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Karibische Inseln

Rund um Südamerika

Karibische Inseln

14. Februar - 3. März 2020

"Die Karibik ist eine Region im westlichen, tropischen Teil des Atlantischen Ozeans nördlich des Äquators. Als Teil des mittelamerikanischen Subkontinents besteht sie aus den am und im Karibischen Meer gelegenen Inseln und Inselgruppen und dem Meeresgebiet zwischen ihnen. Am Westende reicht die Karibik in den Golf von Mexiko.
Die Karibik ist nach dem Volk der Kariben benannt, das die spanischen Eroberer auf den Kleinen Antillen vorgefunden haben. Sie wurde bzw. wird auch Westindien genannt, da man sich bei ihrer Entdeckung auf direktem Seeweg nach Indien glaubte.
Es gibt 13 souveräne Staaten und 17 abhängige Gebiete in der Karibik und die vorherrschenden Sprachen sind Englisch, Spanisch, Französisch, Niederländisch und Antillean Kreole. Die Karibik erstreckt sich über mehr als 1,06 Millionen Quadrat-Meilen und befindet sich in erster Linie zwischen Nord- und Südamerika."
Karibik

 

Nach dem Panamakanal 2012, der Ostsee 2016, dem Indischen Ozean 2018 sowie Rund um Südamerika 2019, cruisen wir auf unserer fünften Kreuzfahrt in der Karibik und besuchen dabei folgende Inselstaaten: Barbados, Antigua und Barbuda, Dominica, St. Lucia, Grenada, Curaçao (NL), Bonaire (NL), Aruba (NL), Dominikanische Republik sowie Martinique (F). Ab Bridgetown, der Hauptstadt Barbados, führt uns das neue Mein Schiff 2 (am 09.02.2019 in Lissabon getauft) zwei Wochen lang durch die Karibik.

Mein Schiff 2 Karibik Inseln

 

Freitag, 14. Februar 2020, Hinreise: Cham - Zürich - Frankfurt - Bridgetown

KaribikSehr früh reisst uns der Wecker aus dem Schlaf. Das bestellte Taxi steht pünktlich um 4.00 Uhr, beinahe vor der Haustüre, bereit. Wir fahren damit zum Bahnhof Zug, wo um 4.26 Uhr der Frühzug zum Flughafen abfährt. In Baar steigen Edith und Pirmin zu. Nach der Kreuzfahrt im Indischen Ozean (2018) wird dies die zweite gemeinsame Kreuzfahrt sein. Das Einchecken am Flughafen dauert nicht lange, so treffen wir bald darauf Margrit und Bruno aus Bern, langjährge Freunde von Pirmin und Edith. Während Silvia die beiden zum ersten Mal trifft, lernte ich das Paar bereits auf der Armenien-Georgien-Rundreise (2017) kennen. Nach einem Kaffee passieren wir die Eingangsschranken zu den Abflugsterminals und gehen zum Gate. Um 06.55 Uhr startet Flug LH 5771 nach Frankfurt mit einem Airbus von Swiss.

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Nach der Ankunft um 08.05 Uhr in Frankfurt suchen wir den Weg zum Weiterflug. Die Anzeige beim Gate klingt nun Feriengerechter, mutet exotisch an, in der Aussprache sowieso: Babeydos!

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"Barbados ist ein Inselstaat im Atlantik und Teil der Kleinen Antillen. Barbados liegt nordöstlich von BarbadosVenezuela in der Karibik und wird geografisch zu Mittelamerika gerechnet. Die ehemalige britische Kolonie ist seit 1966 vom Vereinigten Königreich unabhängig, ist aber als Commonwealth Realm souveräner Mitgliedsstaat des Commonwealth of Nations und mit der britischen Krone in Personalunion verbunden. Barbados ist die östlichste Insel der Inselkette der Kleinen Antillen und liegt im Atlantischen Ozean. Im Gegensatz zu vielen der benachbarten Karibikinseln ist Barbados nicht vulkanischen Ursprungs, sondern stellt eine sogenannte Vorschwelleeines Akkretionskeils dar, welcher wiederum durch ehemals unterseeische Riffkalke in die Höhe wuchs. Dieses Kalksteinplateau erreicht im Mount Hillaby eine Höhe von 336 m. Die ältesten Schichten entstanden in einer Warmzeit vor 125'000 Jahren, in welcher der Meeresspiegel vier bis sechs Meter höher lag als derzeit. Zu Barbados gehört neben der Hauptinsel noch das winzige, direkt vor der Ostküste gelegene Culpepper Island."

Nach dem rund 10 stündigen Flug, meistens über Wasser, landen wir auf dem Grantley Adams International Airport, benannt nach dem 1971 verstorbenen ersten Premierminister, Sir Grantley Herbert Adams, dem internationalen Flughafen auf der Insel Barbados, rund 12,9 km östlich der Hauptstadt Bridgetown. Wegen der Zeitverschiebung von 5 Stunden ist es hier erst kurz vor drei Uhr nachmittags. Bevor wir das Flughafengebäude betreten können, müssen wir, wegen dem Coronavirus Sars-CoV-2, welcher zur Krankheit COVID-19 (coronavirus disease 2019) führt, zum Fiebermessen anstehen. Danach heisst es, sich in den Kolonnen einreihen und das Einreiseprozedere über sich ergehen lassen.

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Wir nehmen uns ein Taxi und lassen uns zu unserem Hotel, dem Radisson Aquatica Resort Barbados chauffieren.

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Samstag, 15. Februar 2020, Bridgestone

"Die Stadt Bridgetown ist die Hauptstadt des karibischen Inselstaates Barbados und ebenso dessen Haupthafen und wirtschaftliches Zentrum. Ursprünglich wurde die Stadt Indian Bridge genannt, nach einer schon in Barbadosindianischer Zeit errichteten Brücke über den heute Constitution River genannten Fluss. Die Stadt wurde 1628 von Briten gegründet. Die Bewohner leben hauptsächlich vom Tourismus, produzieren aber auch Zucker, Rum und Melasse. Der Mündungsbereich des Constitution River ist heute ein Yachthafen. Er wird im Zentrum der Stadt als Careenage bezeichnet, weil hier früher die Segelschiffe kielgeholt wurden (engl.: careening), um die Rümpfe zu säubern. Direkt an der Careenage liegt der National Heroes Square, der zentrale Platz der Stadt, wo jeden Tag von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr abends laut gesetzlicher Regelung die Flagge von Barbados wehen muss. Hier sind auch die Parliament Buildings, der Sitz der beiden Kammern des barbadischen Parlaments zu finden. Im Zentrum des Platzes steht das Nelson-Denkmal, das 1813 eingeweiht wurde und damit fast 30 Jahre älter ist als die Nelsonsäule in London. Am Heroes Square beginnt mit der Broad Street die wichtigste Geschäftsstrasse Bridgetowns, auf der sich Kaufhäuser mit internationalem Angebot, kleinere Geschäfte sowie Banken befinden. In Bridgetown gibt es daneben einige bedeutende Bauwerke britischer Kolonialarchitektur. Zu nennen sind hier das alte Barbados Mutual Building, die anglikanische St. Michael’s Cathedral, die Anlage des Harrison College und die St. Anne’s Garrison. Die gesamte Altstadt von Bridgetown ist zusammen mit der Garnison seit 2011 ein UNESCO-Welterbe."

Nach dem Erwachen weckt der Blick vom Balkon aus definitiv unser Ferienfeeling.

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Nach dem individuellen Frühstück mit offenem Blick aufs Meer, trifft sich unsere 6er-Gruppe an der Hotelrezeption. Das bestellte Taxi ist pünktlich da. Wir lassen uns ins Zentrum von Bridgetown fahren, wo wir als erstes den Cheapside Market besuchen.

"Der Cheapside Public Market ist der grösste seiner Art in Barbados und ein Hauptmerkmal der Aktivitäten in Bridgetown. Verkäufer und Landwirte verkaufen ihre Kleidung, Handwerk, Obst, Gemüse, Pflanzen, Gewürze, frisches Fleisch und Lebensmittel in einem schönen architektonischen Kunstwerk.".

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BarbadosWenn man - ob Mann, ob Frau - mit Pirmin unterwegs ist, dauert es nicht lange bis zur ersten Kirchenbesichtigung, so auch heute. Zielgerichtet, es scheint unser "Guide" hat sich vorbereitet, führt er uns zuerst zur St. Mary Church.

"Located in the City of Bridgetown, on the lower end of Broad Street is the remarkable St. Mary’s Anglican Church. This beautiful structure with its distinctive red roof is constructed on the second oldest piece of consecrated ground in Barbados and has stood majestically in this spot for well over a century. St. Mary's Church currently occupies the site of the first city church, now known as St. Michael's Cathedral. The modest wooden Cathedral was built in 1641 and by 1665 was deemed inadequate and was on the verge of being relocated. However, the entire structure was destroyed by the great hurricane which hit Barbados in 1780."
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Das wuchtig-schöne Parlementsgebäude von Barbados.

"Das Barbados-Parlament wurde 1639 gegründet und ist das drittälteste Parlament im gesamten Commonwealth."

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Bei unserem Spaziergang kreuz und quer durch die Strassen Richtung Careenage, sehen wir schöne und weniger eindrückliche Gebäude.

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BarbadosDas vom Barbados National Trust geschütze Gebäude der Mutual Life Assurance Society.

"Barbados National Trust founded in 1960, is an organisation which works to preserve and protect the natural and artistic heritage of Barbados and to increase public awareness of the country's historic and architectural treasures. These include a number of different cemeteries, gardens, historic houses, nature reserves, park areas, windmills and coastal areas." .

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Scotiabank ist der Name unter dem die Bank of Nova Scotia, Kanadas drittgrösste Bank, im Kundenverkehr auftritt. Das Unternehmen ist im kanadischen Aktienindex S&P/TSX 60 gelistet und an der Toronto Stock Exchange notiert. Zur Zeit der Reise besitze ich ein paar Aktien dieser Bank, deshalb dieses Foto.

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Pirmin macht uns darauf aufmerksam, dass ganz in der Nähe die Cathedral Church of Saint Michael and All Angels sei - eine anglikanische Kirche am St. Michael’s Row. Die Kirche ist die höchste der anglikanischen Gotteshäuser in Barbados - nur noch um ein paar Ecken und wir seien da. Klar folgen wir unserem Guide ...

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Auf einer Tafel können wir uns über die Geschichte dieser Kirche informieren: Geweiht 1665. Durch einen Hurrikan 1780 zerstört und neun Jahre später wieder aufgebaut. Im grossen Hurrikan von 1831 beschädigt, aber nicht zerstört.

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Im Innern fallen die vielen Plätze im U-förmigen oberen Stock auf.

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In einem Shopping-Center stossen wir auf eine grosse Auswahl an heimischem Rum. Da die Degustationsbar über das Wochenende nicht geöffnet ist, verschieben wir den Kauf einer Flasche auf später.

Nach einem Drink in einem Restaurant an der Waterfront Arcade beschliessen wir, am Strand zurück zum Hotel zu laufen. In einer Strandbar machen wir einen Halt.

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Sonntag, 16. Februar 2020, Bridgestone

Der Blick beim Zähneputzen auf dem Balkon weckt unsere Neugier, die wir noch vor dem Frühstück stillen ...

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Die Pfleger der Reitställe in der Nähe führen ihre Pferde zum Strand und ins Meer, wo sie sie waschen und mit ihnen schwimmen; zum Teil tragen sie Schwimmwesten ... also nicht die Pferde, die Pfleger.

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Nach einem Rundgang durchs Hotelgelände haben wir das Frühstück verdient ...

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umso mehr, als andere damit schon begonnen haben.

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Nach dem Frühstück trifft sich die Gruppe. Wir entschliessen uns, heute die ÖV zu benutzen. Guide Pirmin macht uns Holetown, resp, das Holetown Festival schmackhaft.

"Das Holetown Festival findet in Holetown , Barbados, statt und feiert am 17. Februar 1627 die Ankunft der ersten Siedler in Holetown. Die einwöchige Feier findet jedes Jahr Mitte Februar statt und umfasst eine Reihe von Aktivitäten, die Kultur und Traditionen zeigen von Barbados. Zu den Veranstaltungen zählen Folksingen und -tanzen, Sport und Spiele, Straßenumzüge, Märkte und Imbissstände, die traditionelle barbadische Küche bieten."

Diese Aussichten und der Zufall, dass das diesjährige Festival heute beginnt, lässt uns nicht lange werweissen. Wir laufen zur Strasse und suchen die Bus-Haltestelle.

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In Bridgetown müssen wir den Bus wechseln: Aussteigen beim Fairchild Street Bus Terminal im Süden und danach zu Fuss durch das Zentrum zum nördlichen Princess Alice Bus Terminal.

