinien der achtgrösste Staat der Erde und der zweitgrösste des südamerikanischen Kontinentes. Wegen seiner großen Nord-Süd-Ausdehnung hat das Land Anteil an mehreren Klima- und Vegetationszonen. Im Hinblick auf die Einwohnerzahl steht es mit rund 43 Millionen Einwohnern in Südamerika an dritter (nach Brasilien und Kolumbien) Stelle. Etwa ein Drittel der Bevölkerung konzentriert sich im Ballungsraum der Hauptstadt Buenos Aires, die als bedeutendes Kulturzentrum Amerikas gilt, in dem unter anderem der Tango Argentino seinen Ursprung hat. Grosse Teile des trockenen und kalten Südens sind dagegen nur sehr dünn besiedelt. Wirtschaftlich spielen traditionell die Landwirtschaft, Viehzucht und der Rohstoffabbau eine grosse Rolle, wenn auch der Dienstleistungssektor (rund 60 %) den grössten Anteil am BIP ausmacht. Bis etwa 1950 war Argentinien eines der reichsten Länder der Erde. Politisch war das Land bis Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem durch Einwanderung aus Europa (v. a. Italien und Spanien) geprägt. Die prägenden politischen Etappen seitdem sind der Peronismus (1946–1955; 1973–1976), mehrere Militärdiktaturen (insbes. 1976–1983), die Redemokratisierung (nach 1983) und der Neoliberalismus (1990er Jahre) bis zur Argentinien-Krise 2001 und der darauf folgenden Konsolidierung."

Dienstag, 26. Februar 2019, Buenos Aires, Iguazú

Nach der pünklichen Landung um 09.40 Uhr auf dem internationalen Flughafen Pistarini in Buenos Aires, heisst es anstehen. Statt "Nach Ankunft Transfer durch unseren lokalen Agenten ILS zum nationalen Flughafen Jorge Newbery für den Flug nach Iguazú" stehen wir in langen Kolonnen vor der Passkontrolle. Irgendeinmal kommt Unruhe in unsere kleine Gruppe, sollten wir doch um 12.00 Uhr im nationalen Flughafen sein. Ich bleibe noch tiefenentspannt ruhig, geht der Flug doch erst um 14.00 Uhr. Nach einer Warterei von 1 h 50 min, noch schlängelt sich die Kolonne unendlich vor uns, geht Anna-Kristina fragen (ella habla un poco de español) und kommt mit Good News zurück. Wir können zum Express-Schalter und sind so 10 min später draussen, wo uns Gisela, die lokale Reiseführerin, erwartet. Wir gehen zu ihrem Kleinbus und fahren zum Inlandflughafen.

Südamerika Südamerika

Wir kommen rechtzeitig für unseren Flug an. Die Sorgen sind wir jedoch noch nicht ganz los, beinhalten unsere Tickets doch nur 15 Kilo Gepäck, statt der zugesicherten 23 Kg; mit Geld lässt sich dieses Problem jedoch lösen. Anders hingegen kann nicht mit uns fliegen, irgendwas lief schief mit seiner Buchung. Er muss einen späteren Flug nehmen.

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Nach dem knapp 2-stündigen Flug mit einer Boeing 737-800 landen wir in Iguazú.

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Rosmarie, unsere lokale Reiseleiterin, empfängt uns. Zu unserer Gruppe stossen Erika und ihre Tochter Christina, die bereits gestern in Buenos Aires angekommen sind; somit sind wir sieben Personen. Wir fahren zu unserem Hotel, welches im Nationalpark liegt. Drei aus unserer Gruppe übernachten in einem anderen Hotel und fahren deshalb weiter.

Wir können einen Teil der Wasserfälle vom Hotel aus sehen; klar dass es uns nach dem Zimmerbezug nach draussen zieht. Bei der Info-Tafel machen wir uns schlau, welchen Weg wir nehmen sollen.

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Es ist wirklich imposant und eindrücklich was wir sehen, auch wenn das Wetter nicht top ist.

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Die Dusche im Zimmer tut gut und wirkt belebend. Danach nehmen wir auf der Terasse einen Apéro. Der Hunger macht sich bemerkbar. Natürlich bestellen wir argentinisches Fleisch ...

Südamerika Südamerika

 

Mittwoch, 27. Februar 2019, Iguazú

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Iguazú-Wasserfälle.
"Die Iguazú-Wasserfälle sind die Wasserfälle des Flusses Iguazú an der Grenze zwischen der argentinischen Provinz Misiones und dem brasilianischen Bundesstaat Paraná. Die Iguazú-Wasserfälle bestehen aus 20 grösseren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern. Einige sind bis zu 82 Meter, der Grossteil ist 64 Meter hoch. Die Wassermenge an den Fällen schwankt von 1500m³/s bis über 7000m³/s. Durch die Wasserfälle verläuft in Längsrichtung die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien. Da die meisten Fälle in Argentinien liegen, ist der grössere Panoramablick von der brasilianischen Seite aus möglich. Die Fälle sind durch mehrere grössere und kleinere Inseln voneinander getrennt. Von den 2700 Meter Ausdehnung fliesst über ungefähr 900 Meter kein Wasser. Der Hauptwasserfall wird umgangssprachlich Garganta del Diablo (spanisch) beziehungsweise Garganta do Diabo (portugiesisch) oder „Teufelsschlund“ genannt und ist eine U-förmige, 150 Meter breite und 700 Meter lange Schlucht. Es führt ein ca. 600 Meter langer Steg zur Fallkante. Die Wasserfälle wurden 2011 in die Liste der Sieben Weltwunder der Natur aufgenommen."

Wie abgemacht, kommt Rosmarie kurz vor acht Uhr in einem Bus, und mit den anderen drei unserer Gruppe, zu unserem Hotel. Wir laufen zuerst durch den Park (den gleichen Weg wie gestern Abend, aber diesmal bis zum Ende). Das Licht ist jetzt besser. Wir staunen mit offenen Augen und Ohren.

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Statt zum Hotel zurück, laufen wir zum kleinen Bahnhof und fahren mit dem Zug.

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Nach dem Aussteigen erklärt uns Rosmarie den Weg zum "Teufelsschlund" und gibt die Zeit bekannt, bei der wir wieder zurück beim Bahnhof sein müssen. Wir laufen zuerst über einen Weg, dann über einen Steg. Als wir auf der Plattform stehen, die direkt bei der Kante gebaut ist, hören und spüren wir die gewaltige Kraft des Wassers.

Wir kommen uns sehr klein vor. Beeindruckend, eindrucksvoll, grandios, grossartig, imposant, mächtig, phänomenal, prächtig, spektakulär, staunenswert, überwältigend, umwerfend, unbeschreiblich (deshalb benötige ich so viele Adjektive), unvergleichbar (ich habe noch nie einen solch grossen Wasserfall gesehen).

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Alle sind da, so dass wir den Zug um 11.35 Uhr nehmen können. Vom Bahnhof gehts zu Fuss zum Hotel. Die kurze Pause nutzen wir, um den Zimmerwechsel vorzubereiten. Der während der Nacht laute Strom-Generator, seit dem letzten Unwetter ist die Stromversorgung ausgefallen, verhindert einen erholsamen Schlaf. Danach fahren wir mit dem Bus aus dem Nationalpark raus, durch das Städtchen Puerto Iguazú, eine 1901 gegründete Kleinstadt an der Triple Frontera, dem Dreiländerdreieck zwischen Argentinien, Brasilien und Paraguay, und weiter zur Grenze.

 

Brasilien Brasilien Brasilien

Brasilien"Brasilien ist der flächen- und bevölkerungsmässig fünftgrösste Staat der Erde und auch das grösste und mit seinen über 200 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Südamerikas, von dessen Fläche es 47,3 Prozent einnimmt. Bis auf die Länder Chile und Ecuador hat Brasilien mit jedem anderen südamerikanischen Staat eine gemeinsame Grenze. Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung durch Paläo-Indianer reichen ca. 30.000 Jahre zurück. Nach der europäischen Entdeckung Amerikas und der Aufteilung des südamerikanischen Kontinents durch den Vertrag von Tordesillas wurde Brasilien eine portugiesische Kolonie. Diese mehr als drei Jahrhunderte andauernde Kolonialzeit, in der Einwanderer verschiedenster Herkunft (freiwillig oder gezwungenermassen) nach Brasilien kamen, trug erheblich zur heutigen ethnischen Vielfalt Brasiliens bei. Nach der im Jahre 1822 erlangten staatlichen Unabhängigkeit, auf die eine Zeit der konstitutionellen Monarchie folgte, wurde das Land 1889 als Vereinigte Staaten von Brasilien zu einer Republik. Nach der Zeit der Militärdiktatur ab 1964 kehrte das Land in 1985 zur Demokratie mit einem präsidentiellen Regierungssystem zurück."

Vier von uns haben Interesse für einen Heli-Rundflug; entsprechend hat Rosmarie den Fahrer instruiert. Wir fahren zuerst zu einem kleinen Flugplatz. Für den 10-minütigen Rundflug müssen wir 130 USD bezahlen. Die restlichen der Gruppe nutzen das Warten zu einem kleinen Imbiss.

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Lange müssen wir nicht warten und wir, Erika, Christina, Silvia und ich, sind an der Reihe. Der Heli setzt zur Landung an, die Passagiere steigen aus und wir ein. Wir vier sitzen hinten, drei weitere Touristen vorne nebem dem Piloten. Und dann gehts los.

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Schnell gehts in die Höhe, über den Regenwald und schon bald sehen wir den Fluss Iguazú.

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Das was wir nun sehen, verschlägt uns den Atem: Unglaublich schön - erst aus der Vogelperspektive sind die gigantischen Ausmasse des Naturspektakels sichtbar.

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Der Steg, auf dem wir am Vormittag zum Teufelsschlund“ gelaufen sind.

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Wir entdecken auch unser Hotel.

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Ein letzter Blick - viel zu schnell geht die Zeit um, der Pilot fliegt zurück und setzt zur Landung an.

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Wir sind alle der Meinung, dass das Geld gut investiert war. Nun gehts gemeinsam weiter in den brasilianischen Nationalpark.

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Leider reicht die Zeit nicht für eine Bootsfahrt nahe zu den Wasserfällen, aber nassfeucht werden wir später auch.

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Beim Runtersteigen eröffnen sich immer wieder andere Perspektiven, Grund um wieder auf den Auslöser zu drücken.

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Rosmarie warnt uns vor, auf diesem Steg sei es nicht nur glitschig, sondern wir würden auch nass, wegen dem in Form feinster Tröpfchen in der Luft schwebendem, zerstäubtem Wasser.

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Mit dem Lift links fahren wir hoch und danach mit dem Bus zur Grenze zu Argentinien.

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Sowohl auf der argentinischen wie auf der brasilianischen Seite sehen wir einige Tiere.

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Putzig aussehend, aber anscheinend doch nicht ungefährlich, diese Nasenbären.
"Die Nasenbären oder Rüsselbären sind eine in Mittel- und Südamerika verbreitete Gattung der Kleinbären. Sie sind nach ihrer rüsselartig verlängerten Schnauze mit beweglicher Nase benannt. Der Gattungsname bezieht sich auf das lateinische Wort für Nase „nasus“. Der in anderen Ländern gebräuchliche, aus der indianischen Tupí- oder Guaraní-Sprache übernommene Name der Nasenbären lautet Coati".

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An der Grenze dauert es ein bisschen; danach sind wir wieder zurück in

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Zuerst fahren wir zum Mercure Iguazu Hotel Iru, wo Anna-Kristina, Anders und Heidi aussteigen; während Erika, Christina und wir beide zurück in den Nationalpark zu unserem Hotel fahren.

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Schmutziger Donnerstag, 28. Februar 2019, Iguazú, Buenos Aires

Aus der Schweiz erhalten wir stimmungsvolle Bilder von der eröffneten Fasnacht, dafür beginnen wir den Tag mit einem Blick aus dem Zimmerfenster in die Natur.

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Um halb acht gehen wir frühstücken. Ich entdecke bei einem anderen Gast, dass er etwas spezielles trinkt. Offen wie ich bin gehe ich zu ihm, frage und bestelle danach beim Kellner auch einen Mate.
("Der Mate-Tee ist ein Aufgussgetränk aus den kleingeschnittenen trockenen Blättern des Mate-Strauchs. Das Getränk ist in Südamerika verbreitet. Mate bezeichnet ursprünglich das Trinkgefäss, heutzutage auch das Getränk. Die zerkleinerten Blätter werden vor allem in Uruguay, Paraguay und Argentinien als yerba bezeichnet, in Brasilien hingegen werden diese fein gemahlen, diese nennt man dann Chimarrão."

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Der Mate schmeckt sehr, sehr bitter.

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Nach dem Frühstück gehen wir in den Park und laufen den Lower Trail Rundweg ab.

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Wir geniessen nochmals die sehr schöne Aussicht auf die Wasserfälle.

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Der Wasserfall links liegt in Brasilien, derjenige rechts in Argentinien.

