Ueli Meyes

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Ueli goes northlands ...

 

Nordkap Nordkap Nordkap

16. Juni - 22. Juli 2021

Nordkap

"Das Nordkap (norwegisch Nordkapp) ist ein ins Nordpolarmeer hineinragendes Kap an der Nordseite der norwegischen Insel Magerøya. Es liegt in der nach ihm benannten Kommune Nordkapp auf 71° 10' 21'' nördlicher Breite, 514 Kilometer nördlich des Polarkreises und rund 2100 Kilometer südlich des Nordpols. Das Nordkap ist seit 1999 der nördlichste vom Festland aus auf dem Strassenweg erreichbare Punkt Europas und mit seinem Wahrzeichen, dem Globus, ein bedeutendes touristisches Reiseziel."

Nordkap

 

Inspiration - Motivation

Bereits im Jahr 2016, dem ersten Jahr nach meiner Frühpensionierung mit genügend Zeit, stand diese Tour bei mir an. Nachdem ich die Route definiert hatte, wandte ich mich den klimatischen Herausforderungen zu und ... die zu erwartenden Temperaturen ganz im Norden - macht Töff fahren bei 13° noch Spass? - liessen mich das Projekt abbrechen. Zwischenzeitlich - „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ - mit Himalaya- (Ladakh) und Wüsten- (Iran) Erfahrung "gestählt", und mit mehr Selbstvertrauen ausgerüstet, will ich dieses Abenteuer angehen. Nach meinen Eltern (Hurtigrouten-Postschiff-Kreuzfahrt) und meinem Sohn Daniel (Velo Abenteuer, 2006) wäre ich ein weiterer Meyes der am Nordkap steht ...

 

Vorbereitung

Als erstes suche ich in meinen Dateien und werde mit "Nordkap 2016.Backup" fündig. Danach starte ich Garmin BaseCamp und importiere die gefundene Datei. Nachdem ich mir bei der damals definierten Route einen Überblick verschafft habe, beginne ich die einzelnen Etappen zu googlen, mache mir Notizen über "must-sees", eröffne in Word eine neue Datei "Reiseverlauf" und beginne, die Route, zum Teil mit neuem Streckenverlauf, zu Nordkap Routedefinieren und beschreiben.

Die Strecke Lörrach-Hamburg möchte ich mit dem Autozug zurücklegen, weshalb ich mit den zur Verfügung stehenden Nachtzügen den Beginn und das Ende der Reise fixiere. Von Hirtshals Havn, im Norden von Dänemark, werde ich mit einer Fähre nach Norwegen übersetzen. Beim Auskunden der Möglichkeiten sehe ich, dass von diesem Hafen aus auch Fähren nach Seyðisfjörður (Island) mit Zwischenhalt in Tórshavn, der Hauptstadt der Färöer, ablegen. Ein Abstecher auf beide Inseln wäre reizvoll, fällt aber, nach erfolgter kurzer Planerei, aus Zeitgründen weg. Aber die Färöer-Inseln sollten drinliegen.

Einige (viele) Tage später, der "Reiseverlauf" ist zwischenzeitlich auf 15 Seiten angewachsen, steht das Routing, aufgeteilt in 39 Teil-Routen. Im "Reiseverlauf" stehen nebst den Distanzen auch die Fährzeiten, die gebuchten Hotels (ohne Vorauszahlung und mit Stornierungsmöglichkeit) sowie Sightseeings. Rund 8'800 Km (ohne Färöer) warten auf mich ...

Nordkap Route

 

Motorrad AusrüstungMotorrad AusrüstungZu den weiteren Vorbereitungen gehört das Überprüfen meiner Ausrüstung. Diese Reise wird die Längste mit meinem eigenen Motorrad sein, deshalb ergänze ich meinen bestehenden Tankrucksack und die beiden Buffalo SatteltaschenMotorrad Gepäck von HEPCO & BECKER mit einer leuchtgelben, wassserdichten und 60 l grossen Motorrad GepäckHecktasche von SW-MOTECH.

Um gegen die tiefen Temperaturen gewappnet zu sein, kaufe ich wärmende Unterziehhandschue, lange Thermo-Unterhosen sowie Merino-Wollsocken.

Mein Helm ist in die Jahre gekommen - habe ihn auf der Rückreise von meiner Baltikum & Finnland Tour in Hamburg gekauft - eine Neuanschaffung ist deshalb kein Luxus. Da ich mit meinem Schuberth C3 sehr zufrieden Motorrad Gepäckbin, will ich bei dieser Marke bleiben. Der Klapphelm Schuberth C4 spricht Motorrad Gepäckmich an: "Er ist unbenommen einer der komfortabelsten Helme, den Schuberth je entwickelt hat. Mit einer innovativen Innenausstattung. Und mit einem überarbeiteten Akustik- und Passformkonzept, das Massstäbe setzt in Sachen Komfort und Motorrad GepäckGeräuschdämpfung. Getestet im firmeneigenen Windkanal. "Das Nachfolgemodell "C4 Pro" ist bereits für das Kommunikationssystem "SC1 Standard" vorbereitet: Die Kommunikationseinheit wird in die Helmschale geklinkt und ist somit voll im Helm integriert. Mikrofon und Lautsprecher sind bereits serienmässig vorinstalliert. Damit mache ich einen technischen Sprung vorwärts: Navigieren nun mit Ansage, zudem ist telefonieren möglich oder Musik geniessen. Ich entscheide mich für das Modell "Schuberth C4 Pro Magnitudo Yellow"; sollte mal das Navi versagen, kann ich immer noch mit der Karte auf dem Helm meinen Weg finden ...