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Nach einer Busfahrt der Küste entlang, kommen wir in Holetown an wo wir mit einem Strassenbanner begrüsst werden, welches auf das Festival hinweist ... gut gemacht, Pirmin!

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Als wir uns bei einem Infostand über das "Was? Wo?" schlau machen wollen, vernehmen wir, mit immer länger werdenden Gesichtern, dass das Festival zwar heute startet, aber erst um halb vier mit der ersten Aktivität beginnt ... Pirmin? Da nützt es auch nichts, dass Bruno ein Festival-Erinnerungs-T-Shirt kaufen will; das Programm beginnt erst am späteren Nachmittag. Da wir nicht so lange in diesem Ort bleiben wollen, beschliessen wir, ein bisschen herumzuspazieren und danach - halt unverrichteter Dinge - wieder mit dem Bus nach Bridgetown zurückzukehren.

Holetown Barbados

Holetown Barbados

Wir entdecken einige sehr schöne Häuser; Holetown muss eine reiche Gemeinde sein, oder mit vermögenden Einwohnern.

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Bei einer Karibisch anmutenden Bar - die Musik ist aber westlich - machen wir eine Pause. Ob der vielen bunten Kaloriengetränke geht mein gesundes Carib Premium Lager, ein Bier aus Trinidad, beinahe unter.

Holetown Barbados Holetown Barbados

Nach der Busfahrt zurück nach Bridgetown teilt sich unsere Gruppe auf: während die einen noch in der Stadt bleiben und andere dem Strand entlang zum Hotel zurückkehren wollen, zieht es mich ins Barbados Museum. Wie sich zeigt, führt mein Weg auch in die Gegend von unserem Hotel, nur landeinwärts. Unterwegs sehe ich unterschiedliche Häuser welche auf grosse soziale Unterschiede in der Bevölkerung hinweisen.

Barb ados Barb adosBarb ados Barb adosBarb ados Barb adosBarb ados Barb adosHier hatte ich noch keinen Durst - später schon, aber ich entdecke nur das geschlossene Old Brigand.

Mit Hilfe von Google Maps und rund 10'000 Schritte später stehe ich vor dem geschlossenen Barbados Museum Barbados& Historical Society; gemäss der Info-Tafel öffnet es um 2:00 pm, also rund eine Viertelstunde warten. Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Militärgefängnis aus dem 19. Jahrhundert und zeigt weit mehr als nur die Geschichte der Insel. Insgesamt zehn Ausstellungsbereiche, die einen interessieren mich mehr, andere weniger, beschäftigen sich mit der Ökologie der Insel wie den Korallenriffen und Mangrovenwäldern und der Militärgeschichte der Insel.

"The Barbados Museum & Historical Society is a private organization but membership is open to both members and non-members who are interested in the numerous collections. Established in 1933 in the old Military Prison at the historic Garrison, the museum has about 500,000 artifacts that depicts the islands rich history and natural history. Inclusive of some of these artifacts are antique maps of the island and paintings."

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Am Abend ist unsere Gruppe wieder komplett. Beim Apéro beschliessen wir, nochmals im Restaurant Brown Sugar zu essen, wie wir es bereits am ersten Abend gemacht haben und begeistert waren. Diesmal sind bedeutend mehr Leute im Restaurant und deshalb sind die Bedienung und die Küche hoffnungsvoll überfordert. Nach einer gefühlten Ewigkeit bekommen aber alle ihr bestelltes Essen.

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Montag, 17. Februar 2020, Bridgestone: Check-in Mein Schiff 2

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Nach einem Frühstück an einem Tisch direkt am Strand, geht's ans Kofferpacken in die Zimmer zurück.

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Im Vorfeld der Reise haben wir uns für das Check-in um 13 Uhr registriert. Wir sechs und unser Gepäck haben in einem Bus-Taxi Platz, mit dem wir uns zum Bridgetown Cruise Terminal kutschieren lassen. Mit unserem Gepäck im Schlepptau laufen wir durch die weitläufige Hallen zum Check-in.

"Das Kreuzfahrtterminal, das von einem privaten Gemeinschaftsunternehmen betrieben und 1994 offiziell eröffnet wurde, beherbergt heute über 60 Unternehmen. Es gibt eine Reihe von Duty-Free-Shops, die alles Mein Schiff 2Mein Schiff 2anbieten, von Kleidung und Lederwaren über Souvenirs, Kristall, Schmuck und Spirituosen bis hin zu Open-Air-Bars, wo Besucher lokale Biere und Bajan-Küche probieren können. Das Terminal ist eine Hommage an die Kultur Barbados in Form traditioneller Holzwagen, die von kleineren Händlern, die Kunsthandwerk, Souvenirs und andere Geschenke verkaufen, bedient werden. Das Erbe von Barbados spiegelt sich noch weiter in der farbenfrohen Einkaufsstraße Chattel House vor dem Hauptterminal wider, wo Besucher zu 100 Prozent aus Bajan gefertigte lokale Produkte kaufen können.").

Wir geben unsere Koffer ab, füllen ein Gesundheitsformular aus und erhalten unsere Bordkarten, die wir die nächsten zwei Wochen immer auf uns tragen werden.

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Silvia und ich suchen unsere Kabine 8116, welche Steuerbord (vom Heck zum Bug gesehen auf der rechten Seite) auf Deck 8 liegt. Was wir zu sehen bekommen, freut uns. Das Schiff ist erst ein Jahr alt ist, deshalb sieht alles noch mehr oder weniger neu aus. Wir werden uns hier sicher wohl fühlen. Beim Check-in wurden wir Mein Schiff 2informiert, dass es noch dauern wird, bis unser Gepäck vor den Kabinen stehe. Unsere Gruppe trifft sich danach bei der Überschau-Bar auf Deck 14 zu einem ersten Apéro. Damit wir uns rasch zurecht finden, studieren wir dabei die verschiedenen erhaltenen Unterlagen über unser Mein Schiff 2 (Kapazität: 2'894 Passagiere) und schauen auf dem Deckplan, wo was zu finden ist; ein Deck 13 gibt es übrigens nicht: 12 Restaurants & Bistros, 17 Bars & Lounges, ca. 20'500 m² Aussendecks, ca. 2'400 m² Spa- und Fitnessbereiche. Ob wir das alles zu sehen bekommen? Bruno bietet sich an, über die besuchten Bars Buch zu führen ...

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Wir einigen uns darauf, das erste Abendessen gemeinsam im Restaurant Atlantik-Klassik auf Deck 3 einzunehmen. Einen 6er-Tisch zu bekommen ist einfach, den Dress-Code einzuhalten allerdings nicht: Wegen des noch nicht eingetroffenen Gepäckes kommen Bruno und Pirmin mit Sandalen zu Tisch, statt "Die Herren möchten wir am Abend um geschlossenes Schuhwerk bitten." Nach dem 4- oder 5-Gang-Menü, je nach Kalorien-Aufnahme-Willigkeit, müssen wir um 21.15 Uhr zur Rettungsübung antreten. Wir folgen den Hinweisen zu unserer Musterstation C1, welche sich in einer, temporär geschlossenen, Bar befindet. Die Anwesenheit aller neuzugestiegenen Passagiere wird kontrolliert. Schwimmwesten erhalten wir keine zum Anziehen; Crew-Mitglieder zeigen deren Handhabung wie im Flugzeug. Danach erleben wir auf dem Pool Deck das Ablegen des Schiffs. Das von der Mein Schiff Flotte für diese Zeremonie gewählte Lied "Grosse Freiheit" von Unheilig erzeugt bei uns keine Hühnerhaut; wir empfinden den Song als emotionslos. Da empfanden andere aber anders: "Fast jedes Mal, wenn ich dieses Lied höre muss ich heulen, weil ich an die schöne Zeit auf dem Schiff denke. Bei diesem Lied muss ich immer weinen. Es ist sooo traumhaft schön ..."

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Dienstag, 18. Februar 2020, Seetag 1

Unseren ersten Kreuzfahrttag verbringen wir auf See. Seit gestern Abend um 23 Uhr sind wir unterwegs von Bridgetown, Barbados, nach St. John's, Antigua, wo wir Morgen um 07.30 Uhr ankommen sollten.

Mein Schiff 2

Einer der Vorteile einer Balkonkabine.

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Wir ziehen unsere Sport-Kleider an, denn wir wollen uns noch vor dem Frühstück bewegen. Während Silvia die Joggingstrecke, die sich über zwei Decks hinzieht, benützt, suche ich das Fittnesstudio auf und benütze einen der vielen Stepper.

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Nach dem Frühstück ist Nichtstun angesagt. Als Fixpunkte aus dem vielseitigen Tagesprogramm haben wir uns "Information Landausflüge" um 10 Uhr im Theater, Deck 4 und 5, sowie um 21.30 Uhr die "Willkommens-Show", ebenfalls im Theater notiert.

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Die Kabinen-Crew überrascht uns mit ihren täglich wechselnden Tier-Kreationen.

 

Mittwoch, 19. Februar 2020, St. Johns, Antigua

Antigua und Barbuda Antigua und Barbuda Antigua und Barbuda

"Antigua und Barbuda ist ein unabhängiger Staat innerhalb des Commonwealth, der aus den Inseln Antigua und BarbadoAntigua und Barbuda gebildet wurde. Der zur Ostkaribik gehörende Inselstaat, dem auch die unbewohnte abgelegene Insel Redonda angehört, liegt zwischen dem Nordatlantik und der Karibik, südöstlich von Puerto Rico. Der Antillenstaat Antigua und Barbuda gehört zu den sogenannten Inseln über dem Winde. Er befindet sich zwischen der Karibik und dem Atlantischen Ozean, ca. 650 km südöstlich von Puerto Rico. Das insgesamt 442,6 km² grosse Staatsgebiet umfasst zwei Haupt- und einige kleinere Inseln. Die grösste ist die 280 km² grosse Insel Antigua, auf der sich auch die Hauptstadt Saint John’s befindet. Barbuda umfasst 161 km² und liegt 48 km nördlich von Antigua. 56 km südwestlich von Antigua befindet sich die nur 1,6 km² grosse unbewohnte Felseninsel Redonda. Andere Inseln über 1 km Länge sind Long Island, Guinea Island und Green Island vor der Küste von Antigua, sowie die Nehrung 11 Mile Beach auf Barbuda."

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St. John's in Sicht; wir laufen in den Hafen ein.

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Nanu, viel los heute, da fährt noch ein drittes Schiff in den Hafen ein, die viel kleinere Silver Wind. Klein aber oho.

"Die Silver Wind ist ein Kreuzfahrtschiff der Reederei Silversea Cruises mit Sitz in Monaco. Sie wurde 1994 unter der Baunummer 776 im italienischen Genua bei der Mariotti-Werft gebaut, Anfang 1995 in Betrieb genommen und fährt unter der Flagge der Bahamas mit Heimathafen Nassau. Den Passagieren stehen sechs der neun Decks zur Verfügung. Die 149 Kabinen werden von der Reederei alle als „Suiten“ bezeichnet und haben eine Mindestgröße von 22 m². Es gibt zwei Restaurants, ein Theater und einen Swimmingpool."

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St. John'sAngeblich hat Antigua 365 Strände zur Auswahl, einer für jeden Tag des Jahres. Silvia hat sich für den Ausflug "Beach Hopping auf Antigua" entschieden und wird bei dieser Tour 3 Strände kennen lernen. Um 8.10 Uhr ist in der Lumas Bar auf Deck 4 Treffpunkt. Badesachen und Sonnencrème nicht vergessen - viel Spass, Silvia!

Ich habe noch ein bisschen mehr Zeit, Treffpunkt für meine gebuchte "E-Bike Tour Antigua" ist um 8.30 Uhr beim Bike-Desk auf Deck 4. AntiguaZuerst wird der Helm angepasst und auf Wunsch einen Rucksack verteilt. Die Getränkeflasche habe ich bereits am Vortag abgeholt, sie ist mit Wasser gefüllt in meinem Rucksack. Als alle mit Material bedient und bereit sind, gehts runter zum Ausgang auf Deck 2. Beim "von-Bord-gehen" wird die Bordkarte eingescannt. Draussen sammelt sich die grosse Biker-Schar zur Bike-Verteilung.

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Damit ich die Nummer meines mir zugeteiltes e-Bike nach Pausen wiederfinde, fotografiere ich die Nummer. Wir werden mehrmals darauf aufmerksam gemacht, dass wir auf dem Pier die Bikes stossen müssen, Fahrradfahren sei hier nicht erlaubt. Nachdem alle ein Fahrrad erhalten haben, werden die Teilnehmer auf die drei Bike-Guides verteilt.

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Nach dem Willkommensgruss auf einer Tafel gehts endlich los, aber nicht ohne den nochmaligen Hinweis, dass auf Antigua Linksverkehr gelte.