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Zurück im Zimmer duschen und packen; um halb 12 Uhr checken wir aus. Danach reicht es noch für ein Tonic Wasser bevor wir um 12 Uhr abgeholt und mit dem Bus zum Flughafen gefahren werden. Es hat sehr viele Leute, zum Glück nicht so bei unserer Fluggesellschaft. Für das Gepäck müssen wir, wie erwartet, bezahlen, weil in unseren Tickets kein Gepäck enthalten ist.

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Der Start verspätet sich um eine halbe Stunde, weil das Flugzeug mit Verspätung ankam. Bei der Landung in Buenos Aires wird geklatscht. Das sei so üblich, auch auf Linienflügen.

Wir werden wieder von Gisela empfangen. Auf der Fahrt in die Stadt hat es bei einem Kreisel einen Riesenstau, verursacht durch viele, viele Lastwagen (Streik?). Wir sehen Leute, die deshalb aus Taxis aussteigen und zu Fuss Richtung Flughafen laufen. Später in der Stadt wird es besser. Im Hotel Pulitzer checken wir ein, Zimmer 1103. Die Skybar im 13. Stock ist leider voll, so nehmen wir den Apéro in der Bar im Parterre ein. Danach suchen wir das (empfohlene) italienische Restaurant Brocolino, wo wir auf Erika und Christina stossen.

Hotel Pulitzer Hotel Pulitzer

 

Buenos AiresFreitag, 1. März 2019, Buenos Aires

Die Stadtrundfahrt ist für 13 Uhr angesagt, deshalb haben wir den Vormittag für uns. Nach dem Frühstück frage ich bei der Hotel-Rezeption nach einem Stadtplan und lasse mir zeigen, wo wir sind. Danach schlendern Silvia und ich durch die Strassen der Umgebung , kaufen ein paar nützliche Dinge in einer Apotheke und flanieren durch das Shopping Center Galerias Pacifico.

Argentinien sollte es wirtschaftlich bestens gehen, wird doch das heutige Datum - mindestens bei der Banco Ciudad - mit 29. Februar angegeben; zudem haben die Geschäfte - mindestens bei diesem hier - 25 Stunden am Tag offen ...

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Als wir ins Hotel zurück kommen, treffen wir nebst, Isabella, der Reiseleiterin aus der Schweiz, die restlichen Buenos AiresSchweizer Teilnehmer unserer Reisegruppe: Armi, Erika und Fredy, Ernst und Hans, die beiden Bärner Brüetsche, Gertrud und Josef, Katrin und Lutz, Maja und Hanspeter sowie Marianne und Hans. Alejandro, unser lokaler Reiseführer, führt uns zum Bus in der Nähe, mit dem wir durch die Stadt fahren und dabei viele Informationen erhalten.

Beim Friedhof La Recoleta (Cementerio de la Recoleta) steigen wir aus.

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"Der Friedhof liegt im gleichnamigen Stadtteil Recoleta, einem der teuersten Wohn- und Geschäftsviertel der Hauptstadt. Er wurde Ruhestätte zahlreicher wohlhabender und prominenter Einwohner. Hier wurden argentinische Präsidenten bestattet, Profisportler, Wissenschaftler und Schauspieler; zu den bekanntesten zählt wohl die zweite Ehefrau vom früheren Präsidenten Juan Perón, Eva Perón (María Eva Duarte de Perón). Die meisten der ausländischen Friedhofsbesucher kennen sie wohl erst nach Evita, einer US-amerikanischen Filmbiografie aus dem Jahr 1996 und gleichzeitig die Verfilmung des Musicals Evita von Andrew Lloyd Webber mit Madonna in einer der Hauptrollen. Eva Perón liegt im Familiengrab der Duartes. Sie war eines von fünf unehelichen, aber anerkannten Kindern der unverheirateten Juana Ibarguren (1894–1971) und ihres verheirateten Liebhabers, des wohlhabenden Großgrundbesitzers Juan Duarte (1872–1926."

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Danach steht der alte Hafen La Boca auf dem Besichtigungsprogramm.
"La Boca ist ein Stadtteil und das bekannteste der 48 Viertel der Stadt. La Boca liegt an der Einmündung des Riachuelo-Flusses in den Río de la Plata und hat daher auch seinen Namen (Boca = spanisch für „Mündung“). La Boca entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Viertel italienischer Einwanderer, die meist als Industriearbeiter tätig waren. Viele der ersten Einwohner stammten aus der italienischen Hafenstadt Genua. Heute ist La Boca populär bei den Touristen, auch wegen seiner originellen Häuser. Sie wurden aus dem Blech abgewrackter Schiffe gebaut und mit Schiffslack bunt bemalt. Viele Künstler preisen ihre Werke auf den Gehsteigen der Straße El Caminito (Der kleine Weg) an. La Boca ist auch für das Fußballstadion La Bombonera (spanisch: „Pralinenschachtel“) des Fussballclubs Boca Juniors bekannt. Seine Farben (gelb und blau) verdankt es einem schwedischen Schiff, welches im Moment der Gründung vorbeifuhr."

La Boca La BocaLa Boca

Die farbigen Wellblechhäuser sehen zwar schön aus, darin zu wohnen ist wohl nicht angenehm: im Sommer zu heiss, im Winter zu kalt.

La Bocca La Boca

Vom Balkon grüssen Diego Armando Maradona (Fussball), Evita Peron Duarte (Politik) sowie Carlos Gardel (Tango).

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Der Club Atlético Boca Juniors (kurz CABJ), bekannt als Boca Juniors, ein argentinischer Sportverein aus dem Stadtteil La Boca. Bekannt ist er vor allem für seine Fußballabteilung. Die erste Mannschaft zählt zu den erfolgreichsten Fußballmannschaften Argentiniens und spielt seit der Gründung des modernen argentinischen Ligensystems in der Primera División.

Boca Juniors Boca Juniors

Silvias Sponsoring sei Dank, sie übernimmt auch gleich die Kameraführung, komme ich in den Genuss, von dieser Schöntheit in die Kunst des Tango eingeführt zu werden.

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Buenos AiresDanach fahren wir zum Plaza de Mayo und besichtigen die Metropolitan Kathedrale.
"Die Catedral Metropolitana, die katholische Hauptkirche und Buenos AiresSitz des Erzbistumsvon Buenos Aires, thront am Plaza de Mayo im Stadtteil San Nicolás. Mit dem dreieckigen Giebel und der Front aus 12 Säulen erinnert die Kathedrale eher an einen antiken Tempel, denn ein römisch-katholisches Gotteshaus. Ihr Erzbischof, Jorge Mario Bergoglio, wurde am 13. März 2013 zum Papst gewählt und ist seither als Papst Franziskus Oberhaupt des Vatikan und der römisch-katholischen Kirche."

In der Kirche liegen in einem schwarzen Sarkophag die sterblichen Überreste von General San Martin und werden von drei weiblichen Figuren beschützt, die die Länder Argentinien, Chile und Peru darstellen. Zwei Soldaten stehen davor Spalier. Eine Inschrift erinnert an den Befreiungskrieg von San Lorenzo 1813.

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Buenos AiresIsabella hat während der Stadtrundfahrt vorgeschlagen, vor der Tango Show gemeinsam in einem argentinischen Restaurant zu essen. Eine gute Gelegenheit des Kennenlernens der Gruppe und des Asado: Verschiedene Fleischsorten und Innereien, meist vom Rind, aber auch von Schaf, Ziege, Schwein, Lama und Geflügel, werden in grossen Fleischstücken vertikal resp. leicht geneigt auf Spiesse in Kreuzform rund um ein Feuer platziert und mit Flamme und Glut gegart. Alle machen mit, so laufen wir kurz vor sieben im Hotel los. Kurz darauf nehmen wir im Las Nazarenas Platz. "Vení a vivir la Experiencia Las Nazarenas y disfrutá de las mejores carnes argentinas junto a la selección más exclusiva de vinos nacionales." Wir sind gespannt! Der Bestellprozess dauert relativ lange: wegen unserer Unschlüssigkeit, der nicht unbedingt schnellen Arbeitsweise der Kellner und den Verständigungsschwierigkeiten. Schlussendlich steht bei allen das bestellte auf dem Tisch.

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TangoGesättigt gehts danach zur Tango Show ins El Viejo Almacén (Das alte Lagerhaus). Der Tango ist zwischen 1850 und 1880 im Hafenviertel La Boca entstanden. Die mittellosen Einwanderer, das erhoffte Glück im reichen Argentinien blieb aus - zuwenig Arbeit, zuwenig Ansehen, zuwenig Frauen - versuchten ihre Enttäuschung mit Besuchen in Spielhöllen und Bordellen und in der Musik zu vergessen.

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Die Schnelligkeit und Geschicklichkeit der Tänzer erstaunt, und der Tango wirkt leidenschaftlich, erotisch und kraftvoll.

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Samstag, 2. März 2019, Einschiffung

"Frühstück im Hotel und Zeit für eigene Unternehmungen. 14.30 Uhr Transfer zum Hafen und Check-in. Um 18.45 Uhr legt die Norwegian Sun ab. Beginn einer spektakulären Kreuzfahrt rund um Südamerika." Soweit das Reiseprogramm.

Auf dem Stadtplan suche ich den Weg zum Hafen Puerto Madero, ein wiederbelebtes Hafengebiet. In umgestalteten Backsteingebäuden befinden sich gehobene Steakhäuser, die bei Touristen und Geschäftsleuten beliebt sind. Schicke Wolkenkratzer beherbergen multinationale Unternehmen und Luxusapartments.

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Diese hässlichen Türme werden wohl bald durch moderne Gebäude ersetzt.

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Die Puente de la Mujer (Frauenbrücke), eine Fussgängerbrücke.

Wir besichtigen das Museumsschiff Presidente Sarmiento. Buenos AiresBuenos Aires"Die A.R.A. Presidente Sarmiento (A.R.A. steht für spanisch Armada de la República Argentina ‚Flotte der Argentinischen Republik‘) ist ein Vollschiff (rahgetakelter Dreimaster), das als Segelschulschiff der argentinischen Marine diente und heute als Museumsschiff im Hafen und Stadtviertel Puerto Madero liegt. Das Schiff wurde nach dem argentinischen Präsidenten Domingo Faustino Sarmiento benannt, der 1872 die erste Marineschule (Escuela de Náutica, ab 1873 Escuela Naval Militar) des Landes gegründet hatte.

Buenos Aires

Buenos Aires

Danach bleibt noch Zeit für einen weiteren Besuch im Galerias Pacifico.

Buenos Aires Buenos Aires

Und dann steigt die Spannung, wir fahren zum Hafen Puerto Nuevo am Rio de la Plata.
"Als Río de la Plata (spanisch für Silberfluss) wird der gemeinsame 290 km lange und bis zu 220 km breite Mündungstrichter der grossen südamerikanischen Ströme Paraná und Uruguay in den Atlantischen Ozean bezeichnet."

Das Check-in verläuft zügig. Wir geben unsere Pässe ab, werden fotografiert und erhalten unsere Bordkarte, ohne die nichts geht auf der Norwegian Sun: sie ist Schlüssel zu unserer Kabine 9247, muss bei allen Konsumationen vorgewiesen werden, sowie beim Verlassen des Schiffes und beim Zurückkehren wird sie ebenfalls eingelesen und das im Chip enthaltene Foto mit dem Passagier verglichen.

Norwegian Sun Norwegian Sun

Pünktlich um 18.45 Uhr heisst es "Leinen los und Anker lichten" und die Norwegian Sun (78'309 Bruttoregistertonnen, 1'936 Gäste bei Doppelbelegung, 258 m Länge, 37 m Breite, Baujahr 2001, Renoviert 2018, 906 Personen Schiffsbesatzung, 650 Millionen DEM Baukosten) legt ab.

Bewaffnet mit einem Drink und den Kameras gehen wir aufs Deck und geniessen den Moment des ersten Auslaufens.

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Uruguay Uruguay Uruguay

Uruguay"Uruguay ist ein Staat im Südkegel Südamerikas. Es ist das kleinste spanischsprachige Land in Südamerika. Uruguay grenzt im Norden an Brasilien, im Osten an den Atlantischen Ozean, im Süden an den Río de la Plata und im Westen (durch den Río Uruguay getrennt) an Argentinien. Nach der Ankunft europäischer Siedler entwickelten sich die von den Spaniern ausgesetzten Pferde und Rinder auf den weiten Grasfluren der Pampa zu grossen Herden, die die Grundlage für den wirtschaftlichen Reichtum des Landes bildeten. Uruguay gehört heute zu den stabilsten, demokratischsten und wohlhabendsten Ländern in Lateinamerika. Uruguay ist nach Suriname der zweitkleinste Staat Südamerikas. Mit 176.215 Quadratkilometern Fläche (davon rund 2.600 Quadratkilometer Wasserfläche) ist es so groß wie Österreich und Ungarn zusammen oder etwa halb so gross wie Deutschland. Uruguay hat im Norden eine 985 km lange Grenze mit Brasilien und im Westen eine 579 Kilometer lange Grenze mit Argentinien. Die Küste ist 660 Kilometer lang."