Natürlich lasse ich meine Kawa noch fachmännisch checken und, angesichts der vielen Kilometer, die da abgefahren werden wollen, neue Pneu aufziehen. Zudem gibt es neue eine Halterung am Lenker für mein iPhone.

 

Pre-realization - zwischen vermeintlich beendeter Vorbereitung und Verwirklichung

Ein Hotel schreibt mir, dass sie ihren Betrieb schliessen, ob ich auch an einer Unterkunft ohne Frühstück interessiert sei. Nein, bin ich nicht. Ein anderes Hotel hat den Namen gewechselt. Nun, solche Änderungen in meiner detaillierten Routenplanung anzupassen sind ein Klacks.

Eine grössere Herausforderung ist "We are contacting you concerning the trip you have booked on the Geirangerfjord Cruise this coming June. Due to the ongoing pandemic, the Geirangerfjord Cruise will be operating on a reduced schedule. You have received this email because your departure time is no longer available. If you would like to change to another departure, please read the timetable attached and choose a time from there ...". Wenn ich die spätere Fähre nehme, komme ich für meinen Geschmack zu spät im Hotel an. Bevor ich die frühere Fähre aber buchen kann, muss ich die Anfahrtsstrecke nach Hellesylt am Geirangerfjord kürzen, sonst schaffe ich das zeitlich nicht.

Erstmals kommen bei mir Zweifel an der Umsetzung meines Vorhabens auf, als ich diese Mitteilung bekomme: "Vor einem Jahr hätten wir alle sicher nicht gedacht, dass das Corona-Virus uns so nachhaltig und mit solch großen Einschränkungen in unserer gesamten Lebensgestaltung beeinflusst ... Eine Erholung und Gewährung von freizügigen Reiseregelungen scheint im Frühjahr nicht in Sicht, so dass wir uns mit Blick auf das Reiseumfeld und aber vor allem auch mit wirtschaftlichem Blick auf unsere Züge dazu entschließen mussten, einzelne Züge aufgrund ihrer aktuellen Buchungslage und der noch zu erwartenden Entwicklung aus unserem Programm zu nehmen ... Leider ist auch das Buchungsaufkommen für den von Ihnen gebuchten Zug so gering, dass eine wirtschaftliche Durchführung der Fahrt nicht erreicht werden kann. Vielleicht sind Sie in Ihren Reiseplänen in diesem Jahr ja auch noch flexibel. Dann bieten wir Ihnen an, zu prüfen, ob eine Umbuchung der betroffenen Fahrt auf einen anderen Zug in unserer Saison möglich ist." Nein, bin ich nicht.
Und nun? Es bleiben das Aufgeben oder die Strecke Lörrach-Hamburg selbst zu fahren. Statt am Donnerstagnachmittag lege ich den Start neu auf Mittwochmorgen fest. Statt der 388 Km bis zu meinem ersten Ziel, Billund in Dänemark, werden es nun 1'197 Km sein. Das Blochen auf der Autobahn durch Deutschland löst keine Vorfreude aus, aber besser als die Freude auf dieses Töff-Abenteuer vollständig zu begraben. Mit den Änderungen erhöht sich die Gesamtdistanz (ohne Färöer) der 37-tägigen Reise auf rund 9'500 Km ...

Die Stimmen aus meinem Umfeld, ich könne wegen den Reiserestriktionen der einzelnen Länder meine Reise sowieso nicht antreten, ignoriere ich lange ... bis auch bei mir Zweifel an der Zuversicht zu nagen beginnen. Aber meine zwischenzeitlich erhaltenen Covid-19-Impfungen stärken nicht nur mein Immunsystem, sondern auch meinen Optimismus.
Die News Anfang Mai aus Deutschland und Dänemark weisen in die richtige (Reise-) Richtung. Nun fehlen noch die entsprechenden Lockerungen der Reisebeschränkungen für Norwegen, Finnland und Schweden. Kari vom Kviknes Hotel in Balestrand (N) schreibt mir: "Hi Ueli, thay is great. They have started talking about opening the borders to those fully vaccinated so hopefully this regulation will be in place in June. Med ynskje om ein fin dag" ...

 

Verwirklichung

CoronaAm 19. Mai 2021 entscheide ich mich schweren Herzens, diese Tour nicht zu machen und die gebuchten Leistungen zu stornieren. Einmal mehr hindert mich COVID-19 an einer Reise. Wegen dem Corona-Virus sind die Grenzen von Norwegen, Schweden und Finnland für Touristen noch immer geschlossen. Da ich an einem Plan B zu arbeiten begonnen habe, kann ich nicht bis kurz vor dem geplanten Start zuwarten um zu schauen, ob die geschlossenen Grenzen nun geöffnet sind.
Meine Kawasaki ist für die verschiedenen Vorbereitungen und Aufrüstungen noch in der Werkstatt und weiss noch nichts von der Absage ...

 

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