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Nachdem wir St. John's verlassen haben, werden wir beim ersten Anstieg gestoppt. Über Funk hat unsere Guide Daniela (ich nenne sie so, bin mir aber nicht mehr sicher, ob das ihr Name war) vernommen, dass ein Teilnehmer Probleme mit dem Bike, resp. das Bike Probleme mit der Batterie habe. Als alle Gruppen beisammen sind, "opfert" sich ein Guide und fährt mit dem Bike zurück. Die nun Guide-lose Gruppe wird auf die beiden anderen Gruppen aufgeteilt.

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Oben auf dem Hügel hält Daniela an und übermittelt uns Informationen über die Insel. Vor der Weiterfahrt weist sie darauf hin, dass es zuerst abwärts gehe, aber dann die grösste Steigung der Tour, mit rund 500 Höhenmeter, zu überwinden gelte ...

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Nach einer mehrheitlich gemütlichen Fahrt durch eine schöne Gegend, gilt es ernst. Relativ rasch verlasse ich die Eco-Stufe ("Die geringste Unterstützung für deinen E-Bike gibt es in der Eco-Stufe. Wer einen langen Weg zur Arbeit hat, die Sehenswürdigkeiten der Stadt genießen will oder auf Touren lange Bergabfahrten vor sich hat, ist mit der energiesparenden Eco-Funktion bestens bedient.") und schalte in den Tour-Fahrmodus ("Wie der Name schon sagt ist der Tour Modus am besten geeignet für lange Ausfahrten mit kontrolliertem Kraftaufwand. Die geringere Unterstützungsleistung für das E-Bike wird mit einer höheren Akkulebensdauer zurückgezahlt."). Aber es wird immer wie steiler! E-Bike sei Dank habe ich noch zwei Unterstützungsstufen zur Verfüguing, also über die Sport-Stufe ("Immer noch ordentlich Power und Drehmoment bietet die Sport-Stufe, auch wenn sie nicht ganz so hoch dreht und deswegen auch ordentlich Energie spart. Diese Einstellung ist vor allem für den Stadtverkehr geeignet, da sie auf Abruf eine hohe Power bereitstellt.") in die Turbo-Unterstützung ("Turbo ist der schnellste Modus und gibt die volle Leistung und das maximale Drehmoment wieder. Für sportliche Fahrer die erste Wahl, vor allem in Kombination mit einer hohen Kadenz. Da die Unterstützung aber über 25 km/h aussetzt, sollte man sich diesen Modus eher für unebene Streckenteile aufheben."). Oben angelangt sammlen sich die beiden Gruppen wieder und wir machen kurze Zeit später eine verdiente Pause. Nachdem wir unsere Räder geparkt haben, zieht es uns zu dem Stand mit den leckeren Säften, für die wir gerne ein paar Dollars locker machen.

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Bevor es weitergeht, zieht dieser Kolibri unsere Aufmerksamkeit auf sich.

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Daniela hat den nächsten Stopp angekündigt, an einem der schönsten Strände von Antigua mit dem angeblich absolut schönsten Palmen-Feeling! Da bin ich mal gespannt ...

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... und wirklich, da fehlt nur noch Johnny Depp als Captain Jack Sparrow (Pirates of the Caribbean)

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Als nächstes fahren wir zu einem Strand, wo wir 1 1/2 h Mittagspause einlegen; Zeit zum Ausruhen, Baden, Essen, Trinken.

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Deutsche Organisation.

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Bei der Weiterfahrt fahren wir plötzlich mit Regen. Es ist nur örtlich und deshalb bald vorbei.

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Zurück beim Schiff, geben wir die e-Bikes ab; diese müssen, wie mir Daniela sagt, nun vom Bike-Team gründlich gereinigt werden, denn die Zollbehörden von Dominca, wo wir morgen sein werden, würden äusserst penible Kontrollen machen. Wieder an Bord, genehmige ich mir in unserer Kabine eine Dusche und suche danach Silvia. Gemeinsam gehen wir nochmals von Bord und sehen uns die nähere Umgebung an. Viel ist nicht zu sehen, auch sind einige Geschäfte geschlossen.

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Donnerstag, 20. Februar 2020, Roseau, Dominica

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"Dominica ist ein Inselstaat in den Kleinen Antillen in der östlichen Karibik. Der Staat erstreckt sich über die gleichnamige Insel und ist Mitglied des Commonwealth of Nations. Neben der Amtssprache Englisch ist Antillen-Kreolisch, von den Einwohnern Patwa (Patois) genannt, als Umgangssprache verbreitet. Die Insel DominicaDominica hat eine Fläche von rund 750 km² und ist knapp 49 km lang und nicht mehr als 23 km breit. Sie liegt zwischen den französischen Karibikinseln zweier Übersee-Départements: Guadeloupe im Norden und Martinique im Süden. Ungefähr 250 km im Westen befindet sich die unbewohnte venezolanische Insel Aves. Als eine der Westindischen Inseln im östlichen Inselbogen der Kleinen Antillen gehört Dominica zu den Inseln über dem Winde. Nach britischem Sprachgebrauch zählt Dominica zu den „Leeward Islands“, womit der nördliche Teil jener Inselgruppe gemeint ist, die im Deutschen und anderen Sprachen als Inseln über dem Winde bezeichnet wird. Da aber Dominica ungefähr in der Mitte des Inselbogens liegt, die Abgrenzung von nördlich gelegenen (englisch Leeward Islands) gegenüber weiter südlich liegenden (englisch Windward Islands) Inseln dieser Kette in etlichen Sprachräumen unterschiedlich gezogen wird und das westindische Englisch teilweise dem internationalen Sprachgebrauch folgt, wird Dominica auch als nördlichste der „Windward Islands“ angesehen."

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Und wieder steuert unser Schiff einem neuen Hafen entgegen: Roseau, der Hauptstadt von Dominica, mit etwa 15'000 Einwohnern. Die Hafenstadt befindet sich im Südwesten der Insel an der Karibischen See und dem gleichnamigen Fluss Roseau. Sie bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Die Stadt besteht seit mindestens 1642.

DominicaDominicaEigentlich war Silvia auch zur Dschungel-wanderung angemeldet. Als wir jedoch am ersten Tag unsere Ausflugtickets in der Kabine vorfanden, liess sie sich von den erwähnten "Kletter-passagen" an ihrem Vorhaben zweifeln. Beim Tour-Infostand konnte uns niemand genau sagen, wie dies genau zu verstehen sein, weshalb Silvia umgebucht hat. So trifft sie sich nun bereits um 7.30 Uhr im Theater zur Tour "Emerald Pool und Trafalger-Wasserfälle", während ich erst um 8.40 Uhr in der Schau-Bar auf Deck 5 sein muss. Kurze Zeit später setze ich meinen Fuss auf die Insel, bin wieder in einem anderen Land; das Abenteuer kann beginnen.

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Nachdem sich die Gruppe draussen besammelt hat, gehen wir zu einem bereit stehenden Bus.

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DominicaUnser erstes Ziel sind die Jacko Falls.

"Der Wasserfall erhielt seinen Namen von einem Häuptling der auf dem Plateau über dem Layou River sein Camp aufschlug, nachdem er vor den Kolonialisten geflohen war. Er wurde in einer blutigen Schlacht am 12. Juli 1814 getötet. Der Wasserfall liegt an der Nordkante der DominicaHochebene um den Morne Trois Pitons, am River Deux Branches."

Beim Anblick von Wasserfällen im Ausland ist jeweils die Begeisterung für uns Wasserfallverwöhnte Schweizer nicht allzu gross; so ist es auch hier. Viel imponierender wirken dafür die grünen, durchdringend scheinenden Wände des Dschungels auf mich, und die grossen Farne.

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Bevor wir weiterfahren, können wir verschiedene Fruchsäfte kosten.

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Und dann wir es ernst: Unser Guide lässt uns irgendwo aussteigen und sammelt uns für ein Briefing: Es geht um stachelige Sträucher - wir sollten im Fall der Fälle nicht versuchen, die Stacheln aus der Haut zu ziehen, er würde dies machen - glitschige Pfade - take your time - und weist zum Schluss lächelnd auf unsere saubere Schuhe hin. Dann führt er uns in den Dschungel hinein ...

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Lächelnd stelle ich mich dem Fotografen und der Herausforderung der ungewohnten Wanderwegen.

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Vor mir laufen, wie ich den Wortfetzen zu entnehmen glaube, zwei Holländer. Als ich sie bei einem Halt anspreche, stellen sie sich als Stefanie und Leo aus dem Wallis vor.

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Es geht rauf und runter ...

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über Stock und Stein, bis wir zu einem Fluss gelangen.

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Unser Guide verwöhnt uns mit einer Melone und zeigt, wie ein Tatoo mit einem Farnblatt gemacht werden kann. Danach gehts auf dem gleichen Weg wieder zurück, diesmal mit umgekehrten Herausforderungen auf dem rutschigen Pfad.

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Als wir zurück bei der Strasse sind, reinigen wir am Fluss unsere Schuhe.

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Auf der Rückfahrt gibt es nochmals einen Wasserfall zu besichtigen.

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Eine eindrückliche Tour geht zu Ende, wir fahren zum Schiff zurück wo wir kurz vor zwei Uhr eintreffen. Nach einer Dusche und einem Tenüwechsel gehen Silvia und ich zu einem verspäteten Mittagessen ins Buffet-Restaurant Anckelmannsplatz auf Deck 12.

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Trotz der grossen und vielfältigen Auswahl nehme ich in diesem Restaurant beinahe immer das Gleiche: ein selbstzusammengestellter Wok, der dann von einem Koch in einer der Wok-Pfannen zubereitet wird.

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Danach geniessen wir das Bordleben.

Am Abend ist unsere Gruppe wieder vollzählig: Bruno und Margrit, Edith und Pirmin sowie Silvia und ich entscheiden uns bei einem Apéro, zum gemeinamen Abendessen ins Restaurant Fischmarkt auf Deck 12 zu gehen. Als Vorspeise entscheide ich mich für (kostenpflichtiges) Sashimi.

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Freitag, 21. Februar 2020, Castries, St. Lucia

Saint Lucia St. Lucia Saint Lucia

"St. Lucia, beziehungsweise englisch Saint Lucia, ist ein Inselstaat im Bereich der Westindischen Inseln in der Karibik und Mitglied im Commonwealth of Nations. Der heute gebräuchliche Name geht – der Überlieferung zufolge – auf französische Seeleute zurück, die am 13. Dezember 1502, dem Fest der heiligen Jungfrau und Saint LuciaMärtyrin Lucia von Syrakus, Schiffbruch erlitten und die Insel nach der Heiligen Sainte Alousie benannten. Der Name wurde später mit leichten Variationen von französischen Chronisten übernommen. Der Inselstaat besteht aus mehreren Inseln, wovon die Hauptinsel Saint Lucia die deutlich grösste ist. Die Inseln gehören zu den Inseln über dem Winde, die wiederum zu den Kleinen Antillen zählen. St. Lucia liegt nördlich von St. Vincent und den Grenadinen und 33,2 km südlich von Martinique. 146 km im Südosten befindet sich Barbados. Hauptstadt und grösste Stadt des Landes ist Castries im Westen der Hauptinsel. Der höchste Punkt der Insel ist der Mount Gimie mit 950 Metern. Die Küstenlinie ist 158 Kilometer lang. Auf der Insel gibt es, südlich des Ortes Soufrière, zwei inaktive Vulkane, den Gros Piton und den Petit Piton. Das Gebiet um die Vulkane ist auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes. Die wichtigsten Flüsse der Insel sind der Cul de Sac und der Canelles. 27,9 % der Fläche ist von Wäldern bedeckt."

Nach dem Erwachen erwacht auch unsere Neugier; wie sieht es draussen aus? Eine weitere Insel, ein weiteres Land wartet auf uns ...

St. Lucia

Das Wetter ist, zumindest früh morgens, nicht so karibisch.

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St. LuciaHeute gehen Silvia und ich gemeinsam von Bord, nehmen wir doch beide am gleichen Ausflug teil.