Sonntag, 3. März 2019, Montevideo

Gestern in Argentinien zu Bett gegangen und heute in Uruguay aufgestanden. Die Norwegian Sun ist aber nicht die ganze Nacht durchgefahren, denn die Strecke von Buenos Aires nach Montevideo beträgt nur rund 110 Seemeilen. Vom Balkon unserer Kabine sehen wir, dass die Norwegian Sun angedockt im Hafel liegt.

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Um 8.30 Uhr sind wir in der Bliss Lounge auf Deck 6 für die Stadtrundfahrt bereit. Wir folgen Isabella zum Ausgang und lassen zum ersten Mal das Prozedere des Ausschiffens über uns gehen.

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Uruguay ist das 100. Land auf meiner Länderliste (Länder/Kolonien/Überseeprovinzen).

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Nach einer Zeit des Wartens kommt unser Bus, und unsere Reiseleiterin Karin, doch noch und wir können die Stadtrundfahrt starten

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Das links ist nicht unser Bus und die Autonummer ist auch eine fremde; mit dem Bus rechts sind wir unterwegs.

Auf dem Plaza Independencia steigen wir zum ersten Mal aus.

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Beim Teatro Solis handelt es sich um die bedeutendste Bühne des Landes und das zweitgrösste Theater Südamerikas.

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Danach führt uns die Fahrt den verschiedenen Stränden entlang.

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Ein Denkmal für die gefallenen Marinesoldaten.

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"Das Monument La Carreta zieht jährlich Tausende von Touristen aus aller Welt in seinen Bann. Im Parque Batte, mitten im Zentrum von Montevideo, steht dieses beeindruckende Bronzedenkmal des Bildhauers José Belloni, das im Jahre 1934 eröffnet wurde. Dieses Meisterwerk des Bildhauerkunst zeigt einen Ochsenkarren, der von sechs Ochsen gezogen wird in Lebensgrösse, bei ihrem beschwerlichen Weg durch die Pampa."

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Der Regierungspalast (Kongressgebäude) Palacio Legislativo.

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Danach besuchen wir den Mercato Agricola.

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Zurück beim Plaza Independencia verlassen wir den Bus und laufen durch die Fussgängerzonge - die Geschäfte sind sonntags geschlossen - zum Mercado del Puerto.
"In Jahren 1865 bis 1868 errichtet; für den Bau der in Liverpool entworfenen und hergestellten Metallstruktur zeichnete der Ingenieur R. H. Mesures, für das Mauerwerk Eugenio Penot verantwortlich. Die zehn Meter hohe Markthalle beherbergt zahlreiche Geschäfte und Restaurants und verfügt über eine Grundfläche von 1687 m². Seit 1975 ist das Gebäude als Monumento Histórico Nacional klassifiziert."

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Nach dem Bummel durch die sehr schöne Martkhalle kehren wir, ohne einzukehren, zum Hafen und zu unserem Schiff zurück.

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Bald darauf legt die Norwegian Sun wieder ab und fährt aufs Meer hinaus.

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Um viertel vor sechs Uhr trifft sich die ganze Reisegruppe zum Welcome-Apéro in der Spinnaker-Lounge, mit Blick voraus.

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Montag, 4. März 2019, An Bord, auf hoher See

"Die Hohe See oder Hochsee umfasst nach Artikel 86 des Seerechtsübereinkommens von 1982 alle Teile der Meere, die nicht zu einer ausschliesslichen Wirtschaftszone, zum Küstenmeer, zu den Binnengewässern eines Staates oder zu den Archipelgewässern eines Archipelstaats gehören. Sie sind damit frei von der Ausübung staatlicher Hoheitsgewalt (das Völkerrecht kennt den Begriff „Internationale Gewässer“ so nicht mehr)."

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Norwegian SunDie einen mögen ihn, die anderen hassen ihn. Für die Unterhaltungs-Experten Norwegian Sunder Schifffahrtsgesellschaften ist es jedenfalls eine grosse Herausforderung und Kunst, genau das richtige Angebot für jede Kreuzfahrt zu finden: der Seetag - Genuss für die einen, Schrecken für die anderen.

Wir gehen es gemütlch an, schlafen ein bisschen länger und gehen in aller Ruhe frühstücken. Das bereits am Vorabend erhaltene Tagesprogramm listet eine Fülle von möglichen und unmöglichen Aktivitäten an. Wir kreuzen uns die Programmpunkte an, die uns interessieren, wie z.B. Bohnensäcke Werfen ...?

Norwegian SunAls Fitnessteil wählen wir den gedeckten Rundgang auf Deck 6 und laufen diesen mehrere Male ab. Nach dem Duschen müssen wir uns aber schon beeilen, den ein Vortrag über Patagonien und Feuerland wollen wir nicht verpassen. Auf dem Sonnendeck sind die Liegestühle bereit und belegt. Schattenplätze sind schon rar. Auch die Pools werden benutzt. Erstmals kommen wir auf unserer Reise zum Lesen. Aufkommende Hungergefühle stillen wir an den verschiedensten Essensmöglichkeiten und an die alte Traveller-Regel "No alcohol before sunset" halten wir uns nicht, gönnen uns deshalb einen Drink. Spontan suche ich das Spa auf und kann für den späteren Nachmittag eine "Deep Tissue Massage" buchen. Es wird uns nicht langweilig, die Zeit vergeht und im Nu ist der Tag zu Ende ... leider habe ich das Bohnensackwerfen verpasst.

Teppanyaki

Für den Abend haben wir Plätze im Spezialitätenrestaurant Teppanyaki reserviert; wir gehen zusammen mit Marianne und Hans. Unser Koch ist ein guter Unterhalter; es ist ein kurzweiliges und lustiges Abendessen mit leckerem Rindsfilet und Seefrüchten.

Teppanyaki

Teppanyaki

Teppanyaki

 

Argentinien Argentinien Argentinien

Dienstag, 5. März 2019, Puerto Madryn

Puerto Madryn. Treffpunkt um 8.30 Uhr, wieder in der Bliss Lounge. Wir sind die Puerto Madrynersten beim Ausgang, der aber noch nicht bereit ist. Als wir draussen sind, begrüsst uns Roswita, unsere lokale Reiseleiterin. Danach laufen wir über den Steg zum Ufer (auf die Passagiere, die eine Tour auf dem Schiff gebucht haben, wartet ein Bus direkt beim Schiff). Wir fahren rund 200 KM, mehrheitlich durch Pampa.
"Die Ökoregion Pampa (oft auch in der Pluralform Pampas verwendet) ist eine subtropische Grassteppe im südöstlichen Südamerika am Río de la Plata. Das Wort stammt aus dem Quechua und bedeutet "Ebene" oder "Feld". Umgangssprachlich wird der Begriff übertragen in der Bedeutung „dünn besiedelte, einsame, abgelegene Gegend“ verwendet."
Unterwegs sehen wir Guanacos (Stammform des domestizierten Lamas) - einige sogar einen Grey Fox - Nandus (südamerikaner Strauss) sowie Schafe. Aber wegen dieser Tiere sind wir eigentlich nicht auf dieser Tour ...

Puerto Madryn Puerto Madryn

Unser Ziel ist die Halbinsel Valdés.
"Sie ist ein Naturreservat und wurde 1999 von der UNESCO auf die Welterbeliste gesetzt. Die Península Valdés besteht grösstenteils aus karger Landschaft und einigen kleineren Peninsula ValdésSalzseen, derer grösster mit 35 Metern unter dem Meeresspiegel den tiefsten Punkt der Halbinsel bildet. Kommerzieller Salzabbau wurde 1901–1920 mithilfe der Ferrocarril de Península Valdés betrieben. Von besonderer Bedeutung ist die Halbinsel wegen der Meeressäugetiere, die sich an ihrem Ufer und vor ihren Küsten tummeln. Dies sind an der Küste Seelöwen und See-Elefanten. Der von der Halbinsel und einer Landzunge des patagonischen Festlands gebildete südliche Golfo Nuevo ist Lebensraum der Südkaper. Diese Bartenwalart kommt in der zweiten Jahreshälfte hierher, um sich fortzupflanzen und ihre Jungen zur Welt zu bringen, da das Wasser im Golf ruhiger und wärmer ist als auf dem offenen Meer. Im offenen Meer, vor den Küsten der Halbinsel, leben auch Schwertwale (Orcas)."

Beim Eingang zum Nationalpark entrichtet Roswita die Eintrittsgebühren; mit $520 sind 520 Argentinische Peso gemeint.

Peninsula Valdés Peninsula Valdes

Peninsula ValdésBeim Besucherzentrum machen wir, und andere auch, einen ersten Halt. In einem Museum gibt es viele Informationen über den Nationalpark, den Ureinwohnern dieser Gegend und den Tieren; auch Toiletten hat es ...

Peninsula Valdés Peninsula Valdés Peninsula Valdés Peninsula Valdés

Danach fahren wir zur Estancia San Lorenzo, am Ufer des Golfs von San Matías, welche eine Fortpflanzungskolonie von Magellan-Pinguinen beherbergt. Wir müssen für die letzte Strecke zum Strand in einen anderen Bus umsteigen. Und kurze Zeit später sehen wir sie ...

Estanzia San Lorenzo Estanzia San Lorenzo Magallanic Penguin

... unsere ersten Pinguine.

Magallanic Penguin

"Der Magellan-Pinguin ist eine Vogelart in der Gattung der Brillenpinguine. Er kommt im Süden Südamerikas vor. Ihren wissenschaftlichen Namen erhielt die Art wegen ihrer Häufigkeit an den Küsten der „Terra Magellanica“, die etwa dem Gebiet von Patagonien entspricht. Das Erstaunlichste an diesen Pinguinen ist das Fehlen jeglicher Scheu vor dem Menschen. Man kann sich ihnen bis auf Armlänge nähern, ohne dass sie flüchten oder Drohgebärden zeigen. Der Magellan-Pinguin ist etwa 70 cm lang und wiegt vier Kilogramm. Die Weibchen sind unwesentlich kleiner als Männchen und unterscheiden sich nicht im Gefieder."

Magallanic Penguin

Magallanic Penguin Magallanic PenguinMagallanic Penguin

Magallanic Penguin

Ein Rangerin kümmert sich um die Tiere und schaut, dass wir die Distanz - markiert durch lose Steine - zu den Pinguinen einhalten.

Estancia San Lorenzo Estancia San Lorenzo

Zum Schluss fahren wir zum Punta Norte, an der Nordspitze der Halbinsel, wo es eine Seeelefanten-Kolonie gibt. Beim Aussteigen auf dem Parkplatz entdecken wir einige neugierige, aber doch scheue Gürteltiere.
"Das Braunborsten-Gürteltier oder Braunhaar-Gürteltier ist der grösste Vertreter der Borstengürteltiere und lebt hauptsächlich im südlichen Bereich von Südamerika, östlich der Anden. Es bevorzugt trockene und offene Landschaften und ernährt sich omnivor, wobei die Menge an pflanzlicher als auch tierischer Nahrung abhängig von den Jahreszeiten ist. Darüber hinaus erbeutet die Gürteltierart auch kleine Wirbeltiere. Die vom Braunborsten-Gürteltier angelegten unterirdischen Baue sind teilweise recht komplex. Der Bestand der Gürteltierart gilt als nicht gefährdet."

Puerto Madryn Puerto MadrynPuerto Madryn

Nun laufen wir zum Strand.

Punta Norte Punta Norte

Da haben wir doch tatsächlich einen Orca (Schwertwal, Killerwal) um 3 Tage verpasst. Wie ein Bild (Foto von Foto) am Strand zeigt, kann die Begegnung mit einem diesen mehrere Tonnen schweren Orcas ungemütlich werden.

Punta Norte

Puerto Madryn

Sind das nun wirklich See-Elefanten oder allenfalls Seelöwen; vor lauter fotografieren habe ich Roswita nicht genügend gut zugehört ...

Puerto Madryn

Puerto Madryn

Auf der Rückfahrt erhalten wir eine Lunch Box: zum Salat gibt es nur ein Mini-Portiönchen Sauce. Da ich aber grossen Hunger habe, esse ich das Grünzeug mehr oder weniger trocken.

Wir kehren über den Steg zur Norwegian Sun zurück, werfen einen letzten Blick auf Puerto Madryn und gehen wieder an Bord.

Puerto Madryn Puerto Madryn Puerto Madryn

 

Mittwoch, 6. März 2019, An Bord

Unser zweiter Seetag, wieder ein Tag des Ausruhens, ein Tag ohne Termine, ausser den selber gesetzten, wie das wieder angekreuzte Bohnensäcke Werfen ...?

Norwegian Sun Norwegian Sun

Heute sind wir auf dem Weg zu einem weiteren Höhepunkt dieser Kreuzfahrt, den Falklandinseln, deshalb besuchen wir den Vortrag über die Inseln.