"Spaziergang an den Pitons und Strandaufenthalt. Freuen Sie sich auf den Spaziergang entlang des Tet-Paul-Nature-Trails, den Sie nach einer Landschaftsfahrt über St. Lucia erreichen. Während des Rundganges geniessen Sie den traumhaften Blick auf die majestätischen Pitons und erfahren einiges Wissenswerte zu Flora und Fauna am Wegesrand. Einen herrlichen Abschluss bildet ein erfrischendes Bad im Karibischen Meer mit Blick auf einen der beiden Vulkankegel. Der Ausflug, kurz zusammengefasst: Ca. 2-stündige Landschaftsfahrt, zwischendurch Fotostopp mit Blick auf die malerische Marigot Bay. Etwa 45-minütiger Tet-Paul-Nature-Trail-Rundgang mit anschließender kleiner Picknickpause. Ca. 30 Minuten Weiterfahrt zum Strand. Rund 1,5-stündiger Aufenthalt am Strand mit Blick auf Petit Piton. Hinweis: Der Fußweg beträgt ca. 1,5 km und führt über unebene, rutschige Wege mit Stufen. Denken Sie an zusätzliches Trinkwasser, Badesachen und ein Handtuch. Für das leibliche Wohl sorgt eine Strandbar (auf eigene Kosten). Liegen und Sonnenschirme nicht vorhanden. Teils kurvige und lange Fahrstrecken. Hin- und Rückfahrt ähneln sich."

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Beim ersten Halt, in einem kleinen Fischerdorf mit bunten Häusern, kaufe ich mir ...

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nein, keinen Fisch, Frühstück hatten wir bereits an Bord, aber ein neues Cap. Dasjenige mit dem Barbados-Aufdruck, welches Pirmin, Bruno und ich als Erkennungszeichen gekauft haben, hat sich irgendwo, irgendwie verabschiedet.

St. Lucia

Die Insel St. Lucia ist sehr hügelig. Der höchste Berg ist der Mount Gimie mit 950 Metern, vulkanischenSt. Lucia St. LuciaUrsprungs und mit üppigem tropischen Regenwald umgeben. Je nach Höhenzone fahren wir durch subtropischen Regenwald (jährliche Niederschlag liegt) bei etwa 1'500 Millimeter), tropischen Regenwald (Niederschlag von 2'000 bis 4000 mm oder sogar viel mehr) und Trockenwald. Es geht auf unserer Fahrt abwechselnd auf- und abwärts. Ab und zu fahren wie durch kleinere oder grössere Orte. Viele Kurven durch diese abwechslungsreiche Gegend später, sehen wir sie zum ersten Mal, die Twin Pitons, zwei inaktive Vulkane: Der 770 m hohe Gros Piton (links) und der etwas kleinere Gipfel (743 m), Petit Piton.

St. Lucia

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Beim Tet Paul Nature Trail steigen wir aus. Es hat hier viele andere Gruppen. Beim Eingang werden wir gesammelt und warten auf die Zuteilung eines lokalen Guides.

"The Tet Paul Nature Trail is one of the most popular attractions in Soufriere, in the southwest of Saint Lucia. See abundant tropical vegetation, enjoy numerous amazing views of the island and discover the history of the first inhabitants of the land. Walk along the picturesque trail and take stunning photos of popular places in the area, like the majestic twin peaks Gros Piton and Petit Piton. Appreciate the magnificent views of the southern side of St. Lucia, including the famous Jalousie Bay. Enjoy the panorama of distant beautiful spots, like the islands of Martinique and St. Vincent."

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Der Petit Piton sei, wie der Kleine Mythen (Bergmassiv in den Schwyzer Alpen) auch, schwerer zu besteigen als sein grosse Bruder, der Gros Piton, resp. der Grosse Mythen.

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Unser Guide gibt alles damit die Touristen schöne Erinnerungsfotos mit nach Hause nehmen können.

St. Lucia

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Auf der Weiterfahrt halten wir in einer schönen Bucht an. Um das Foto noch schöner zu machen, liegt ein Segelschiff vor Anker.

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St. Lucia gefällt uns beiden sehr, die tropischen Wälder, die schönen Strände; mit einem oberflächlichen Blick betrachtet ein Paradies; vor allem wenn das notwendige Kleingeld vorhanden ist, um sich ein Bötchen und ein Häuschen zu leisten ...

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Nach gut 7 Stunden erreichen wir wieder Castries und sehen unser Schiff und zwei weitere.

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Samstag, 22. Februar 2020, St. George's, Grenada

Grenada Grenada Grenada

"Grenada, offiziell Staat Grenada, ist ein Inselstaat und der Name einer hierzu gehörigen Insel der Kleinen Antillen, die geographisch zu den Inseln über dem Winde in der Karibischen See gehört. Der Inselstaat bildet einen eigenständigen Mitgliedstaat des Commonwealth of Nations. Die Insel liegt zwischen der Karibik und Grenadadem Atlantischen Ozean, etwa 200 Kilometer nordöstlich der Küste Venezuelas und südlich von Saint Vincent und den Grenadinen. Der Staat besteht aus mehreren Inseln der Inselgruppe der Grenadinen, einem Teilarchipel der kleinen Antillen, von denen die Insel Grenada selbst die grösste ist; kleinere Inseln sind Carriacou, Petite Martinique, Ronde Island, Caille Island, Diamond Island, Large Island, Saline Island, Les Tantes und Frigate Island. Der nördlich angrenzende Teil der Grenadinen gehört zum Nachbarstaat St. Vincent und die Grenadinen. Der Grossteil der Bevölkerung lebt auf der Hauptinsel Grenada, wo auch die Hauptstadt St. George’s liegt sowie die Städte Grenville und Gouyave. Die grösste Siedlung auf den kleineren Inseln ist Hillsborough auf Carriacou. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und weisen fruchtbare Böden auf. Westlich von Ronde Island und etwa 8 km nördlich der Hauptinsel Grenada liegt in ca. 180 m Meerestiefe der einzige noch aktive Vulkan dieser Region, der Kick-’em-Jenny. Das Innere der Insel Grenada ist sehr bergig. Der höchste Punkt ist der Mount Saint Catherine mit einer Höhe von 840 Meter über dem Meeresspiegel. In den Bergen entspringen zahlreiche kleine Flüsse, sie bilden zwei grosse Seen: den Lake Antoine und den Grand Etang Lake. Im Verlauf der Flüsse gibt es zwei nennenswerte Wasserfälle: Annendale Falls und Concord Falls. Das Klima ist tropisch: heiss und feucht in der Regenzeit und etwas kühler in der Trockenzeit. Grenada liegt am südlichen Rand des Hurrikangürtels und hat in den letzten 50 Jahren nur drei Hurrikane erlitten, davon jedoch zwei seit dem Jahr 2004."

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Von 7.30 Uhr bis 19 Uhr liegt Mein Schiff 2 im Hafen von St. George's, der Hauptstadt der "Isle of Spice".

"Die Insel der Gewürze, die hier neben Zuckerrohr, Kakao und Bananen angebaut werden: Muskat, Gewürznelken, Lorbeer, Ingwer, Zimt, Piment und Kurkuma werden von hier in die ganze Welt exportiert."

Das Ausflugsangebot vom Schiff hat uns nicht gross überzeugt, resp. wir sind der Meinung, die angebotenen Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust, lies per Taxi, günstiger anschauen zu können.

Grenada GrenadaNachdem wir die Insel betreten und der Willkommensmusik gelauscht haben, schauen Edith, Pirmin, Silvia und ich - Bruno und Margrit habe eine ihnen passende Tour gebucht - uns nach einem Taxi um. Das ist sehr einfach. Beim ersten Stand lassen wir uns den Preis für unser Vorhaben geben und vergleichen diesen beim nächsten.

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Vor dem Einsteigen gehen wir mit dem Fahrer nochmals unsere Ziele durch - die Reihenfolge überlassen wir ihm - und lassen uns den Preis bestätigen.

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Als erstes fahren wir landeinwärts zu den Annandale Waterfalls, die wir schon nach sehr kurzer Zeit erreichen.

"Annandale Falls is located on the southwest side of the Island, a short distance about fifteen minutes from Grenadathe capital of St George’s. There, visitors are welcome to take an invigorating swim, relax and watch the guys jump off the Falls. The tropical flowers and trees can be found in the surrounding gardens. Unlike some of the other waterfalls in Grenada, which requires you to hike for as long as three hours or less. Feel free to take photos, videos and enjoy the untouched beauty of the island. Also, you can see Annandale Falls without even getting out of your vehicle. This is a great stop for someone who has limited time in Grenada."

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Wir spazieren auf dem Weg, der uns durch eine grüne Wildnis zum Wasserfall führt, als wir plötzlich ein furchtbares Geräusch vernehmen und erschrecken: ein schwarzer Myriapoda, vom Unterstamm der Arthropoda, kreuzt unseren Weg! Die Tausendfüssler haben übrigens zwei- oder höchstens dreistellige Anzahl von Beinen.

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"... and watch the guys jump off the Falls": Es hat tatsächlich einige junge Männer hier, die in kurzen Hosen und speziell bedruckten T-Shirts um Geld fragen, um danach von einem Felsen in das Wasser zu springen. Ich unterstütze dies nicht und schaue deshalb weg, resp. fotografiere den Sprung auch nicht.
Die Weiterfahrt führt uns auf einer schmalen und sehr kurvigen Strasse westwärts zur Küste und dann dieser entlang Richtung Norden, zur Plantage Dougaldston Spice Estate.

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Drinnen im Gebäude werden wir zu einem Tisch geführt und dort von einer Frau über den Anbau, der Ernte und die Verarbeitung der Gewürze informiert. Dabei erfahren wir ein ganz besonderes Sinneserlebnis für Nase und Augen und sehen zum Teil zum ersten Mal Bekanntes im Erntezustand.

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"Als Kakaobohnen bezeichnet man die Samen des Kakaobaumes. Sie sind in grosser Anzahl Grenada(25–50) in der Frucht eingeschlossen. Ihre Hülle besteht aus einer dünnen, brüchigen Aussenschale und einem feinen, weisslichen, inneren Häutchen, das den Kern umschliesst, in ihn eindringt und ihn mehrfach unterteilt. Kakaobohnen haben einen etwas scharfen und bitteren Geschmack. Um diese Schärfe etwas zu mildern, ein besonderes Aroma zu entwickeln und das spätere Entfernen der Schale zu erleichtern, werden sie leicht fermentiert; sie können auch mit Wasserdampf behandelt und dann getrocknet werden. Kakaobohnen werden geröstet, um das Schälen zu erleichtern, den Kern mahlfähiger zu machen, die Bitterstoffe zu beseitigen und das Aroma zu verbessern. Danach werden die Bohnen durch Walzenbrecher zerkleinert und die Keime gelöst; durch weitere Bearbeitungen werden Schalen, Häutchen und Keime von den gebrochenen Kernen getrennt."

"Auf Muskatnuss-Plantagen werden hauptsächlich weibliche Bäume kultiviert. An einem 10 bis 15 Millimeter Grenadalangen Stiel befindet sich die bei Reife ockergelbe oder orangefarbene, birnenförmige bis fast kugelige Balgfrucht, sie ist beerenartig, springt aber auf. Die Frucht weist eine Länge von 8 bis 10 Zentimeter und einen Durchmesser von 3,5 bis 5 Zentimeter auf. Die 3 Zentimeter grossen, rundlichen Samen sind von einem rötlichen, fleischigen, ölhaltigen Samenmantel (Arillus) umgeben. Der Kern des Samens, wie auch der Samenmantel, wird sowohl als Gewürz wie auch als Droge verwendet. In der Umgangssprache bezeichnet man den Samen als Muskatnuss oder Muskat und den Samenmantel als Muskatblüte oder Macis. Die kurzen, gekrausten Keimblätter (Kotyledonen) sind an ihrer Basis verwachsen."

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Nach dieser interessanten Besichtigung - gearbeitet werde zur Zeit nicht, da keine Ernte zu verarbeiten sei - fahren wir ins Städchen Gouyave, nach der Hauptstadt der zweigrösste Ort Grenadas. Er liegt an der Westküste der Insel und ist Hauptort des Verwaltungsbezirkes Saint John. Die Menschen in dieser Stadt leben zum grössten Teil vom Fischfang und so ist Gouyave die offizielle Hauptstadt der Fischerei auf Grenada und trägt den Beinamen „The fishing town that never sleeps“. Bei gutem Wetter fahren mehr als 30 Fischerboote hinaus auf die Karibische See. Der Fischreichtum dieser Region ist gross, unter anderem werden hier Thunfische, Barracudas und Königsfische gefangen. Der Fang des Tages wird entweder im Fischmarkt in Gouyave, im Fischmarkt in der Hauptstadt St. George’s oder in das Ausland (Hauptabnehmer sind die USA) verkauft. Unser Ziel ist die Nutmeg Processing Station im grössten Gebäude von Gouyave, mitten im Zentrum, einer der grössten Muskatnussfabrik auf Grenada.

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Gegen ein bescheidenes Entgelt erhalten wir eine Tour durch die Verarbeitungshalle, in der zur Zeit auch nicht gearbeitet wird.

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Von hier aus werden die Säcke voller Muskatnüsse in die ganze Welt verschifft.

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Nun verlassen wir die Küste wieder und fahren ins Innere der Insel. Die Fahrt ist sehr schön, alles ist grün.

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Beim Grand Etang National Park and Forest Reserve halten wir an.

"Der Grand Etang National Park liegt im GrenadaZentrum von Grenada und ist das grösste Naturschutzgebiet der Insel. Der National Park ist die Heimat unzähliger Palmenarten, tropischer Bäume und riesiger Baumfarne. Mitten im National Park befindet sich der Grand Etang See, ein Vulkankratersee. Grenada ist neben Dominica die einzige Karibikinsel die Vulkankraterseen hat. Direkt oberhalb des Kratersees befindet sich das Grand Etang Welcome Center in welchem sich der Besucher über die Flora und Fauna von Grenada informieren kann. Ferner ist dieses Center auch Ausgangsort von mehreren Wanderwegen welche von hier starten."

Da wir keine Zeit für Wanderungen haben, sind wir nicht sicher, was wir hier überhaupt wollen. Kurz besuchen wir die sehr bescheidene Ausstellung im schönen Gebäude vom Welcome Center.

Grenada Grenada

Immerhin entdecken wir einen jungen Muskatnussbaum, einen immergrünen Baum, der Wuchshöhen von 5 bis 18 Meter erreichen kann.

Grenada

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Habe ich hier schon erwähnt, dass mir Farne sehr gefallen, die Palmenartigen Baumfarne auch?

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Da dies unser letzter Besichtigungspunkt war, fahren wir nach St. George's zurück. Wir bezahlen unseren Driver mit einem zusätzlichen Trinkgeld - er hat es gut gemacht - und kehren an Bord zurück. Nach einem Mittagessen entschliessen sich Edith und Pirmin, nochmals an Land zu gehen, während Silvia und ich auf dem Schiff bleiben.

Da am Abend eine White Party angesagt ist, werfen wir uns in (weisse) Schale.

Mein Schiff 2

Mein Schiff 2

 

Sonntag, 23. Februar 2020, Seetag 2

Heute können wir es wieder gemütlicher angehen, weshalb wir auch keinen Wecker stellen. Nach dem Aufstehen entscheiden wir uns für Fitness vor dem Frühstück. Silvia und ich absolvieren einige Runden auf dem "Trimm Dich Pfad", resp. auf der Jogging-Strecke, da wir die Übungen nicht machen.

Mein Schiff 2

Wir geniessen das "Dolce far niente" an Bord mit sünnele auf dem Liegestuhl, oder schättele wie bei mir, dösen und lesen. Zwischendurch gehen wir auf dem doppeldeckigen Pooldeck herum, trinken etwas und informieren uns, was es mit diesen "Verichtungsboxen" auf sich hat, die Richtung Meer und nach oben offen sind.

Mein Schiff 2 Mein Schiff 2

Um halb drei besuche ich den Vortrag über die beiden Inseln Bonaire (übermorgen) und Aruba (Tag danach) im Theater.

Mein Schiff 2

 

Rosenmontag, 24. Februar 2020, Willemstad, Curaçao

Curacao Curaçao Curacao

"Curaçao ist eine rund 444 Quadratkilometer grosse Insel und zusammen mit der Nebeninsel Klein Curaçao ein Land des Königreichs der Niederlande in der Karibik. Curaçao ist eine der drei ABC-Inseln und als solche Teil Curacaoder karibischen Inseln unter dem Winde (südliche Kleine Antillen), die geologisch zur Südamerikanischen Kontinentalplatte gehören. Die Insel ist circa 60 km entfernt vom Festland (nördlich von Venezuela und nordöstlich von Kolumbien). Westlich von Curaçao befindet sich die Insel Aruba, die bis 1986 ebenfalls zu den Niederländischen Antillen gehörte, östlich davon die Insel Bonaire. Zusammen mit diesen gehört Curaçao geographisch zu den Inseln unter dem Winde. Südöstlich liegt Klein Curaçao, eine besonders bei Tauchern beliebte unbewohnte Insel, auf der nur ein Leuchtturm steht. Höchste Erhebung ist der Sint-Christoffelberg mit einer Höhe von 375 m. Die Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao werden aufgrund ihrer Anfangsbuchstaben zusammengefasst auch als ABC-Inseln bezeichnet."

Auf der sechsten Insel unserer Kreuzfahrt kommen wir, gemäss Fahrplan, um 7.30 Uhr an; bis abends um 22 Willemstad CuracaoUhr bleiben wir im Hafen von Willemstad. Es ist also genügend Zeit vorhanden, um den Tag ruhig anzugehen, umso mehr wir keinen Ausflug gebucht haben. Einen Termin haben wir aber trotzdem: um 16 Uhr soll der Kinder- und Jugendlichen-Karnevalumzug stattfinden, bei dem wir dabei sein wollen. Zuerst nehmen wir uns die Zeit für das Frühstück im bedienten Restaurant, d.h. die Getränke werden uns an den Tisch gebracht, für das Essen steht aber auch ein Buffet zur Verfügung. Danach treffen wir Pirmin und Edith - Bruno und Margrith haben ein Treffen mit auswanderungswilligen Berner-Freunde - und gehen gemeinsam von Bord auf Entdeckungstour in Willemstad.

"Willemstad ist die Hauptstadt Curaçaos. Heute hat Willemstad 125'000 Einwohner und ist damit die grösste Stadt der niederländischen Gebiete in der Karibik. Die Stadt liegt am Südwestufer der Insel Curaçao und besitzt Willemstad Curacaoeinen natürlichen Hafen, Schottegat genannt, der durch die Sint Annabaai vom Meer abgeschirmt wird. Die beiden gegenüberliegenden Stadtteile Otrabanda und Punda werden seit 1886 durch die Königin-Emma-Brücke verbunden. Die ursprünglichen Bewohner waren Arawak. Die Insel wurde 1499 von den Spaniern entdeckt. Sie sollen am 26. Juli an Land gegangen sein, dem Namenstag der Heiligen Anna, und nannten die Bucht Bahia de Santa Ana. 1515 wurden fast alle Arawak als Sklaven nach Spanien verschleppt. 1527 liessen sich die Spanier endgültig auf Curaçao nieder. 1634 wurde Willemstad von den Niederländern erobert. Das Gebiet östlich der St. Annabaai wurde De Punt („der Punkt“) genannt; im Inseldialekt Papiamentu punta. Später wurde daraus Punda. Auf „dem Punkt“ wurde 1635 ein Fort gebaut, um den Hafeneingang zu beschützen: Fort Amsterdam. Es ist das älteste Fort der Westindischen Kompanie auf Curaçao. Um das Fort herum wuchs die Stadt. 1707 wurde auf der gegenüberliegenden Baai-Seite ein neues Viertel gegründet: Otrabanda („die andere Seite“). Am 30. Mai 1969 brach in Willemstad ein Arbeiteraufstand aus, bei dem der Gewerkschaftsführer Wilson Godett angeschossen wurde. Daraufhin legten wütende Arbeiter in der Heerenstraat Feuer. Die Niederlande griffen in den Konflikt ein, indem sie 300 Marinesoldaten einflogen, um die Ordnung wiederherzustellen. Godett gründete wenige Tage später mit seinen Mitstreitern die Partei Frente Obrero i Liberashon 30 di Mei (FOL), die bei den folgenden Wahlen rund ein Viertel der Stimmen erobern konnte. 1997 setzte die UNESCO die Innenstadt von Willemstad auf die Liste der Weltkulturgüter. Bis zum 10. Oktober 2010 war Willemstad Hauptstadt der Niederländischen Antillen."

Willemstad Curacao

Nach dem Ankunftsterminal kommen wir als erstes zum Rif Fort, einem ehemaligen, am Meer gelegenen Fort. Aus der Optik von uns Männern drängt sich keine Besichtigung auf, den heute ist es ein Einkaufszentrum mit Innenhof, Läden und Bars/Restaurants, aus der Sicht der Frauen sieht das allerdings anders aus ...

Aus erhöhter Lage erhaschen wir den ersten Blick auf den Stadtteil Punda mit seinen Bonbonfarbenen Häusern.

Willemstad Curacao Willemstad Curacao

Bevor wir die Seite wechseln können, müssen wir die Fussgängerbrücke benützen, die soeben für die Fussgänger geschlossen und für die Schiffe geöffnet wird.

Königion Emme Brücke Willemstad

"Die Königin-Emma-Brücke ist eine charakteristische Pontonbrücke. Sie treibt auf der „Sint Annabaai“ und verbindet die Stadtteile Punda und Otrabanda. Die Brücke ist keine feste Uferverbindung, sondern sie kann von Otrabanda aus an das Ufer gedreht werden, um die Durchfahrt zwischen der Karibik und der St-Anna-Bucht zu ermöglichen. Diese Konstruktion ist einzigartig in der Welt. Daher kommt auch der Spitzname Swinging Old Lady (‚Drehende alte Dame‘). Während der Öffnung der Brücke kann das andere Ufer über eine kostenlose Fährverbindung erreicht werden. Sie wurde 1888 erbaut und 1939 und 2006 komplett erneuert. Benannt wurde sie nach der niederländischen Königin Emma. Zu Beginn war die Königin-Emma-Brücke zollpflichtig und nur Personen ohne Schuhe durften die Brücke kostenlos überqueren."

Königion Emme Brücke Willemstad Königion Emme Brücke Willemstad

Es dauert nicht lange und wir können die Brücke wieder benutzen und gelangen in den Stadtteil Punda.

"Im Stadtviertel Punda sind nicht nur die historischen Bauten und bunten Fassaden der Häuser ein Publikumsmagnet, Punda ist auch die erste Shopping-Adresse in Willemstad. Das Stadtviertel Punda („Punkt“) südöstlich von der Sint-Annabaai ist der älteste Teil von Curaçaos Hauptstadt Willemstad und wurde im Jahr 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt."

Willemstad Curacao

Blick auf den Stadtteil Otrabanda, wo auch unser Schiff angelegt hat.

Willemstad Curacao

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Danach bummeln wir ziellos über die Strassen und durch die Gassen des quirligen Stadtteils Punda.

Willemstad Curacao

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Willemstad Curacao

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In einem kleinen Park entdecken wir Leguane.

"Die Leguane lieben das trockene-feuchte Klima und fühlen sich auf Curaçao pudelwohl. Man trifft sie fast überall. Sie sitzen am Strassenrand, manchmal auf der Straße. Leider werden auch viele überfahren. Es gibt hier so viele Leguane, so dass die Einheimischen sogar auf die Jagd gehen und ihr leckere Leguansuppe (Iguana-Soup) daraus machen."

Leguan LeguanLeguan

In einem der vielen Strassencafés legen wir eine Pause ein. Als ich den Kellner frage, wo es Iguana-Soup gebe, wird uns erklärt, dass die Population der Leguane durch das mehrheitlich trockene Wetter der letzten Jahre stark zurück gegangen sei; die Tiere seien zwischenzeitlich geschützt. Meine Mitreisenden sind froh, dass ich diese bei den Einheimischen sehr beliebte Suppe nicht kosten kann ...

Es wird beraten, ob wir zum Schiff zurück sollen und dann am Nachmittag zuerst die Hato-Grotten zu besichtigen, und danach dem Karnevalumzugs beizuwohnen. Da ich niemanden zu einem Museumsbesuch überzeugen kann, mache ich mich alleine auf den Weg zum Maritime Museum.

Maritime Museum Curacao"The Curaçao Maritime Museum takes its visitors on a discovery tour of more then 500 years maritime history of Curaçao. The story-line is illustrated through a permanent exhibition consisting of displays with authentic nautical charts, ship models and navigation equipment combined with audiovisual techniques ... an attraction not to be missed."

Als Bürger eines Binnenlandes ist das Thema Seefahrt speziell spannend. Das Museum informiert über die Bedeutung der Schifffahrt für Curacao im Laufe der Jahrhunderte und der Geschichte der Insel. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Teils meines Reiseberichtes - 23. März 2020, ein Monat nachdem wir dort waren - hat der Corona-Virus auch diese Weltgegend erreicht und das Museum ist geschlossen.

Anschliessend an den Museumsbesuch kehre auch ich aufs Schiff zurück.

Mein Schiff 2

Nach dem Mittagessen gehen wir wieder von Bord und organisieren uns ein Taxi, mit dem wir quer über die Insel zu den Hato Grotten fahren.