Im Fitness Center benutzen wir Hometrainer und Crosswalker, zudem laufen wir auf Deck 6 wieder ein paar Meilen: da wir auf See sind, sind dies nun Seemeilen (1852 m) ...?

 

Falklandinseln Falklandinseln Falklandinseln

Falklandinseln"Die Falklandinseln, auch Malwinen genannt, sind eine Inselgruppe im südlichen Atlantik. Sie gehören geographisch zu Südamerika und liegen 395 km östlich von Südargentinien und Feuerland. Die Falklandinseln sind ein britisches Überseegebiet mit innerer Autonomie. Das Vereinigte Königreich übernimmt Verteidigung und Aussenpolitik. Seit 1833 werden sie von Argentinien beansprucht. Vor der Ankunft europäischer Siedler waren die Falklandinseln unbewohnt. 1592 wurden sie vom englischen Seefahrer John Davis entdeckt, der sie jedoch nur sichtete. Er hatte sich von Puerto Deseado aus auf die Suche nach den anderen drei Schiffen unter dem Kommando von Thomas Cavendish gemacht, war jedoch in einen Sturm geraten, der ihn nach Falkland führte. Es dauerte weitere 98 Jahre, bis die Inseln erstmals 1690 von John Strong betreten wurden. Er gab der Meeresenge zwischen den beiden Hauptinseln, zu Ehren des „Schatzmeisters der Marine“ und britischen Politikers Anthony Cary, 5. Viscount Falkland, den Namen Falkland Channel. Der Name „Falkland“ ging später auf die gesamte Inselgruppe über. Die erste Siedlung, Port-Louis auf Ostfalkland, wurde 1764 unter französischer Herrschaft von Louis Antoine de Bougainville gegründet; 1766 etablierten die Briten auf Westfalkland die Siedlung Port Egmont, zogen dort allerdings acht Jahre später wieder ab. Der argentinische Name Islas Malvinas geht auf die französische Bezeichnung der Inselgruppe – „Îles Malouines“ – zurück, der sich auf die Seeleute und Fischer aus der bretonischen Hafenstadt Saint-Malo bezieht, die die ersten bekannten Siedler der Inselgruppe waren. Port-Louis wurde schon 1766 an Spanien übergeben. 1811 stellte Spanien den FalklandinselnUnterhalt der Kolonie ein, verzichtete aber nicht auf die Souveränität über die Inseln. Seitdem sind die Falklandinseln Gegenstand von Territorialstreitigkeiten, anfangs zwischen Grossbritannien und Spanien, danach bis heute zwischen Grossßbritannien und Argentinien. 1820 wurde die Inselgruppe von Argentinien physisch in Besitz genommen, die argentinische Siedlung in Port Louis zählte bis zu 100 Einwohner. Das Vereinigte Königreich behauptete seine Ansprüche, indem es 1833 einen Flottenstützpunkt auf der Insel errichtete und die argentinische Verwaltung zum Abzug zwang. 1837 wurde eine Kolonialverwaltung eingerichtet. Im Ersten Weltkrieg fand zwischen deutschen Kreuzern und einem überlegenen britischen Flottenverband das Seegefecht bei den Falklandinseln statt. Das deutsche Ostasiengeschwader unter Vizeadmiral Maximilian Graf von Spee wollte in den Atlantik in Richtung Deutschland durchbrechen und wurde am 8. Dezember 1914 von den Briten unter Vizeadmiral Sir Frederik Doveton Sturdee fast vollständig vernichtet. Die militärische Besetzung der Inseln durch Argentinien am 2. April 1982 löste den Falklandkrieg aus: Grossbritannien reagierte und landete sieben Wochen später mit Truppen auf den Inseln. Nach kurzen, aber blutigen Kämpfen konnten die britischen Truppen Argentinien am 14. Juni 1982 zur Aufgabe bewegen. Es fielen ca. 900 Soldaten, davon 649 Argentinier. Insgesamt kostete der Falklandkrieg mehr als 1'000 Menschen das Leben. Seitdem ist eine grössere Zahl von Soldaten auf den Inseln stationiert. Es handelt sich überwiegend um Infanteristen, Pioniere und Funker. FalklandinselnDaneben sind verschiedene britische Kriegsschiffe dauerhaft im Südatlantik stationiert. Im letzten Jahrzehnt hatte sich der latente Konflikt zwar in der allgemeinen Wahrnehmung etwas entspannt. Seitdem hier 60 Milliarden Barrel Öl vermutet werden, haben sich aber viele lateinamerikanische Regierungen mit Argentinien solidarisiert. Die politische Führung des Landes erneuert jedes Jahr den argentinischen Anspruch auf die Inseln, so auch die ehemalige Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner. Im Zusammenhang mit den Territorialstreitigkeiten mit Argentinien kündigte die Regierung der Falklandinseln Anfang Juni 2012 für die erste Jahreshälfte 2013 eine Volksabstimmung über den politischen Status an. Die Regierung trug ihr Anliegen außerdem vor den UN-Ausschuss für Entkolonialisierung, wo Kirchner den Anspruch ihres Landes dadurch begründete, man könne keine Inselgruppe „als britisches Territorium erklären, wenn es 14'000 Kilometer von Grossbritannien entfernt“ sei. Die Inseln seien „Teil des Südatlantiks und Argentiniens.“ Seit 1946 steht das Territorium auf der UN-Liste der Hoheitsgebiete ohne Selbstregierung. Am 10. und 11. März 2013 wurde ein Referendum über den zukünftigen politischen Status der Inselgruppe abgehalten. 99,8 Prozent der Bewohner sprachen sich für einen Verbleib bei Grossbritannien aus, nur drei Bewohner stimmten dagegen. Stimmberechtigt waren 1672 Menschen, die Wahlbeteiligung lag bei ca. 92 Prozent. Die argentinische Präsidentin Kirchner hatte allerdings schon im Vorfeld angekündigt, das Ergebnis des Referendums nicht anzuerkennen. Nachdem sich die grosse Mehrheit der Inselbewohner für eine weitere Zugehörigkeit zu Grossbritannien entschieden hatte, bezeichnete Kirchner das Referendum am 12. März 2013 als „Parodie“. Der britische Premierminister David Cameron erklärte, dass Argentinien das Referendum anerkennen müsse, und die britische Regierung gab bekannt, dass sie alles tun werde, um die Inseln zu verteidigen. Die UN-Commission on the Limits of the Continental Shelf entschied im März 2016, dass die Gewässer Argentiniens die Falklandinseln mit einschliessen, da die Wasserfläche des Landes gemäss einem Bericht Argentiniens aus dem Jahr 2009 um 1,7 Millionen Quadratkilometer ausgedehnt wurde und zwischen 320 km und 560 km von der Küste endet. Die Regierung der Falklandinseln erklärte, dass die UN-Kommission nicht über umstrittene Gebiete entscheiden dürfte und die Auswirkungen der Entscheidung blieben zunächst unklar."

Sonntag, 7. März 2019, Falklandinseln

Wegen den Wetterprognosen für den Nachmittag, wurde bereits gestern kommuniziert, dass wir die Falklandinseln eine Stunde früher erreichen, aber auch eine Stunde früher abfahren würden. In unserem Schweizer-Ausflugspaket waren die Falklandinseln sowie Punto Arenas nicht enthalten, weshalb wir bereits zu Hause den bevorstehenden Ausflug gebucht haben. Die auf dem Schiff erhaltenen Ausflugstickets wurden, wegen den neuen Zeit, ausgetauscht. Da wir um 6.45 Uhr im Stardust Theater auf Deck 6 sein müssen, weckt uns der Wecker um 5.15 Uhr. Um 6 Uhr sind wir beim Frühstück. Bei einem Blick vom Balkon sehen wir, dass ein paar Rettungsboote fehlen, diese werden heute als Tenderboote eingesetzt.

Norwegian Sun Norwegian Sun Norwegian Sun

Im Theater wird unsere Tour als erste ausgerufen; ich hole bei der Bühne die beiden Kleber mit einer Nummer drauf, die Silvia und ich sichtbar tragen müssen. Danach laufen wir zum Deck 3 runter, besteigen das wartende Tenderboot und bald startet die Überfahrt.

Norwegian Sun Norwegian SunNorwegian SunNorwegian Sun

Bald darauf sehen wir durch die Fensterscheiben des Bootes Port Stanley mit seinen farbigen Häusern.

Port Stanley Port Stanley

Port Stanley

"Stanley, Port Stanley, ist die einzige Stadt und zugleich Hauptstadt und Regierungssitz der Falklandinseln. Sie befindet sich auf Ostfalkland. Stanley ist eine Hafenstadt und hat 2'121 Einwohner (Stand 2012). In der Stadt gibt es u. a. eine Schule, einen Supermarkt, ein Krankenhaus, eine Bibliothek und einige Touristenshops."

Eine Reiseleiterin bringt uns zu unserem Offroad-Nissan. FalklandinselnWir sind zu viert. Das andere Pärchen, chinesischer Abstimmung aus Amerika, sowie Silvia sitzen hinten, ich darf vorne links (ja, Linksverkehr), neben dem Fahrer Platz nehmen. Zu Beginn fahren wir auf asphaltierter Strasse, biegen dann rechts ab und sind danach auf unbefestigter Naturstrasse. Das Wetter ist voll auf unserer Seite: gestern habe es sehr starkt geregnet, erzählt uns unser Fahrer/Guide.

Falklandinseln Falklandinseln

In Johnson's Harbour, einer kleinen Siedlung am Berkeley Sound, gibts einen Halt. Gelegenheit zum Fotografieren und dringende Geschäfte zu erledigen.

Falklandinseln

Falklandinseln Falklandinseln Falklandinseln

Ab hier hat es keine Strassen mehr, Off-roading ist angesagt. Der Untergrund ist wegen dem gestrigen Regen herausfordernd ...

Falklandislands

Falklandislands FalklandislandsFalklandislands

Falklandislands Falklandislands

Nun sind wir bald am Ziel und die mehrstündige und sehr holperige Fahrt, von Stanley über Johnson Harbour zum Volunteer Point, hat ein Ende; das ist auch gut so, denn das Wetterglück scheint aufgebraucht zu sein.

Falklandinseln

"Volunteer Point ist eine Landzunge an der Ostküste von East Falkland, nördlich der Hauptstadt Stanley. Sie zählt zu den Brutplätzen von Königspinguinen; auch See-Elefanten kommen hier vor. Am Zugang zur Insel befindet sich ein Haus und einige Lagerschuppen – Wohnung von Freiwilligen, wovon der Ortsname abgeleitet wurde."

Falklandinseln

Die Gentoo penguins (Eselspinguin) und die Magellanic penguins (Magellan-Pinguin) lassen wir links liegen, wir sind ja wegen den King penguins gekommen.
"Der Königspinguin ist nach dem Kaiserpinguin die zweitgrösste Art der Pinguine und wird zusammen mit dem Kaiserpinguin zu der Gattung der Grosspinguine gezählt. Ein ausgewachsener Königspinguin erreicht eine Körperlänge zwischen 85 und 95 Zentimeter und wiegt zwischen 10 und 16 Kilogramm. Ein auffälliger Sexualdimorphismus besteht nicht, Weibchen sind aber tendenziell etwas kleiner und leichter."

Falklandislands

  FalklandislandsFalklandislands FalklandislandsFalklandinseln FalklandinselnFalklandislands FalklandislandsFalklandinseln

Falklandinseln FalklandinselnFalklandinseln FalklandinselnFalklandinseln

Falklandinseln

Es stinkt und es geht laut zu. Die zurückbebliebenen Tiere rufen nach ihrem Partner, der auf Futtersuche im Meer ist.

Falklandinseln

Erst auf den zweiten Blick erkennen wir die jungen Pinguine.

Falklandinseln FalklandinselnFalklandinseln

Falklandinseln

Einige allerdings schaffen den Sprung ins Erwachsenenleben nicht ...

Falklandinseln Falklandinseln

... die Natur hat dafür eine Lösung, Geier - Turkey Vulture (Truthahngeier).

Falklandinseln Falklandinseln

Bevor wir die Rückfahrt antreten, verpflegen wir uns aus der Lunchbox, die wir beim Parkplatz bekommen.

Falklandinseln Falklandinseln  Falklandinseln

Auf der Rückfahrt beginnt es zu regnen. Leider reicht die Zeit nicht mehr, um das Städtchen Stanley zu erkunden.

Falklandinseln Falklandinseln

Irgendwie hat unser Fahrer über seine Agentur vernommen, dass wir erst um 14.30 Uhr zurück sein müssen. Kurz vor 15 Uhr sind wir an Bord und kurze Zeit darauf legt die Norwegian Sun ab.

 

Montag, 8. März 2019, An Bord, Passage Kap Hoorn

Norwegian Sun Norwegian Sun Norwegian Sun

Der heutige Tag ist nicht nur ein Seetag, irgendwo auf dem Meer, denn wir umfahren heute das südliche Ende der Welt, das sagenumwobene Kap Hoorn. Zudem habe ich wieder die Zeit für das Bohnensäcke Werfen angekreuzt.