Hato Caves

"Die Tropfsteinhöhlen von Hato liegen nördlich der Hauptstadt Willemstad am Roosevelt-Weg, in der Nähe vom Flughafen. Hato GrotteDie Hato-Höhlen entstanden vor mehreren Millionen von Jahren gemeinsam mit der Insel, als sich die Korallenablagerungen auf dem Meeresgrund nach oben wölbten. Die relativ kleine Höhle ragt 240 Meter in den Berg hinein und wird von hunderten Fledermäusen bevölkert. Höhlenzeichnungen deuten darauf hin, dass die Hato-Caves von Curaçaos Ureinwohnern, den Arawak-Indianern, vor rund 1'500 Jahren als Unterschlupf genutzt wurden. Auch Sklaven auf der Flucht nutzten das Labyrinth der Höhlen einst als Versteck, in dem manche von ihnen mehrere Monate lebten. m Gegensatz zu vielen kalten Höhlen in Europa herrscht in der Tropfsteinhöhle von Curaçao warmes Klima. Die Stalagmiten und Stalaktiten sind aber nicht so beeindruckend wie manche Tropfsteinhöhlen, die man aus Europa kennt."

Hato Grotten Hato GrottenHato Grotten Hato Grotten

Zurück in Willemstads suchen wir uns in der immer grösser werdenden Menschenmenge einen Platz zum Zuschauen. Beim Plasa Alimirante Luis Brion werden wir fündig.

"Pedro Luis Brión (July 6, 1782, Curaçao – September 27, 1821, Curaçao) was a military officer who fought in the Venezuelan War of Independence. He rose to the rank of admiral in the navies of Venezuela and the old Republic of Colombia. He was baptized as Phillipus Ludovicus Brion, son of the merchant Pierre Louis Brion and Marie Detrox, both from what is now Belgium. They arrived in Curaçao in 1777. In 1794 they sent their son to the Netherlands to complete his education. While he was there, he enlisted in the forces of the Batavian Republic to fight the British invasion of the northern Netherlands. He participated in the battles of Bergen (September 19, 1799) and Castricum (October 16, 1799). He was taken prisoner by the British but freed after a short time in the prisoner exchange under the Convention of Alkmaar. On his return to Curaçao he took an active part in the revolutionary movement on the island, in September 1800. Shortly after his return the island was occupied by the British. He escaped from the British authorities, fleeing to the United States. There he studied naval science and business. He returned to his native island in 1803 (since recovered by the Batavian Republic), dedicating himself to business. From 1803 to 1806 he led various actions to prevent the British reoccupation of the island. Nevertheless, the British occupied the island again in 1807, and Brión went into exile on the Danish island of Saint Thomas. From here he continued to run his business and maritime interests."

Karneval Curascao

Karneval Curascao Karneval Curascao

Die Karnevalsroute variiert von Jahr zu Jahr, führt aber immer durch Otrobanda. Von der Zeit her stehen wir geschätzt eher am Ende der Umzugsroute, doch jetzt tut sich etwas ...

Karneval Curascao

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Karneval Curascao  

Der Karneval-Umzug liegt irgendwo zwischen Zürcher Street Parade und unseren Fastnachtsumzügen; jedenfalls sind die Lastwagen mit gewaltiger Watt-Power bestückt ...

Karneval Curascao

... um meine Ohren zu schonen, lasse ich zwischendurch nur meine Augen die Sinne aufnehmen.

Karneval Curacao Karneval Curacao Karneval CuracaoKarneval Curascao Karneval Curascao Karneval Curascao

Karneval Curascao

Die ursprüngliche Idee, "auswärts" in einem Restaurant in Willemstad zu essen, lassen wir fallen. Stattdessen kehren wir an Bord zurück, wo wir wieder als 6er-Gruppe essen gehen.

Mein Schiff 2

Beim Auslaufen informiert der Kapitän über die Bordlautsprecher, dass er nur mit halber oder noch weniger Kraft über Nacht fahren wird, weil es bis zu unserem nächsten Ziel, dem "B" der ABC-Insel, nicht weit sei.

ABC Inseln ABC Insel

 

Dienstag, 25. Februar 2020, Kralendijk, Boanire

Bonaire Bonaire Boanire

"Die Insel Bonaire ist geographisch Teil der Kleinen Antillen. Politisch ist sie zusammen mit ihrer unbewohnten Nebeninsel Klein Bonaire eine Besondere Gemeinde der Niederlande. Sie ist die zweitgrösste der ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curaçao). Touristisch attraktiv ist die Insel vor allem durch die Unterwasserwelt. Die BonaireGesamtfläche beträgt 288 Quadratkilometer, die Bevölkerungszahl etwa 18'000. Inselhauptstadt ist Kralendijk; die älteste Siedlung ist Rincon. Die Insel besteht aus zwei Teilen, dem grüneren, hügeligen nördlichen Teil und der flachen Südhälfte. Der Hauptort Kralendijk befindet sich im Übergangsgebiet. Auf der ganzen Insel findet man wilde Esel und Leguane. Die meisten Esel sind inzwischen aber im Eselreservat in der Nähe des Flughafens untergebracht. Es wachsen auf der ganzen Insel baumgroße Säulen- und Kandelaberkakteen. Die Säulenkakteen wurden und werden als Material für ziegensichere Hecken verwendet. Im Norden trocknen Sonne und Wind den Boden weniger stark aus, darum ist die Vegetation dichter und artenreicher. Hier ist menschliche Besiedlung, hier befanden sich die heute verlassenen Plantagen. Durch Abholzung hat die Insel ihre ursprüngliche Vegetation verloren, besonders in der englischen Zeit (Französische Revolution). Der Norden ist aber heutzutage immer noch grün. Die Südhälfte war immer schon eine Kakteenwüste. Hier waren die natürlichen Salzseen, die zu Salinen ausgebaut wurden. Mittlerweile wird im Süden ein Viertel der gesamten Landfläche der Insel zur Salzgewinnung genutzt. Mitten in diesem Gebiet können Flamingos beobachtet werden, denen man dort ein Schutzgebiet für den Bau ihrer Schlammnester eingerichtet hat. Der Salzsee im Norden, das Gotomeer, ist Teil des „Washington Nationaal Park“ und als solches geschützt. Auch hier können Flamingos beobachtet werden."

Ein neuer Tag, eine neue Insel.

Kralendijk Boanire Kralendijk Boanire

Kralendijk BonaireMargrit und Bruno haben sich entschieden, den Tag wie Robinson Crusoe zu verbringen, auf der unbewohnten Insel Klein Bonaire. Viel Vergnügen euch beiden!

"Klein Bonaire ist eine kleine, flache und unbewohnte Insel, etwa 850 m vor der Südwestküste von Bonaire gelegen und von dieser durch die Meeresstrasse Rede Kralendijk getrennt. Die Koralleninsel hat eine Landfläche von ca. 6 km², ist durchgängig flach und ragt auch nur wenige Meter über den Meeresspiegel. Das Eiland ist allerdings wegen der intakten BonaireUnterwasserwelt im direkt angrenzenden Korallenriff und wegen des klaren Wassers ein höchst beliebtes Ausflugsziel vieler Touristen, die die Hauptinsel Bonaire besuchen. Jährlich kommen bis zu 50.000 Hobbytaucher und -schnorchler auf das der Hauptinsel vorgelagerte Eiland."

Wir restlichen vier der Gruppe haben uns für die Inselrundfahrt angemeldet, mit welcher wir Highlights vom BonaireNorden, wie auch vom Süden sehen werden. Nach der Besammlung und Registrierung in der Schau Bar, geht es, wie bei jeder organisierten Tour, gesittet und ordentlich, optimal in der angeordneten Zweierkolonne, zum Ausgang.

"Bonaire, The First Blue Destination. Bonaire ist seit jeher weltweit führend darin, die wichtigen Aspekte und Entwicklungen der Nachhaltigkeit sowie die Chancen eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums zu erkennen. Bonaire war die erste karibische Insel, die einen geschützten Meerespark mit dem Schutz der Natur als Eckpfeiler unserer nachhaltigen Tourismuspolitik hatte. Der Wirtschaftsentwicklungsplan der Insel basiert auf Nachhaltigkeit und 40% der Insel verbrauchen saubere Energie. Bonaires Anerkennung der Bedeutung seiner Wasserressourcen erstreckt sich sogar auf seine Flagge, wo das Blau das reine Wasser darstellt. Ein Blue Destination zu werden, steht im Einklang mit Bonaires Kultur, Geschichte und dem Erbe der Menschen, die das Meer als Lebensgrundlage angenommen und geschützt haben."

Bonaire BonairePirmin holt noch schnell bei der Tourist Information Landkarten. Damit ausgerüstet gehen wir zum wartenden Bus ... es ist aber nicht dieser bunte Rasta-Bus.

Bonaire

Unser Guide, der zugleich unser Chauffeur ist, informiert, dass wir zuerst nordwärts fahren.

Bonaire

Beim ersten Halt sehen wir die Insel, wo zur Zeit unsere beiden Bärner am sünnele sind: Klein Bonaire.

Bonaire Bonaire

Beim Fotografieren sticht mich etwas in den Rücken; als ich mich umdrehe, sehe ich den Grund.

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Beim nächsten geplanten Halt, 1000 steps, "One of the most famous dive sites on Boanire" (es seien aber nur 67 Stufen), findet unser Bus wegen dem grossen Andrang keinen Platz zum parken; so fahren wir weiter und können kurz darauf die verschiedenen Farben des Meeres bewundern.

Bonaire

Bonaire

Kurz darauf steigt die Spannung, denn unser Driver-Guide kündet an, dass wir zum Gotomeer kommen.

"Der See Gotomeer ist der beliebteste Platz bei den auf Bonaire lebenden Flamingos. Auf dem Salzsee im Norden der Insel schnappen sich die scheuen Tiere die Salzwasserkrebse. In der Zeit von Januar bis Juli ist bei den Flamingos Brützeit. Und es ist daher mit vielen Flamingos zu rechnen. Der See der Flamingos liegt an der Grenze zum Washington Slagbaai National Park."

Zu unserem Bedauern erklärt unser Chaffeur, dass wir in einem Naturschutzgebiet seien und deshalb nicht aussteigen dürfen, anhalten jedoch schon. So werden die Fensterplätze belagert und die Teleobjektive, falls vorhanden, ausgefahren.

Bonaire

Na, wo sind sie den, die Flamingos?

"Flamingos kommen in Süd-, Mittel- und Nordamerika sowie Europa, Afrika und Südwestasien vor. Unterschiedliche Auffassungen in der Wissenschaft führen zu einer Einteilung der Flamingos in fünf oder sechs Arten. Ihre gemeinsamen Merkmale sind das mehr oder weniger intensiv rosafarbene Gefieder sowie der hochspezialisierte Schnabel und der Zungenapparat. Alle Flamingoarten sind einander sehr ähnlich. Sie haben lange, dünne Beine, einen langen Hals und ein rosa Gefieder. Aufrecht stehend sind Flamingos 90 bis 155 cm hoch. Die Geschlechter sind gleich gefärbt, Männchen sind im Schnitt jedoch etwas grösser als Weibchen. Im Verhältnis zur Körpergröße sind Hals und Beine bei ihnen länger als bei allen anderen Vögeln. Die Rosafärbung des Gefieders ist auf die Aufnahme von Carotinoiden mit der Nahrung zurückzuführen. Diese sind vor allem in planktonischen Algen enthalten. Der Flamingo-Organismus kann diese Carotinoide mit Hilfe von Enzymen in der Leber umwandeln; dabei entstehen mehrere Pigmente, vor allem Canthaxanthin, das in Haut und Federn ausgewachsener Flamingos eingelagert wird. Jungvögel haben ein graues Gefieder mit keinen oder wenigen rosa Pigmenten. Ebenso führt die unnatürliche Ernährung von Zoo-Flamingos dazu, dass sie ein eher weisses Gefieder haben. Ein weiteres Kennzeichen der Flamingos ist der nach unten geknickte Seihschnabel, mit dem sie – mit der Oberseite nach unten – Plankton aus dem Wasser oder Schlamm filtrieren. Die Schnabelränder sind mit feinen Lamellen besetzt, zusammen mit der Zunge bilden sie einen Filterapparat, der eine ähnliche Funktion wie die Barten der Bartenwale erfüllt. Flamingos sind gute Schwimmer, nutzen diese Fähigkeit aber nicht oft. Ihre langen Beine ermöglichen ihnen auch noch das Waten in grösseren Tiefen. Im Flug halten sie den Hals gestreckt, die Flügel werden schnell und regelmäßig geschlagen; Gleitphasen sind selten. Sie erreichen Fluggeschwindigkeiten von 50 bis 60 km/h. In Gruppen fliegende Flamingos bilden meist energiesparende V-Formationen. Sowohl vor dem Start als auch nach der Landung werden für gewöhnlich einige laufende Schritte getan. Während Flamingos für den Stand auf zwei Beinen Muskelkraft benötigen, können sie mit nur minimaler Anstrengung auf einem Bein balancieren. Wenn das eine Bein angehoben wird, verschiebt sich der Körperschwerpunkt über das andere Bein. Ein zusätzlicher „Arretiermechanismus“ sorgt für die nötige Stabilität, sodass das Balancieren auf einem Bein selbst im Schlaf möglich ist. In der Theorie funktioniert dieser Mechanismus auch, wenn der Vogel tot ist."

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Wir haben schon vor der Reise zuhause von anderen Reisenden gehört, dass die Flamingos nur von weitem betrachtet werden können; wir wussten es also, sind gleichwohl enttäuscht.

Wir fahren weiter und erreichen kurze Zeit später Rincon.

"Rincon ist die älteste Siedlung der Insel. Sie wurde 1527 von Spaniern gegründet. Durch ihre Lage in einem fruchtbaren Tal zwischen den Hügeln im Norden der Insel war sie von See aus nicht sichtbar und dadurch vor Piraten geschützt. Die nach Bonaire importierten Sklaven wurden in Rincon angesiedelt. 1863 wurde im Königreich der Niederlande die Sklaverei abgeschafft. Am 1. Juli dieses Jahres wurden in der Kolonie Niederländische Karibik 12'000 Menschen in die Freiheit entlassen. Viele der Einwohner Rincons sind Nachfahren der Sklaven."

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In einem bescheidenen Museum, einem ehemaligen Herrschaftshaus, bekommen wir Einblicke in das frühere Leben.

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Nach dem Gratis-Museum- und anschliessendem kostenpflichtigen Toiletten-Besuch entdecke ich eine Werbetafel:

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Der Chauffeur hat vor der Ankunft erwähnt, dass es manchmal Leguanen-Suppe gäbe.

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Nach Übergabe der Kamera an Pirmin und 2 1/2 Dollar später, muss ich zeigen, ob ich wirklich den Mut habe ... kurz darauf kann ich bereits mit unserem Chauffeur und Guide, der sich auch eine Suppe gönnt, fachsimplen ...

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Und wenn ich schon exotisches meinem Magen zuführe, dann will ich auch die andere Spezialität der Insel erleben: Die Cadushy-Erfahrung, Kaktuslikör, - "The Cadushy Experience, the world’s only liqueur made from cactus" - querbeet mit den unterschiedlichsten Aromen.

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Auf der Weiterfahrt sehen wir viele Häuser und Gärten mit Zäunen aus Kaktus (Fotos aus dem Internet).

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Wir fahren nun an Kralendijk vorbei, ganz in den Süden zu den kleinen steinernen Sklavenhütten.

"In den Zeiten der Sklaverei auf Bonaire, waren Sklaven für den Salzabbau zuständig. Aus diesem Grund stehen die keinen Hütten auch im Süden der Insel in unmittelbarer Nähe zu den Salt Pans. In den weissen Hütten, die direkt am Strand gebaut sind schliefen, die Sklaven unter der Woche. Am Wochenende nächtigten sie in Rincon bei ihren Familien. Der Weg dorthin war mit einem harten siebenstündigen Fussmarsch verbunden. Die Sklavenhütten wurden im Jahre 1850 errichtet und sind noch heute in einem sehr guten Zustand."

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BonaireAuf der Rückfahrt nach Kralendijk halten wir bei einer Salzpfanne (Salt Pan) an. Heute wird das Salz davon ohne viel Handarbeit gewonnen und der grösste Teil in die USA exportiert. Auf Förderbändern gelangt der natürliche Rohstoff, das "Weisse Gold", direkt auf Frachter.

"Seit über 350 Jahren zählt die Salzgewinnung zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen auf Bonaire. Diese mühsame Arbeit wurde früher durch die Sklaven erledigt. Nachdem die Sklaverei abgeschafft wurde, übernahmen die Bewohner aus den anderen Dörfern diese harte Arbeit. Leider sank durch hohe Zölle und geringe Investitionen die Produktion immer weiter ab. 1963 wurde die Salzgewinnung durch eine Modernisierung wieder zu einer der wichtigsten Handelswaren."

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Zurück in der Hauptstadt Bonaires beschliessen wir, noch ein bisschen durch die Strassen zu bummeln.

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KralendijkGerne möchte ich das Terramar Museum besuchen. Als ich eine Verkäuferin nach dem Weg frage erfahre ich, dass das Museum geschlossen sei, also nix mit "Discover the history of Bonaire". So konzentriere ich mich darauf, das Geschäft zu finden, wo Silvia und ich vom Bus aus etwas Potenzielles für unsere Wohnung entdeckt haben ...

Kralendijk Bonaire

Aus der Nähe betrachtet machen die Deko-Flamingos "Made in China" einen doch eher billigen Eindruck; wir sehen deshalb von einem Kauf ab, womit sich auch die logistische Herausforderung erübrigt.

Kralendijk Bonaire

Ein sprachgewandtes, oder mindestens kreativers Beauty Center.

Wir sind ja mit Pirmin und Edith unterwegs, deshalb ist es nur eine Frage der Zeit bis zur ersten Kirche ...

Kralendijk Bonaire

Zielsicher führt uns Pirmin zur St. Bernard Church.

"The St. Bernard Church is a religious building belonging to the Catholic Church. The temple follows the Roman or Latin rite and depends on the Catholic Diocese of Willemstad on the neighboring island of Curacao. The yellow and white color scheme and its triangular main part stands out, and is topped by a cross. It is adjacent next to the bell tower. It offers mass in the local language Papiamento. Two previous churches in honor of St. Bernard were built on this site: one in the eighteenth century and the other in 1829. The current church was built in 1948."

Kralendijk Bonaire

Kralendijk Bonaire Kralendijk Bonaire

YU, ATA BO MAMA: Son, here is your Mother (Sohn, hier ist deine Mutter). BO TA MI YU STIMA: You are my Beloved Son (Du bist mein geliebter Sohn). Thanks to Crystel, from Tourism Corporation Bonaire, for translating these Papiamentu texts into English via email on March 25, 2020.

Papiamentu ("Papiamentu oder Papiamento ist eine Kreolsprache, die in der Karibik auf den ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curaçao) sowie auf Sint Eustatius und Saba gesprochen wird. Der Wortschatz des Papiamentu setzt sich zum grössten Teil aus spanischen, portugiesischen und niederländischen Wörtern zusammen."

Kralendijk Bonaire

Vorbei am Leuchtturm kehren wir zu unserem Schiff zurück.

Kralendijk Boanire

 

Mittwoch, 26. Februar 2020, Oranjestad, Aruba

Aruba Aruba Aruba

"Aruba ist eine der drei ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curaçao), die geologisch zu Südamerika gehören und Teil Arubader Kleinen Antillen in der südlichen Karibik sind. Die Insel liegt 25 Kilometer nördlich von Venezuela. Sie ist neben Curaçao und Sint Maarten sowie den Niederlanden (bestehend aus den Niederlanden in Europa sowie Bonaire, Sint Eustatius und Saba in der Karibik) eines der vier gleichberechtigten Länder des Königreiches der Niederlande. Wie die anderen Länder hat auch Aruba eine eigene Verfassung, Währung und Regierung. Die Insel geniesst vollkommene innere Autonomie, ist aber kein souveräner Staat (besitzt keine äussere Souveränität). Aruba ist die westlichste und kleinste der drei ABC-Inseln. Sie ist überwiegend flach, max. 30 km lang und max. 9 km breit. Der höchste Berg ist der Jamanota mit 188 m. Die bemerkenswerte Erhebung ist der Hooiberg, der von der Insel überall gesehen wird, und 168 m hoch ist. Die Insel zeichnen kilometerlange weisse Strände aus, während der Osten durch teilweise bizarre Felsküsten geprägt ist."

Es tut sich was, ein Schlepper begleitet uns in den Hafen ...

Aruba

Aha, darum habe ich jeweils beim Frühstück vergeblich "es Mödeli Anke" gesucht ...

Aruba

Nun sind wir auf der dritten der ABC-Inseln und auf der 8. Insel unserer Kreuzfahrt ...

Aruba

Oranjestadt ArubaUns hat kein Ausflug angesprochen, weshalb wir entschieden haben, uns nur das Städchen Oranjestad anzuschauen.

"Oranjestad ist die Hauptstadt der zum niederländischen Königreich gehörenden Karibik-Insel Aruba. Sie ist mit 28'294 Einwohnern (2010) auch die grösste Stadt der Insel. Schon im Jahr 1796 wurde das Fort Zoutman von den Niederländern gegründet. Kurz danach entstanden auch die ersten Häuser in diesem Gebiet. Oranjestad wurde nach dem Namen des regierenden Königshauses der Niederlande (niederländisch Oranje) benannt. Seitdem ist Oranjestad die Hauptstadt Arubas. 1986 gewann Oranjestad etwas mehr Bedeutung, da sie nun Hauptstadt eines der drei gleichberechtigten Teile des niederländischen Königreiches (neben den Niederlanden und den Niederländischen Antillen) wurde. Oranjestad ist über den Queen Beatrix International Airport mit vielen Staaten in der Karibik, den Vereinigten Staaten und Europa verbunden. Ausserdem gibt es einen Hafen, der von vielen Kreuzfahrtschiffen angesteuert wird. Eine offene Strassenbahn verbindet seit 2013 den Hafen mit der Fussgängerzone, wo man die in sanften Pastelltönen gestrichenen Zuckerbäckerbauten aus der Kolonialzeit bestaunen kann."

Oranjestad Aruba

Oranjestd Aruba

Upps, Silvia und ich sind nicht die einzigen, die von dieser praktischen (Station gleich beim Hafen), günstigen (gratis) und originellen ÖV-Möglichkeit gelesen haben ...

Oranjestd Aruba Oranjestd ArubaOranjestd Aruba

Oranjestd Aruba

Oranjestadt Aruba

Wir fahren bis zur Endstation, wo wir aussteigen und zu Fuss zurück laufen.

Oranjestd Aruba Oranjestd Aruba

Ich war schon mal in Aruba, nach einer Südamerika-Reise 1998 durch Ecuador, Peru und Bolivien. Auf dem Heimflug von Lima nach Amsterdam, machte KLM hier eine Zwischenlandung, was wir für einen mehrtägigen Erholungs-Stop-over nutzten. Ein Déjà-vu wäre also gerechtfertig, aber nichts dergleichen fühle ich. Wie ich später recherchiere, liegt unser damaliges Hotel Bucuti Beach nördlich Richtung Eagle Beach, an der Manchebo Beach.

Oranjestadt Aruba

Beim Zurücklaufen machen wir einige Shop-Stops; in einem davon werde auch ich zum Käufer ...

Oranjestadt Aruba

allerdings nicht von einem Hummer-Geländewagen, ein Hummer-Sweatshirt tut es auch, oder einer superschwergewichtigen Maschine der Marke Boss Hoss, gegen die meine Kawasaki VN 2000 ein Leichtgewicht ist.

Oranjestadt Aruba

"Boss Hoss ist ein Unternehmen in Dyersburg, im Bundesstaat Tennessee, USA. Der Hersteller von individuell gebauten Motorrädern wurde 1990 von Monte Warne gegründet. Aus Monte Warnes kleinem Laden entstand eine grosse Fertigungsstätte, die heute Motorräder unter Verwendung von Chevrolet-Achtzylinder-PKW-Motoren auf einer Fläche von 770 m² in Serie fertigt. Mit einem Gesamtgewicht von zum Teil über 500 kg (allein die Motoren wiegen über 250 kg) sind diese Motorräder extrem schwer. Die Herstellung erfolgt grösstenteils in Handarbeit, wobei nur V8-Motoren mit einem Hubraum zwischen 5,7 Liter und 8,2 Liter verbaut werden. Grundsätzlich lassen sich die Maschinen wie jedes andere Motorrad fahren; dafür sorgt ein über einen Drehmomentwandler mit dem Motor verbundenes halbautomatisches Ein-Gang-Getriebe mit Overdrive und einem Rückwärtsgang. Der Schwerpunkt der Maschinen ist niedrig. Die ersten Maschinen trugen den Namen Boss Hog und wurden unter diesem auf diversen Bike-Shows vorgestellt. Da der Name H.O.G. in den USA von Harley-Davidson geschützt ist (Harley Owners Group), wurde gegen den Firmengründer, Mont Warne, eine Anordnung zur Umbenennung erwirkt. Der Name Boss Hog hatte sich aber schon herumgesprochen; um nicht allzu sehr davon abzuweichen, entschied man sich Mitte 1991 für Boss Hoss."

Wir verlassen die Shopping-Meile und gehen zum Hafen.

Oranjestadt Aruba

Oranjestadt Aruba

Auch hier treffen wir wieder auf Leguane - keine Angst, ich esse sie nicht.

Oranjestadt Aruba Oranjestadt ArubaOranjestadt Aruba

Bye bye Aruba.