Nach dem Mittagessen gehen wir zum Kleiderwechsel in unsere Kabine, um uns für den Besuch auf Deck 12 vorzubereiten: Die Temperaturen sind auf 7 Grad gefallen, zudem ist es am Bug sehr windig.

Kap Horn

Kap Horn Kap Horn

Kap Horn

Kap Horn Kap Horn

"Kap Hoorn ist eine Landspitze auf der chilenischen Felseninsel Isla Hornos. Kap Hoorn ist, abgesehen von den abgelegenen, noch südlicher gelegenen Diego-Ramírez-Inseln und ohne Berücksichtigung der manchmal ebenfalls zu Südamerika gerechneten Südsandwichinseln, der südlichste Punkt Südamerikas. Kap Hoorn wurde von einer Expedition der Hoorner Austraalse Compagnie vom niederländischen Seefahrer Willem Cornelisz Schouten am 29. Januar 1616 erstbeschrieben und zu Ehren des Rates der Stadt Capo Hoorn benannt. Bis zur Eröffnung des Panamakanals im August 1914 war die Route um das Kap Hoorn eine wichtige Schifffahrtsroute. Sie war neben der etwas weiter nördlich verlaufenden Magellanstrass der kürzeste schiffbare Weg, von Europa aus an die Westküste Amerikas zu gelangen."

Kap Horn

Um halb zwei ist es soweit und das Kap Hoorn ist mehr oder weniger in Sicht.

Kap Horn

Kap Horn

Nun, ich will mich wegen dem Wetter nicht beklagen. Wir sind froh, dass wir die Umrundung machen können, was auch in der heutigen Zeit nicht bei allen Kreuzfahrten möglich sei. Trotzdem zeige ich nachstehend mit einem Bild aus dem Internet, wie es bei schönem Wetter aussieht.

Kap Horn Kap Horn

Wie auch immer, später liegen in unserer Kabine die "wohlverdienten" Diplome.

Kap Horn Kap Horn

Wir besuchen den Vortag über die beiden nächsten Häfen, Ushuaia (Argentinien) und Punta Arenas (Chile), machen dies und das, lassen dafür anderes sein, so habe ich das Bohnensäcke Werfen wieder verpasst ...

Norwegian Sun

 

Argentinien Argentinien Argentinien

Samstag, 9. März 2019, Ushuaia

Ushuaia, Fin del Mundo, End of the World, Das Ende der Welt: Ich war schon einige Male hier, in Gedanken, wenn ich wieder mal über eine Antartkis-Expedition las und dabei träumte ...
"Ushuaia ist die südlichste Stadt Argentiniens und liegt am Beagle-Kanal. Das Wort „Ushuaia“ kommt aus der Sprache der Ureinwohner Yámana und bedeutet so viel wie „Bucht, die nach Osten blickt“. Die Stadt liegt an der Südseite der Grossen Feuerland-Insel am Beagle-Kanal. Ushuaia ist die Hauptstadt der argentinischen Provinz Tierra del Fuego (Feuerland). Häufig liegt ein Tief südlich der Südspitze von Südamerika. Das Klima ist maritim ausgeglichen und über das ganze Jahr relativ kalt und feucht. Das Wetter kann aber im Tagesverlauf sehr unbeständig sein. Im Winter liegen die Temperaturen zwischen −6 und 8 °C, im Sommer dagegen zwischen 5 und 20 °C. Die Extremwerte liegen bei 29,5 °C im Januar und −21,0 °C im Juli."

Es ist noch dunkel, als wir nach dem Erwachen auf den Balkon treten.

Ushuaia

Nach dem frühen Frühstück ist die Dunkelheit dem Morgen, dem neuen Tag gewichen.

Ushuaia

Unser Ausflug in den Feuerland Nationalpark dauert rund 4 Stunden. Als wir von Bord gehen, suchen wir zuerst vergeblich den Bus, mit dem wir die Tour machen werden.

Ushuaia

Ushuaia Ushuaia

Ushuaia

Ushuaia

Schlussendlich findet uns der Bus mit dem holländischen Reiseleiter Jack der verständlich gut deutsch spricht; auch bei seinem "Hühnerfelle" bekommen wir beinahe Hühnerhaut ... Er meint, dass wir Glück haben mit dem Wetter, dass sei selten so. Wir erklären im "Wenn Engel reisen, lacht der Himmel" ...

Beim ersten Halt bin ich irritiert, besichtigen und fotografieren wir Touristen doch einen Touristen Zug (The End of the World Train) ohne ihn zu benutzen.

Ushuaia Zug Ushuaia Zug Ushuaia Zug

Im Bahnhofsgebäude entdecke ich eine Karte die deutlich macht, "wo Bartli den Most holt", wem die Islas Malvinas, die Flaklandinseln, gehören.

Ushuaia

Danach fahren wir in den Feuerland Nationalpark und halten an einem Seitenarm des Beagle Kanals an.
"Der Nationalpark Tierra del Fuego (Nationalpark Feuerland) ist der südlichste Nationalpark Argentiniens. Das 630 km² grosse Schutzgebiet befindet sich im Südosten der Insel Feuerland, 18 km von der Stadt Ushuaia entfernt. Der Park wurde 1960 mit dem Hauptziel gegründet, die südlichsten subantarktischen Wälder zu schützen. Es ist einer der argentinischen Nationalparks, neben dem UNESCO Naturreservat Valdés, der über eine Meeresküste verfügt, da er im Süden vom Beagle-Kanal begrenzt wird."

Tierra del Fuego

Tierra del Fuego

Tierra del Fuego

Es ist sehr schön hier.

Tierra del Fuego

Tierra del Fuego Tierra del Fuego

Tierra del Fuego

Sollte einem hier das Heimweh befallen, ist es sehr weit bis nach Hause; allenfalls hilft, eine Postkarte vom Ende der Welt zu senden.

Tierra del Fuego

Wir fahren zum See Lago Roca und machen einen Spaziergang.

Tierra del Fuego Tierra del FuegoTierra del Fuego Tierra del Fuego

Der Schwarzhalsschwan (links) kommt lediglich im Süden Südamerikas vor.

Tierra del Fuego Tierra del FuegoTierra del Fuego

Der nächste Halt ist an der Lapatai Bay, wo die Panamerica, die längste Strasse der Welt endet.
"Die Panamericana ist ein Mythos. Sie gilt als längste Strasse der Welt. Streng genommen existiert sie jedoch nicht als zusammenhängende Strecke. Fest stehen nur die Endpunkte: Alaska im Norden, Feuerland im Süden. Der Weg ist nicht zweifelsfrei festgeschrieben. In Nordamerika ist sie als solche allerdings nicht gekennzeichnet, weswegen unterschiedliche Interpretationen über den Verlauf der Route kursieren. So lässt sich auch die längste Strecke kaum genauer ausdrücken als mit "um die 20.000 Kilometer."
Wie auch immer, auch hier ist die Natur sehr schön.

Ushuaia UshuaiaUshuaia

Ushuaia UshuaiaUshuaia

Viel zu schnell geht die Zeit um; wir fahren nach Ushuaia zurück.

Ushuaia

Ushuaia Ushuaia

Ushuaia

Ushuaia Ushuaia

Zurück an Bord werden wir informiert, dass wir zwischen 17.15 Uhr und 18.15 Uhr die Gletscher im Beagle Kanal passieren.
"Der Beagle-Kanal ist eine natürliche Wasserstrasse im Süden Feuerlands an der Südspitze Südamerikas, die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Benannt ist der Kanal nach dem britischen Forschungsschiff Beagle, mit dem Robert FitzRoy die Wasserstrasse 1831 entdeckte. Neben der bekannteren Magellanstrasse ist der Beagle-Kanal im Süden des amerikanischen Kontinents die einzige Wasserstrasse zwischen Pazifik und Atlantik, soweit man die auf offener See um das Kap Hoorn herumführende Drakestrasse nicht dazu zählt."

Beagle Kanal

Beagle Kanal Beagle KanalBeagle Kanal

Beagle Kanal Beagle KanalBeagle Kanal

Beagle Kanal Beagle KanalBeagle Kanal

 

Chile Chile Chile

Chile"Chile ist ein Staat im Südwesten Südamerikas, der den westlichen Rand des Südkegels des Kontinents bildet. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 4200 Kilometer. In west-östlicher Richtung besitzt Chile eine Ausdehnung von durchschnittlich weniger als 200 Kilometern. Wegen dieser – durch seine Lage am Westhang der Andenkordillere bedingten – ungewöhnlichen Form wird Chile schon seit seiner Entdeckung häufig „das langgestreckte Land“ genannt. Das Land grenzt im Westen und Süden an den Pazifischen Ozean, im Norden an Peru (auf einer Länge von 160 Kilometern), im Nordosten an Bolivien (861 km) und im Osten an Argentinien (5308 km). Die Gesamtlänge der Landgrenzen beträgt 6329 Kilometer. Daneben zählen die im Pazifik gelegene Osterinsel (Rapa Nui), die Insel Salas y Gómez, die Juan-Fernández-Inseln (einschliesslich der Robinson-Crusoe-Insel), die Desventuradas-Inseln sowie im Süden die Ildefonso-Inseln und die Diego-Ramírez-Inseln zum Staatsgebiet Chiles. Ferner beansprucht Chile einen Teil der Antarktis. Über die vollständig zu Chile gehörende Magellanstraße hat das Land Zugang zum Atlantischen Ozean. Chile belegt im Index der menschlichen Entwicklung den 38. Platz und liegt somit innerhalb Lateinamerikas an erster Stelle. Chile hat eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen in Lateinamerika und eine im lateinamerikanischen Vergleich hohe durchschnittliche Lebenserwartung. Nach Einschätzung der Weltbank ist Chile ein Schwellenland mit einem Nettonationaleinkommen im oberen Mittelfeld."

Sonntag, 10. März 2019, Punta Arenas

Von Ushuaia aus sind wir zuerst durch den Canal Beagle gefahren, dann durch den Canal Ballenaro, den Canal Cockburn und Canal Magdalena; so erreichten wir die Magellanstrasse und Punte Arenas.

Punta Arenas

Der Sonnenaufgang um halb acht kündigt einen schönen Tag an.Punta Arenas

Für heute ist kein Ausflug in unserem Paket enthalten; Silvia und ich haben uns deshalb vor ein paar Tagen auf dem Schiff für "Trekking at Andino Park" angemeldet.Punta Areans
Wie vorgegeben, sind wir um neun Uhr im Theater und warten darauf, dass unser Ausflug aufgerufen wird. Vor uns holen sich ein paar ganz sportliche die Kleber für Kajakfahren in der Magellanstrasse. Als wir an der Reihe sind staunen wir nicht schlecht, als auch eine Frau in Ballerinas nach vorne kommt; von wegen "Trekking" und guten Schuhen. Aber es stellt sich heraus, dass sie eine andere Tour gebucht hat. Kurz darauf können wir zum Ausgang gehen. Draussen werden wir zum richtigen Bus geleitet und los gehts. Nach einer kurzen Fahrt halten wir beim Restaurant vom Club Andino an und steigen aus.

Andino Park Club Andino

Die Wintersaison ist vorbei, der Schnee verschwunden und der Schlusshang ist aper, dafür gibts bereits Vorbereitungen für erwartete Mittagsgäste.

Andino Park Andino Park

Dann gehts zum Sessellift, der, gemäss unserer Reiseleiterin, aus den 1940er Jahren aus Frankreich stamme. Auf meine Frage hin ergänzt sie, dass aber einige wichtige Teile seither ersetzt worden seien.

Andino Park Andino Park

Bevor wir Platz nehmen können, erhalten wir Instruktionen, wie der Sessellift zu benutzen sei.

Andino Park Andino Park

Alle kommen oben heil an und erhalten die angekündigte Hilfe beim Aussteigen.

Andino Park Andino ParkAndino Park Andino ParkAndino Park Andino Park

SmileyIm Gegenlicht sehen wir unsere Norwegian Sun sowie die Insel Magdalena, auf der einige aus unserer Schweizergruppe den "Pinguin-Reservat Isla Magdalena Ausflug" machen.

Die besorgte Reiseleiterin gibt uns noch Ratschläge zum wandern, wie zickzack laufen und fordert uns auf, von ihr gerufene Warnungen - "Roots on the ground" oder "Slippery stones" - laut nach hinten weiterzugeben. Aber danach kann es endlich losgehen und wir beginnen mit dem Abstieg.

Andino Park Andino ParkAndino Park

Andino Park

Andino Park Andino Park

Auch diese Schlüsselstelle - "A river with big stones!" - passieren alle ohne Probleme.

Andino Park

Andino Park Andino Park

Rund drei Stunden später kommen wir unten bei der Talstation an. Wir erhalten kein Fleisch, dafür eine heisse, süsse Schokolade und dazu ein süsses Stück Gebäck.

Club Andino

Im Restaurant hängen Fotos von vergangenen Wintersaisons.

Andino Park

Wie heisst es so schön im Musical My Fair Lady? "Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen!" Wir sind zwar in Chile, aber wies scheint, ist hier vieles grün ...

Punta Arenas Punta Arenas Punta Arenas Punta Arenas

In der Stadt dürfen wir nicht aussteigen, sondern wir werden zum Schiff zurückgebracht. Dort nehmen wir halt den Shuttle Bus und fahren so wieder in die Stadt zurück, wo wir beim Plaza de Armas aussteigen. Wir bummeln Punta Arenasdurch die Strassen; es ist Sonntag, die Geschäfte sind geschlossen. Als wir wieder beim Platz zurück sind, schauen wir uns das Denkmal für Hernando de Magallan an, dem Entdecker der Magellanstrasse. Nächstes Jahr sind es 500 Jahre her, deshalb ist auf dem Platz eine Ausstellung zur Entdeckung und über die Uereinwohner aufgebaut.
"Ferdinand Magellan (* vor 1485 vermutlich in Vila Nova de Gaia, Portugal; † 27. April 1521 auf Mactan, Philippinen) war ein portugiesischer Ritter und Seefahrer, der im Auftrag der spanischen Krone eine Westroute zu den Gewürzinseln finden sollte und dabei zum Initiator der ersten historisch belegten Weltumsegelung wurde. Diese erbrachte den letztgültigen, praktischen Beweis für die Kugelgestalt der Erde. Mit Magellan als Generalkapitän stachen am 20. September 1519 fünf Schiffe von Sanlúcar de Barrameda aus in See. Er und seine Crew entdeckten Ende 1520 die Magellanstrasse und überquerten anschliessend als erste Europäer den Pazifik. Nachdem sie die heutigen Philippinen erreicht hatten, fiel Magellan im Kampf mit Kriegern der Visayas. Unter dem Kommando von Juan Sebastián Elcano kehrte nur ein einziges Schiff von Magellans Flotte, die Victoria, über die Route um das Kap der Guten Hoffnung am 6. September 1522 nach Spanien zurück. Von den ursprünglich mehr als 240 Mann der ursprünglichen Besatzung, überlebten nur 31 die erfolgreiche Erdumrundung. Deren Geschichte wurde vor allem durch den Bericht Antonio Pigafettas, eines der Überlebenden, bekannt."

Punta Arenas Punta Arenas

Die Gourmet Hot Dogs scheinen wirklich gut zu sein.

Punta Arenas

Wir treffen auf einen Teil der Schweizer, welche mit Isabella auf Entdeckungstour durch Punta Arenas sind. Wir schliessen uns ihnen an, denn sie wollen noch einen Pisco Sour bei Sara Braun trinken.
"Pisco Sour ist ein Cocktail aus der Sour-Familie. Die Basisspirituose ist Pisco, ein Traubenschnaps, benannt nach der Stadt Pisco in Peru, der in zwei Varianten in Peru und Chile hergestellt wird. Der Ursprung des Pisco Sour ist zwischen diesen Ländern umstritten. Pisco Sour wird mit drei Teilen Pisco, je einem Teil Limettensaft, Zuckersirup und Eiklar mit Eis gemixt und ins Glas abgeseiht."

Sara Braun Punta Areans Sara Braun Punta Areans

Im Restaurant hat es keinen Platz, so suchen wir die Bar auf.

Sara Braun Punta Areanas Sara Braun Punta Arenas Sara Braun Punta Arenas

Wir kehren auf die Norwegian Sun zurück.

Norwegian Sun

 

Montag, 11. März 2019, An Bord

Und wieder mal ein Tag wo wir auf dem Schiff bleiben; es ist unser vierter Seetag. Um es vorwegzunehmen, ohne Bohnensäcke Werfen ... dafür mit Fitness-Einheiten.

Norwegian Sun Norwegian Sun Norwegian Sun

Wir fahren durch die Magellanstrasse Richtung Pazifischen Ozean, wo wir aber nicht aufs Meer hinausfahren, sondern durch natürliche Kanäle und Fjorde.

Magellanstrasse Magellanstrasse

Ich ziehe mich für den Ausgang - "eine hinausführende Gebäudeöffnung, Tür oder dergleichen - um, gehe zu einem Ausgang und auf die Decks. Es ist nicht viel los, nur vereinzelt treffe ich auf Passagiere.

Norwegian Sun

Norwegian Sun Norwegian Sun

Keine Leute, leere Pools, freie Liegestühle, geschlossene Bars.

Norwegian Sun Norwegian Sun Norwegian SunNorwegian Sun Norwegian Sun

Ich treffe auf eine Lifeguard, welche unterbeschäftigt ist und deshalb offen für einen Schwatz und ein Foto mit mir.

Norwegian Sun

Wie die Temperatur des Pools sei, will ich wissen. Da greift sie nach einem Thermometer und geht damit zum Pool. Der ungeheizte ist 10 Grad, der geheizte 18 Grad. Die Frage, wieso niemand im Pool ist, erübrigt sich.

Norwegian Sun Norwegian Sun

Wir ziehen uns für den Ausgang - "in der Deutschschweiz das abendliche Ausgehen, z. B. zu Freunden, Partys, Bars bzw. Diskotheken") um: Isabella hat uns im Namen ihres Reisebüros um 18.30 Uhr zum Nachtessen im Spezialitätenrestaurant Churrasceria Moderna eingeladen. "Sie sind auf der Suche nach einem einzigartigen Erlebnis? Unser authentisches brasilianisches Steakhaus ist ein absolutes Muss. Beginnen Sie am eindrucksvollen Salatbuffet, doch lassen Sie noch Platz für das gegrillte Fleisch, das von unseren Pasadores direkt am Tisch vom Spiess geschnitten und serviert wird." Vor uns liegen Kärtchen, die eine Seite ist grün, die andere rot. Damit siganalisieren wir den Kellnern, ob wir vom nächsten Fleischgang haben möchten oder nicht.

Norwegian Sun Norwegian Sun

Zwischendurch gehen wir kurz an Deck: Die Abendstimmung in der Magellanstrasse ist sehr schön.

Magellanstrasse MagellanstrasseMagellanstrasse

Magellanstrasse

Magellanstrasse

Nach dem Essen besuchen wir, wie beinahe jeden Abend, das Stardust Theater und sehen uns die Show an. Heute stehen die "The Beatles" an.

Stardust Theater

The Beatles The Beatles

 

Dienstag, 12. März 2019, An Bord

Ein Novum: Zwei Seetage hintereinander, das hatten wir noch nie. Allenfalls heute Gelegenheit zum Bohnensäcke Werfen?

Wo wir genau durchfahren weiss ich nicht (mehr), ist auch nicht wichtig. Der chilenische Archipel besteht aus einer Unzahl von Inselgruppen und Gewässern zwischen den Inseln. Die Sonne begrüsst uns, es wird wieder ein schöner Tag, was die schöne Fahrt durch die Fjorde noch schöner macht.

Chilenische Fjorde Chilenische FjordeChilenische Fjorde Chilenische FjordeChilenische Fjorde

Chilenische Fjorde Chilenische FjordeChilenische Fjorde Chilenische FjordeChilenische Fjorde

Chilenische Fjorde

Nachdem wir uns im Fitness abgemüht und einige Kalorien verbraucht haben, essen Silvia und ich nur das halbe Schwein ...

Chilenische Fjorde

Während das H, für Hubschrauber, Helikopter, einen Helikopterlandeplatz kennzeichnet, bedeutet das nachstehende "Winch Only", dass vom Rettungshubschrauber nur auf- oder abgeseilt werden kann.

Chilenische Fjorde

 

Mittwoch, 13. März 2019, Puerto Chacabuco

Unser Aufenthalt im Hafen von Chacabuco ist von 7 bis 14 Uhr und unser Ausflug ins Simpson Tal und nach Coyhaique dauert von 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr.

Chacabuco

Da die Norwegian Sun nicht am Hafen angelegt hat, kommen wieder die Tenderboote zum Einsatz.

Chacabuco Chacabuco

Chacabuco

Als wir zum Bus kommen, wird die von Isabella angedeutete Überraschung Tatsache: die Reiseleiterin für den Ausflug, Bettina, entpuppt sich als ausgewanderte Schweizerin, somit haben wir die erste Tour in Schwiizerdütsch.

Puerto Chacabuco Puerto Chacabuco Puerto Chacabuco

Den ersten Halt machen wir im Nationalreservat Rio Simpson wo wir einen Spaziergang zum Fluss machen.

Rio Simpson Rio SimpsonRio Simpson

Rio Simpson Rio Simpson Rio Simpson Rio Simpson Rio Simpson

Auf der Fahrt nach Coyhaique, der Hauptstadt der Región de Aysén (Region XI), überqueren wir die Anden. Viele von uns, wie viele Passagiere auf dem Schiff auch, leiden unter Erkältung. Da die entsprechenden Medikamente im Shop auf dem Schiff längst ausverkauft sind, wird der Aufenthalt in der Stadt zum Kaufen von Medikamenten benutzt.

Coyhaique

Aber es reicht auch, um durch den Handwerksmarkt zu stöbern und kurz in die Kathedrale zu gehen.

Coyhaique Coyhaique

Dann gehts schon wieder weiter. Im Restaurant Fogon werden wir, und andere Reisegruppen auch, erwartet. Wir erhalten kleine chilenische Erfrischungen zum kosten.

Restaurant Fogon Restaurant FogonRestaurant Fogon Restaurant Fogon

Danach fahren wir durch Puerto Aisén, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

Aysen

Aysen AysenAysen AysenDas Gefängnis (oben links).
Die Kleinhäuser (unten) werden von der Regierung gebaut und den Einwohnern günstig übergeben.

Aysen Aysen

Wir kommen zurück zum Hafen Puerteo Chacabuco, wo die Norwegian Sun vor Anker liegt.

Puerteo Chacabuco

Mit welchem Boot sollen wir übersetzen?

Puerteo Chacabuco Puerteo Chacabuco Puerteo Chacabuco

Die Fahrt durch die Fjorde geht weiter.

Puerteo Chacabuco Puerteo Chacabuco

 

Donnerstag, 14. März 2019, Puerto Montt

Das Reiseprogramm preist den heutigen Ausflug mit "Puerto Montt ist das Tor zu Chiles berühmtem Seengebiet. Ein Tagesausflug führt Sie zu den beeindruckenden Petrohué Wasserfällen mit malerischem Ausblick auf den schneebedeckten Vulkan Osorno." an.

Chilenisches Seengbiet Chilenisches Seengbiet

Bevor wir zum "Early bird breakfast" gehen, werfen wir einen Blick nach draussen.

Puerto Montt

Nach dem Übersetzen mit den Beibooten werden wir willkommen geheissen und verführt; für Alkohol ist es definitiv noch zu früh, wenn auch wir für Wasser sparen sind.

Puerto Montt Puerto Montt

Harriete, unsere Reiseleiterin vor Ort mit deutschen Wurzeln, begrüsst uns und führt uns zum Bus.

Puerto Montt

Bei der Kirche Capilla Santa Cruz in Los Riscos am Lago Llanquihue halten wir an.

Puerto Montt Puerto Montt Puerto Montt

Bevor wir den Chip unserer Kameras mit zu vielen Fotos der Kirche belegen, erinnern wir uns an den wirklichen Grund des Anhaltens: "Das alte Haus von Rocky Docky hat vieles schon erlebt. Kein Wunder dass es zittert, kein Wunder dass es bebt ..."

Kolonialhaus

Ein altes Kolonialhaus; das stilvolle Holzschindelhaus ist von einem deutschen Auswanderer errichtet worden.

Kolonialhaus

Die Chilenen lieben Kuchen und das Wort gehöre heutzutage zum chilenischen Wortschatz; es würde zudem wie das deutsche Kuchen ausgesprochen.

Wir fahren weiter, bis plötzlich eine Aufregung im Bus entsteht: die einen, die links sitzen, sehen ihn bereits, die anderen, die rechts sitzen,hingegen fragen, um was es gehe ... der Vulkan Osorno.

Vulkan Osorno

"Der Osorno ist ein 2'652 m hoher Vulkan. Er liegt in der Región de los Lagos (Region X) einige Kilometer östlich des Llanquihue-See. Er gilt als kleiner Fuji Chiles. Der Osorno ist eines der beliebtesten Touristenziele Chiles. Im Juli 2018 wurden am Osorno und am Cordón Caulle verstärkte Erdstösse festgestellt, für die Umgebung beider Vulkane wurde gelber Alarm ausgelöst."
Ist ja klar, dass wir diese Naturschönheit bei jeder sich bietenden Gelegenheit, bei jedem Halt, aus allen Blickwinkeln, abknipsen.

Vulkan Osorno

Vulkan Osorno Vulkan OsornoVulkan Osorno

Vulkan Osorno Vulkan OsornoVulkan Osorno

Vulkan Osorno Vulkan Osorno Vulkan Osorno

Vulkan Calbuco"Der Vulkan Calbuco, ein 2003 m hoher, aktiver Vulkan, bekommen wir nicht zu Gesicht; er ist hinter Wolken versteckt. Der Calbuco ist seit 1837 zehnmal ausgebrochen. Vor dem grossen Ausbruch im April 2015 hatte es zuletzt am 26. August 1972 einen kleineren, vier Stunden dauernden Ausbruch gegeben."

Wir machen Halt bei den Saltos de Petrohué. Eine Ansammlung von Stromschnellen und Wasserfällen im Río Petrohué, welche von der abfliessenden Lava des Vulkans Osorno geschaffen wurden.

Petrohué PetrohuéPetrohué

Petrohué

Bei einem anderen Halt treffen wir auf Lamas. Wieso die Grimassen?

Lama

Lama LamaLama

Puerto VarasZum Schluss unseres Ausfluges besuchen wir die Stadt Puerto Varas, die Stadt der Rosen, so genannt wegen ihrer enormen Fülle an Rosensträuchern.
Puerto Varas"Puerto Varas liegt am Südufer des Llanquihue-Sees. Mit rund 860 Quadratkilometern ist er der zweitgrösste See Chiles. An der nordöstlichen Seeseite liegt der Volcán Osorno mit seinen 2652 Metern Höhe. 1552 erreichte Pedro de Valdivia den Llanquihue-See. Ab 1846 besiedelten deutsche Einwanderer die Gegend um den See. Puerto Varas wurde am 27. Juni 1854 gegründet und erhielt am 30. Oktober 1897 Stadtrechte. Noch heute sind viele Spuren deutscher Einwanderer vorzufinden."
Wir besichtigen die Stadt selber; so spazieren wir zuerst an der Strandpromenande entlang und später besuchen wir den kleinen Kunsthandwerksmarkt in der Nähe des Plaza Central.

Puerto Varas Puerto VarasPuerto Varas Puerto Varas

"Escultura de la princesa Licarayén en La Puntilla" (Skulptur von Prinzessin Licarayén in La Puntilla).Puerto Montt

Wir fahren zurück. Als wir im Hafen in Puerto Montt ankommen stellen wir fest, dass wir nicht die einzigen sind, die zurück aufs Schiff wollen. Anstehen ist angesagt. Der Grund ist die Body- und Gepäckkontrolle durch den Chilenischen Zoll. Da noch genügend Zeit verbleibt, kommen alle rechtzeitig zurück an Bord, so dass die Norwegian Sun um 18 Uhr loslegen kann.

Puerto Montt

 

Freitag, 15. März 2019, An Bord

Norwegian SunDer fünfte und letzte Seetag steht an.Norwegian Sun

Ausspannen. Alles kann nichts muss. Sünnele. Lesen. Keine Fixpunkte. Keine? Was ist mit Isabella's Ausschiffungs Informationen, zudem weiss ich immer noch nicht, wie Bohnensäcke Werfen geht, dem Abschiedsapéro und dem gemeinsamen Abendessen?

Das "Freesytle Daily", welches uns jeweils in unsere Kabine gelegt wird, ist wieder reich befrachtet mit Informationen und Aktivitäten.

Norwegian SunNach dem späten Frühstück gehen wir in den Bali Room. Isabella vermittelt uns Informationen zur morgigen Ausschiffung, die die ganze Gruppe betrifft. Die ganze Gruppe? Nein! Wie heisst es jeweils zu Beginn in den Asterix-Heften? "Wir befinden uns im Jahre 50 v.Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt... Ganz Gallien? Nein!" So ist es auch hier, Maja und Hanspeter bleiben auf dem Schiff; die beiden fahren mit der Norwegian Sun weiter, durch den Panama Kanal bis nach Miami. Sie sind aber bei der Info dabei, so können sie sich schon mal vorbereiten.

Danach gehen wir aufs Sonnendeck, das schon recht belebt ist. Im Schatten ist Norwegian Sunes (zu) kühl, so lege ich mich auch in die Sonne, neben Silvia, Marianne und Hans. Lesen. Dösen. Plötzlich werde ich hellwach, erinnere mich an den Termin, schaue auf die Zeit. Mist, das kann doch nicht sein, der sportliche Wettkampf hat bereits begonnen. Ich sage zu den dreien, dass ich mindestens schauen gehen will, was ich seit dem ersten Seetag machen wollte ...
"Bean Bag ist ein englischer Begriff („Bohnensack“ oder „Bohnenbeutel“) und bezeichnet im Allgemeinen einen Sack, der mit kleinteiligen Materialien (ursprünglich mit getrockneten Bohnen) gefüllt ist. Bean Bag ist ein in den USA entstandenes Wurfspiel (dort auch bekannt als „Cornhole“), das meist draussen gespielt wird. Ähnlich dem Hufeisenspiel geht es darum, kleine Bohnensäcke in ein Ziel zu werfen. Dabei gilt es, vier Bags so zu werfen ('Toss'), dass sie in dem Loch eines gegenüber befindlichen Boardes landen. Es wird abwechselnd geworfen, jedes Team hat 4 Bags."

Norwegian Sun

Norwegian Sun

Um halb acht treffen wir uns in der Spinnaker ounge zum Abschiedsapéro. Danach gehen wir alle gemeinsam zum Abendessen ins Seven Seas, wo Isabella zwei grosse Tische für uns reserviert hat.

Seven Seas

 

Samstag, 16. März 2019, Ausschiffung, San Antonio, Valparaiso, Santiago de Chile

San AntonioBereits um 7.30 Uhr müssen wir mit allem Gepäck in der Bliss Lounge auf Deck 6 sein. Der Wecker weckt uns deshalb sehr früh; fertig packen und zu einem schnellen Frühstück. Isabella hat Informationen erhalten, dass unser morgiger Flug von Air France gestrichen worden sei; genauere Informationen hat sie aber noch nicht. Das löst keine Begeisterung in der Gruppe aus; Hypothesen werden konstruiert, von wegen Boeing 737 Max (gemäss Flugplan sollten wir jedoch mit einer "Triple Seven"). Als ich beim Espresso bestellen meine Karte abgeben muss, merke ich erst später vor der Kabinentür, dass ich meinen Batch nicht mehr habe. Zurück zum Frühstückstisch. Suchen. Nichts. Ausgerechnet heute! Wo die Zeit knapp ist. Also runter zur Rezeption und eine neue FreestyleCard ausdrucken lassen; die alte sei nun gesperrt, wird mir gesagt. Als wir in der Lounge Isabellas Truppe treffen, gibt mir Heidi meine Karte zurück; der Kellner habe sie ihr gegeben. Wir verabschieden uns von Maja und Hanspeter; nun sind wir noch 19.

Wir gehen zum Ausgang und ich strecke die alte Karte hin und siehe da, das Besatzungsmitglied ist nicht einverstanden und brummelt etwas. Da zeige ich ihm die neue Karte, die ist für ihn okay; es hat also mit dem Sperren geklappt.

San Antonio San Antonio

Da ich für eine Vogelperspektive des Hafens keine Drohne hochsteigen lassen kann - ich habe keine dabei, besitze auch keine - begnüge ich mich mit dem fotografieren einer Luftaufnahme.

San Antonio San Antonio

Nach einigem Suchen und Warten treffen wir den lokalen Reiseführer: Oliver, ein ausgewanderter Hannover, der seit vielen Jahren in Chile lebt, mit einer Chilenin verheiratet war und Kinder hat. Er weiss sehr viel über das Land, die Gegend, spricht aber auch viel. Zuerst fahren wir nach Viña del Mar, in der Agglomeration Valparaíso, der viertgrössten Stadt des Landes. Die an einer Bucht des Pazifiks gelegene Stadt gilt als mondäner Urlaubsort. Wir besichtigen den Palacio Rioja, einem Prachtbau im französischen Stil, 1907 vom chilenischen Hochadel Fernando Rjoja gebaut.

Palacio Rioja

Bei nächsten Halt schlägt mein Herz höher.

Rapa Nui Rapa Nui

Beim Museum für Archäologie und Geschichte befindet sich diese riesige, echte, steinerne Moai-Statue von Rapa Nui (Osterinsel; noch eine offene Wunschdestination meinerseits). Ausserhalb der Osterinsel gibt es nur zwei Exponate, hier und im Britischen Museum in London. "Moai are family: Easter Island people to head to London to request statue back. Delegation from island, backed by Chilean government, will ask for return of statue British Museum acquired in 1869. (The Guardian, John Bartlett, Fri 16 Nov 2018)".

Danach fahren wir nach Valparaiso.
"Valparaíso, eine Hafenstadt mit über 1/4 Million Einwohnern. Die Stadt ist Sitz des chilenischen Kongresses. Valparaíso liegt an einer nach Norden offenen Bucht des Pazifischen Ozeans. Der Hafen ist einer der bedeutendsten des Landes. Der Charakter der Stadt gilt als weltberühmt und ist Inhalt zahlreicher literarischer, musikalischer und künstlerischer Interpretationen. Die Stadt gilt als kulturelle Hauptstadt Chiles. Im Juli 2003 wurde der historische Stadtkern mit seiner Architektur aus dem 19. und 20. Jahrhundert von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt."
Wir fahren mit dem Bus auf einen der vielen Hügel, es gibt deren über vierzig; danach sind wir zu Fuss unterwegs. Die bunten Häuser, die an steilen Hügel kleben, wirken zum Teil für mich wie Spielzeughäuser die aus einer Box gefallen sind, wie ein organisiertes Chaos, aber doch schön anzusehen!

Valparaiso ValparaisoValparaiso

Valparaiso Valparaiso

Wir bummlen durch die Strassen und Gässchen, Hügel rauf und runter: Die Flut von bunten Bildern ist mannigfaltig, beeindruckend, reizvoll schön.

Valparaiso Valparaiso Valparaiso ValparaisoValparaiso

Valparaiso

Valparaiso

Valparaiso ValparaisoValparaiso

Valparaiso

Valparaiso ValparaisoValparaiso

Valparaiso ValparaisoValparaiso ValparaisoValparaiso ValparaisoMuseo Maritimo Museo Maritimo

In der Nähe vom Museo Maritimo haben wir einen schönen Ausblick auf den Hafen.

Valpariso

Valpariso Valpariso

Valparaíso trägt das Paradies bereits im Namen, zu Recht. Wir schlendern weiter durch Enge Gassen, über Treppen und Plätze und bestaunen die mit Wandmalereien geschmückten bunten Häuserfassaden.

Valparaiso

Valparaiso ValparaisoValparaiso

Valparaiso

Valparaiso Valparaiso Valparaiso

"Valparaíso ist auch bekannt wegen den Standseilbahnen. 1883 wurde die erste Seilbahn in die hoch am Hang gelegenen Viertel eröffnet, in den 1920er Jahre waren es bereits über 30. Heute gibt es noch 15 der traditionellen „Ascensores“, wie die Bewohner von Valparaíso ihre Seilbahnen nennen. Davon sind allerdings nur neun in Betrieb."
Klar machen auch wir eine Fahrt mit einer dieser Seilbahnen.

Valparaiso

Valparaiso ValparaisoValparaiso

Valparaiso Valparaiso

Zum Schluss laufen wir zum Plaza Sotomayor mit dem "Armada de Chile", dem Hauptquartier der chilenischen Marine sowie dem Denkmal Monumento a los Héroes de Iquique. "Das Denkmal erinnert an die während des Pazifischen Krieges von 1879 gefallenen Soldaten, in dem Chile gegen Bolivien und Peru kämpfte. Gekrönt wird das Denkmal von einer Statue des Kriegshelden Arturo Prat und in einer Gruft unterhalb des Sockels lagern seine sterblichen Überreste."

Valparaiso ValparaisoValparaiso

Wir laufen zum Bus und starten die Fahrt nach Santiago de Chile.
"Santiago de Chile, offiziell und kurz Santiago, ist die Hauptstadt und Primatstadt von Chile. Das Stadtgebiet ist Valparaiso - Santiago de ChileTeil der Hauptstadtregion (Región Metropolitana), die neben der Provinz Santiago weitere fünf Provinzen umfasst. Im städtischen Siedlungsgebiet (área urbana) lebenüber 5,2 Mio. Menschen, in der gesamten Región Metropolitana sind es über 7,1 Mio.. Damit leben etwa 44 Prozent aller Chilenen in der Hauptstadt oder in ihrer direkten Umgebung. Santiago heisst eigentlich nur die Gemeinde, die das Stadtzentrum und das Regierungsviertel umfasst. Die Stadt ist das unbestrittene politische Zentrum Chiles, auch wenn das chilenische Parlament, der Congreso Nacional (Nationalkongress), in Valparaíso tagt. Santiago ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt sowie das bedeutendste Wirtschafts- und Kulturzentrum von Chile mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern. Die bedeutendsten Unternehmen Chiles haben ihren Sitz in Santiago, ebenso viele ausländische Dependancen. Die Hauptstadt ist auch das Medienzentrum des Landes."

Air FranceIm Bus telefoniert Isabella mit dem lokalen Reisebüro und lässt alle Namen für den geplanten Flug prüfen. Die Bestägigung: ausser Marianne und Hans, die Business gebucht haben, können wir morgen nicht via Paris nach Zürich zurückfliegen. Wir wurden auf den Flug zwei Tage später umgebucht. Da wir nun Gewissheit haben, nehmen es alle mehr oder weniger locker. Wir können sowieso nichts daran ändern; freuen wir uns dafür auf die zwei zusätzlichen Tage in Santiago de Chile. Während dem Vormittag habe ich eine SMS von Air France erhalten.

Santiago de ChileIn Santiago angekommen, fahren wir direkt zum Parque Metropolitano de Santiago, welcher auf einem Hügel über der Stadt liegt. Von hier aus geniessen wir die Aussicht über die Stadt, auf die Hochhäuser und haben eine eingeschränkte Weitsicht in die hohen Berge im Hintergrund, die Hochkordillere, deren Gipfel bis zu 5'000 Meter hoch liegen.

Santiago de Chile

Der Gran Torre Santiago (rechts im Bild) ist mit 300 Metern das höchste Gebäude Südamerikas.
"Der Turm hat 62 Etagen mit 128'000 Quadratmeter Nutzfläche für Büros. Der Architekt César Pelli (u. a. bekannt für Petronas Towers) hat das Gebäude entworfen. Der Bau des Gebäudes begann im Jahr 2006. Aufgrund der internationalen Wirtschaftskrise mussten die Bauarbeiten im Januar 2009 eingestellt werden, sie wurden jedoch im Dezember 2009 wieder aufgenommen. Dadurch verzögerte sich die Fertigstellung von 2011 auf 2014; im Frühjahr 2014 wurde das Bauwerk dann in weiten Teilen fertiggestellt. Die Sky Costanera ist die Aussichtsplattform und eine Attraktion für die Besucher auf den Etagen 61 und 62 des Turms. Sie wurde am 11. August 2015 eröffnet und verfügt über einen verglasten Boden mit einem 360 ° Rundblick auf Santiago. An klaren Tagen kann man bis zu 50 km weit sehen, das heißt jedes Ende der Stadt (einschließlich der Flugzeuge beim Start auf dem Flughafen Santiago de Chile)."

Santiago de Chile Santiago de ChileSantiago de Chile

Danach fahren wir endlich - es war ein sehr langer Tag - zu unserem Hotel San Francisco Plaza. Wir werden mit einem Pisco Sour und einer Arte Krapfen willkommen geheissen.

Sur PatagonicoIsabella schlägt vor, gemeinsam ins ausgeprägte Nachtleben-Quartier Bellavista zu laufen, dort finde man von gemütlichen Bars über kleine Eckkneipen bis zu köstlichen Restaurants alles. Alle kommen mit. Wir merken aber, dass es unmöglich ist, verschiedene Vorlieben, und grosse Gruppe, ein Restaurant für alle zu finden. So splittet sich die Gruppe in Grüppchen auf. Zusammen mit Marianne und Hans gehen Silvia und ich ins Sur Patagonico essen. Es ist unser Abschiedsessen mit den beiden, fliegen sie doch morgen wie geplant zurück in die Schweiz.

Auf dem Nachhauseweg entdecken wir, dass es auch noch andere Verpflegungsmöglichkeiten gegeben hätte ...

Santiago de Chile

 

Sonntag, 17. März 2019, Santiago de Chile, statt heimreisen

Isabella schlug vor, heute zu Fuss eine Stadterkundung machen, und Oliver hat sich bereit erklärt, diese zu führen. So treffen sich alle um 10 Uhr in der Lobby zu dieser improviserten Tour. Wir beginnen mit der Kirche San Francisco, nur ein paar Meter neben unserem Hotel.
"Der imposante Sakralbau aus dem 16. Jahrhundert der Iglesia de San Francisco (Kirche des heiligen Franziskus) präsentiert eine Auswahl von religiösen und kolonialen Kunstwerken. Mit dem Bau der Kirche wurde Ende des 16. Jahrhunderts begonnen. Die Weihe fand 1622 statt. Als das älteste noch vorhandene Bauwerk der Stadt wird sie als Wahrzeichen von Santiago betrachtet."

Iglesia San Francisco Iglesia San Francisco

Die massiven Steinmauern haben mehreren starken Erdbeben widerstanden. Auffällig ist die mit Blumenmotiven verzierte Holzdecke.

Iglesia San Francisco Iglesia San Francisco

"Im Altarraum befindet sich eine geschnitzte Ikone der Virgen del Socorro (Unserer lieben Frau der immerwährenden Hilfe). Die Ikone gehörte einst Pedro de Valdivia, dem Gründer von Santiago, der der Überzeugung war, sie hätte ihn während seiner Kreuzzüge beschützt."

Danach gehts weiter an imposanten Gebäuden wie (im Uhrzeigersinn): "Municipal de Santiago - Opera Nacional de Chile", "Museo de Santiago - Casa Colorada", "ex Congreso Nacional de Chile" (ehemaliger Nationale Kongress) und "Corte Suprema de Justicia" (der oberste Gerichtshof von Chile).

Santaigo de ChileSantaigo de ChileSantaigo de ChileSantaigo de Chile

Wir gelangen zum Plaza de Armas mit dem Denkmal von Pedro de Valdivia, dem Gründer von Santiago und erstem amtierenden Gouverneur Chiles.

. Santiago de Chile Plaza de ArmasSantaigo de Chile

Wir besuchen kurz die Metroplitan Kathedrale.
"Die Santiago Metropolitan Cathedral ist der Sitz des Erzbischofs von Santiago de Chile und das Zentrum der Erzdiözese Santiago de Chile. Der Bau der neoklassizistischen Kathedrale begann 1748 und endete 1800."

Santiago Metropolitan Canthedral Santiago Metroplitan CathedralSantiago de Chile Santiago de Chile

Vor dem nächsten Besuch warnt uns Olivier, es könnte ungewohnt riechen und der Boden glitschtig sein, durch das geschmolzene Eis, auf dem die Fische und Meeresviecher liegen. Wir besuchen den Mercado Central, Chance für die Sinne, in den reichhaltigen Potpurri der chilenischen Küche einzutauchen. Seit 1872 gehört dieser hektische und farbenfrohe Ort zum Einkaufserlebnis des täglichen Lebens von Santiago; von Früchten und Gemüsen bis zu den Köstlichkeiten die das Meer bietet.

Santiago de Chile Santiago de ChileSantiago de Chile Santiago de Chile

Nach 2 1/2 Stunden kommen wir zurück zum Hotel. Wir verabschieden uns von Marianne und Hans, die bald den Transfer zum Flughafen haben; nun sind wir noch 17 ...

Santiago de Chile

Silvia und ich bummeln weiter durch die Stadt. Statt über die Strasse zu gehen, benutzen wir diesmal die U-Bahn-Station um auf die andere Strassenseite zu gelangen.

Santiago de Chile Santiago de Chile

Wobei, über die Strasse zu gehen ist noch amüsant, kennen doch die grünen Männchen in den Ampeln verschiedene Tempi und laufen in den letzten Sekunden immer wie schneller.

Eigentlich haben wir Hunger, wir können uns bei dem Angebot an Fast Food aber nicht entscheiden.

Santiago de ChileSantiago de Chile Santiago de Chile
Santiago de Chile Santiago de Chile

Für den Abend haben wir mit Ernst und Hans abgemacht. Wir gehen ins El Galeon beim Fischmarkt essen und verbringen einen gemütlichen Abend mit den beiden Bärnern.

El Galeon

 

Montag, 18. März 2019, Santiago de Chile, statt heimreisen

Uns geht es wie den "Zehn kleinen ...", unsere Gruppe wird immer wie kleiner: Heute verabschieden sich Erika und Christina, sie fliegen nach Buenos Aires und von dort mit Edelweiss direkt in die Schweiz. Gertud und Josef werden von ihrem Sohn abgeholt, der mit seiner Familie in Chile lebt, und verbringen Zeit mit der Familie. So sind wir noch 13 ... Alle haben für die von Isabella organisierte Weingutbesichtigung am Nachmittag zugesagt.

Nach dem Frühstück gehen Silvia und ich weiter auf Entdeckungstour.

Santaigo de Chile Santaigo de Chile

Die beiden Fahrzeuge wirkend beklemmend. Sie stehen in der Nähe vom Präsidentenpalast La Moneda, dem Sitz der chilenischen Regierung.

Santiago de Chile Santiago de Chile

Beim Anblick dieser bei uns nicht mehr angebotenen Dienstleistung diskutieren Silvia und ich über einen möglichen Businessplan ...

Santiago de Chile Santiago de Chile

Zeit für eine Kaffeepause. Bei Starbucks wird man ja bei der Bestellung nach dem Namen gefragt. Da ich nicht davon ausgehe, dass die Mitarbeiter "Ueli" schreiben und aussprechen können, kommt mir spontan die spanische Form vom Namen meines Bruders in den Sinn. Beim geniessen des Chai-Latte beobachten wir einen Arbeiter der eine Strassenlampe putzt. Das sehr lange Wischen wird zum Schluss mit einem Selfie abgeschlossen. Mmh, werden bei uns die Lampen auch gereinigt, oder übernimmt das der Regen?

Santiago de Chile Santiago de Chile

Frisch gestärkt gehts weiter durch die autofreie Fussgängerzone.

Santiago de Chile Santiago de Chile Santiago de Chile

Um zwei Uhr kommt unser Kleinbus. Wir fahren zur Stadt hinaus, 50 Km südwestlich von Santiago de Chile, zum Weingut Undurraga (1882 gegründet).
"Als erste Weinkellerei in Chile wurden von der Firma ab 1903 Weine in die USA exportiert. Im Jahre 1995 erfolgten riesige Investitionen in Kellerei und neue Anpflanzungen von Reben. Der Weinkeller umfasst 3'000 Fässer. Es wird eine Vielzahl von Weinen aus Cabernet Sauvignon, Carmenère, Chardonnay, Gewürztraminer, Merlot, Pinot Noir, Riesling, Sauvignon Blanc, Sémillon und Syrah erzeugt. Jährlich werden rund 2,5 Millionen Kisten Wein erzeugt, davon werden 60% in 50 Länder exportiert."

Undurraga

Undurraga Undurraga

Von einem jungen Mitarbeiter werden wir zuerst durch die Plantagen geführt, wo die verschiedenen Trauben probiert werden dürfen.

Undurraga UndurragaUndurraga Undurraga

Die Ernte (Jahrgang 2019 kann schon bald getrunken werden) hat begonnen; so sehen wir ein paar der Produktionsschritte.

Undurraga UndurragaUndurraga UndurragaUndurraga

Und ja, zum Abschluss der Besichtigung dürfen wir auch den Wein verkosten.

Undurraga Undurraga

Barrio BellavistaWir fahren zurück und kommen rechzeitig, für meine gebuchte Massage um 18 Uhr, im Hotel an.

Zum letzten Abendessen in Santiago de Chile gehen Silvia und ich mit Isabella nochmals in lebendige Viertel Barrio Bellavista. Diesmal essen wir auf der Terrasse des Casa Lastarria.

Zurück im Hotel treffen wir auf die anderen. Wir schliessen uns ihnen zum Schlummerbecher an.

 

Dienstag, 19. März 2019, Santiago de Chile, Abreise, Heimreise

Den Abreisetag gehen wir sehr gemütlich an. Beim Frühstücken verabschieden sich Erika und Fredy, die noch einDelta Sky Club paar Tage in Chile und Argentinen verbringen werden; dann warens nur noch 11 ... Zurück ins Zimmer zum Koffer packen und vor 12 Uhr auschecken. Der Transfer zum Flughafen ist auf 12.45 Uhr angesetzt.

Im Flughafen machen wir es wie Anna-Kristina und Anders und buchen für uns auch Upgrades in die Business Class für den Flug nach Paris.

Delta Sky Club Delta Sky Club

Irgendeinmal ist es Zeit für das Boarding. Wir richten uns ein und machen uns mit dem Unterhaltungssystem vertraut.

Air France Air France

Danach geniessen wir die Annehmlichkeiten, von der Vorspeise bis zum Dessert.

Air France Air France

 

Mittwoch, 20. März 2019, Paris, Zürich, Heimreise, Ankunft

Um 10.45 Uhr endet Flug AF 401 mit der Landung in Paris. Die anderen können hier nun auch das Problem des späten Anschlussfluges nach Zürich lösen. Um 13 Uhr startet unser Weiterflug und um 14.15 Uhr landen wir in Zürich. Nun heisst es Abschied von allen nehmen, und dann sind wir noch zwei ... Silvia und ich werden in einem nigelnagelneuen Auto abgeholt und nach Hause chaffiert; danke Pascal.

 

Adios sudamerica!

 

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