 

Donnerstag, 27. Februar 2020, Seetag 3, von Oranjestad nach La Romana

Mein Schiff 2

Nach den drei Hafentagen mit Sightseeings, kommt der Seetag nicht ungelegen; wir freuen uns auf die Hauptbeschäftigung "Nichtstun". Nach dem Studium des Tagesprogramms habe ich mich für drei Geschehen entschieden; der erste steht bereits in einer Stunde an.

Mein Schiff 2 Mein Schiff 2

Andreas Greulich, der sich mit dem Schweizer Thomas Roth, als Kapitän auf Mein Schiff 2 abwechselt, hält Mein Schiff 2einen interessanten Vortrag über das Schiff. Dabei übersteigt der technische Teil oft meine Aufnahmefähigkeit während die Ausführungen über die organisatorischen Abläufe zeigen, dass ein Kapitän wie ein CEO eines Unternehmens wirkt. Auf Mein Schiff 2 sind aktuell 1'178 Mitarbeitende aus insgesamt 52 Nationen an Bord. Es ist ja klar, dass bei der anschliessenden Fragerunde irgendwann die Frage gestellt wird, was gemacht würde wenn ... Das Thema Corona-Virus ist natürlich auch auf dem Schiff ein Thema. Der Kapitän geht ruhig auf diese Frage ein und erklärt die getroffenen Massnahmen und die tägliche Kommunikation mit TUI Cruises in Hannover und Berlin, der deutschen Regierung und mit Kapitänen anderer TUI-Schiffe.

Die Suche nach einem freien Liegestuhl ist bei Regen erfolgreich ...

Mein Schiff 2 Mein Schiff 2

"Nach em Räge schint Sunne, nach em Briegge wird glacht ..." und die Suche nach einem Liegestuhl im Schatten geht weiter ...

Mein Schiff 2 Mein Schiff 2

An einem früheren Abend ist Pirmin mal mit Susann, der Kreuzfahrtdirektorin, im Schlepptau aufgetaucht und hat ihr die "Schweizer Delegation" vorgestellt. Heute treffe ich sie auf einer meiner Streifzüge durchs Schiff.

Mein Schiff 2

Der Vortrag über die Dominikanische Republik entpuppt sich als Präsentation für Ausflüge, weshalb ich die Veranstaltung gleich wieder verlasse ... später vergesse ich, wohl ob dem "Seele baumeln lassen", das Quiz.

Am Abend werden die Mitarbeiter vorgestellt, resp. Delegationen aus allen Arbeitsdepartementen, und erhalten den wohlverdienten Applaus der Gäste.

Mein Schiff 2 Mein Schiff 2

 

Freitag, 28. Februar 2020, Isla Saona, Domenikanische Republik

Dominikanische Republik Dominikanische Republik Dominikanische Republik

"Die Dominikanische Republik (spanisch República Dominicana) ist ein auf der Insel Hispaniola der Grossen Dominikanische RepublikAntillen zwischen dem Atlantik und der Karibik gelegener Inselstaat. Er umfasst den Osten und die Mitte der Insel, das westliche Drittel gehört zum Staat Haiti. Die Staatsangehörigen heissen auf Deutsch Dominikaner. Dominikanische RepublikDie Dominikanische Republik ist nicht zu verwechseln mit der Insel Dominica, die zu den Kleinen Antillen gehört und deren Staatsangehörige Dominicaner heißen. Der Name des Staates leitet sich von der Hauptstadt Santo Domingo ab, die wiederum nach dem Gründer des Dominikanerordens, dem heiligen Dominikus (lateinisch Dominicus) benannt ist. Die Grenze zwischen den beiden Staaten erstreckt sich über 388 Kilometer. Geologisch liegt die Insel Hispaniola über der Grenze zwischen Karibischer und Nordamerikanischer Platte. Dominikanische Landesnachbarn sind unter anderem die Turks- und Caicosinseln, Jamaika, Kuba und die Bahamas."

La Romana - Domenikanische Republik

Dominikanische Republik

Heute gehen wir wieder mal getrennte Wege: Während Edith und Pirmin mit Margrit und Bruno La Romana und die nähere Umgebung auf eigene Faust entdecken wollen, schwebt Silvia und mir das Erleben von purem Karibik-Feeling vor. Mit dem gebuchten Tagesausflug auf die Insel Saona wollen wir dies realisieren ... Die Besammlung ist auf 08.05 Uhr angesetzt, deshalb ist Wecken durch den Wecker und frühes Aufstehen angesagt.

Dominikanische Republik

La Romana - Domenikanische Republik

La Romana - Domenikanische Republik La Romana - Domenikanische Republik

Nachdem alle einen Platz im Bus gefunden haben und die lokale Reiseleiterin - sie stellt sich als "Mama ... irgendwas" vor - uns begrüsst hat, gehts los. Bei einem Parkplatz im Nationalpark angekommen, bekommen alle ein Armband, welches wir tragen müssen.

Isla Saona

Danach gehts durch einen Palmenwald zum Strand wo wir auf verschiedene Boote verteilt werden.

Isla Saona

Damit wir schneller auf der Insel seien, fahren wir mit einem Schnellboot, erklärt uns "Mama". Auf der Rückfahrt seien wir aber dann auf einem Katamaran, tröstet sie uns.

Isla Saona Isla SaonaIsla Saona

Isla Saona

Da es sehr laut ist, auf unseren Plätzen hinten auf dem Boot, sind wir nicht unglücklich, als sich das Ende der Überfahrt ankündigt.

Isla Saona Isla SaonaIsla Saona Isla Saona

Isla Saona

Das Material für die Bars und Küchen werden mit Eselkarren weitertransportiert.

Isla Saona

Insel Saona: Der erste Eindruck ist gut, es gefällt uns was wir sehen auch ...

"Die etwa 110 km² grosse Insel Isla Saona liegt in der Provinz La Altagracia im Osten der Dominikanischen Isla SaonaRepublik. Sie gehört zum Parque Nacional del Este (Nationalpark des Ostens) und steht unter Naturschutz. Er zählt zu den grössten Nationalparks des Landes und ist bekannt durch seinen Reichtum an Vögeln, insbesondere seltener Vogelarten. Die ursprünglich tropische Vegetation wurde zunehmend durch Palmenwälder und Sandstrände ersetzt. Von den Ureinwohnern, den Taíno, wird die Insel auch Adamanay genannt. Den Namen Saona erhielt die Insel von den Europäern im 15. Jahrhundert. Saona hat zwei Siedlungen, das Fischerdorf Mano Juan im Süden und Catuano an der Westspitze, wo sich auch eine Marinebasis befindet."

... wenn wir nicht die einzigen sind.

Isla Saona

Die Organisation sieht vor, dass jede ankommende Gruppe zu ihrem zugeteilten Strandabschnitt mit Liegestühlen, Bar und Essenausgabestelle, geführt wird. Es sind genügend Liegestühle vorhanden, sowohl an der Sonne wie im Schatten. Bequem auf dem Liegestuhl liegend kann ich das Blätterdach fotografieren.

Isla Saona

Isla Saona

Aber wir bewegen uns auch und machen einen Strandspaziergang.

Isla Saona

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Isla Saona

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Ich gestehe: sogar ich als Strand-Urlaub-Banause fühle mich hier wohl.

Isla Saona

Isla Saona

Wieso üben schräge Palmen so eine erstaunliche Anziehungskraft aus?

"Schief wachsende Palmen: Sie machen jeden Strand perfekt, verschwinden aber leider nach einiger Zeit. Was bewirkt das ungewöhnliche Wachstum und warum verschwinden sie früher oder später? Es gibt diesbezüglich ein paar Mythen, wie z.B. dass Menschen auf sie hinaufklettern, sie zum kippen bringen und die Palmen dann schief weiterwachsen. Die Wahrheit ist, dass das Meer bei rauher Brandung oder zu bestimmten Jahreszeiten den Sand weg transportiert, die Wurzeln der Palme unterspült und sie so zum Kippen bringt. Die Palme wächst danach meist dennoch weiter. Wenn der Sand dann wieder zurückkommt und den Wurzelballen vollständig bedeckt, wundern sich viele Menschen, warum die Palme so schief wächst. Dies ist besonders auf flachen Koralleninseln zu beobachten, wo der Sand je nach Jahreszeit um die Insel wandert. Man findet dieses Phänomen aber auch auf den Granitinseln der Seychellen. Leider wird die Erosion unter anderem wegen der steigenden Meeresspiegel aber immer stärker und so verschwinden immer mehr der schiefen Palmen von den Stränden."

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Nun haben wir einen Drink verdient; ausser dem Pina Colada ist alles gratis, resp. in unserem Tourpreis inbegriffen.

Isla Saona

Danach gehts zum aufgestellten Selbstbedienungsbuffet unter den Palmen.

Irgendeinmal, es ist wie angekündigt nach rund 3 1/2 Stunden - ruft "Mama" ihre Schäfchen zusammen; es seit Zeit zum Aufbrechen.

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Bei der Anlandungsstelle am Strand steigen wir zuerst in ein Motorboot, welches uns zu einem Katamaran fährt, wo wir umsteigen.

"Ein Katamaran ist ein Boot oder Schiff mit zwei Rümpfen, die fest (z. B. durch ein Tragdeck) miteinander verbunden sind. Das Wort Katamaran ist ein Lehnwort aus dem Tamilischen, im Sinne von „Boot aus zusammengebundenen Baumstämmen“). Generell kann man nach der Antriebsart Motorkatamarane (Motorschiff) und Segelkatamarane (Segelschiff) unterscheiden. Im Gegensatz zu Einrumpfschiffen zeichnen Katamarane sich dadurch aus, dass sie sehr breit sind und damit sehr stabil auf dem Wasser liegen. Da Katamarane keinen Kiel haben und formstabil sind, haben die Boote ein relativ geringes Gewicht. Daher sind Katamarane häufig sehr schnelle Boote, die mit Gleitrümpfen ausgestattet werden. Als Nachteil, neben dem schwierigeren Handling besonders in engen Häfen, muss die Kenterbarkeit angemerkt werden. Im Gegensatz zu Kiel-Segelyachten, die sich auch nach starker Schräglage wieder aufrichten, können grössere Katamarane (ab ca. 7 m Länge) nicht ohne fremde Hilfe (Kran) wieder aufgerichtet werden."

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Schwimmwesten werden keine verteilt, dafür reichlich Cola mit Rum ...

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Unsere "Mama" ist eine sehr lebensfreudige Dominikanerin, die uns auch zeigt, wie bei ihnen Geburtstag gefeiert wird.

  Isla Saona

Isla Saona

Viel zu schnell geht der Ausflug zu Ende, ein sehr schöner, sonniger Tag weicht schon bald der Abenddämmerung und übergibt das weitere Geschehen der Nacht..

 

Samstag, 29. Februar 2020, Seetag 4, von La Romana nach Fort-de-France

Wieder ein Seetag: ein Tag zwar ohne Termine, erste Entscheidungen sind aber bereits nach dem Verlassen der Kabine gefragt ...

Mein Schiff 2

Zum Treppenhaus Richtung Bug oder Heck ...?

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Mit dem Lift oder zu Fuss ...? Silvia nimmt mir die Entscheidung ab ... dafür werden die Schritte im App gutgeschrieben Smiley

Mein Schiff 2

Wo frühstücken ...?

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Zurück in der Kabine, werden wir von einem weiteren fantasievollen Tier begrüsst. Danach noch schnell die Schuhe putzen ...

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... ein frisches Frottetuch holen und ab an die Sonne oder in den Schatten.

Mein Schiff 2

Nicht weit vom Liegestuhl hat es eine Art Eisdiele. Aber ich darf fotografieren ohne konsumieren zu müssen.

"Eine Eisdiele oder ein Eiscafé, in Österreich Eissalon, ist ein Gastronomiebetrieb, in dem vorwiegend Speiseeis serviert wird. In der Schweiz – auch in der Deutschschweiz – herrscht die italienische Bezeichnung Gelateria vor. Neben vielfältigen Eiskreationen erhält man in Eisdielen auch Milchshakes, Kaffees aller Art und andere Getränke. Die erste Eisdiele soll 1668 der Sizilianer Francesco Procopio de Coltelli, ein ehemaliger Koch des Sonnenkönigs Ludwig XIV. in Paris eröffnet haben. Die erste Eisdiele in Deutschland wurde vermutlich 1799 in Hamburg im Alsterpavillon eröffnet. Das erste Eiscafé in Berlin – das Eiscafé Monheim – eröffnete 1928; es steht bis heute an derselben Stelle in der Blissestrasse."

Am frühen Nachmittag entscheiden Silvia und ich, im bedienten Restaurant Fischmarkt eine Kleinigkeit zu essen.

Mein Schiff 2

Mein Schiff 2 Mein Schiff 2

Das Garnelen-Tatar ist so lecker, dass wir diese Vorspeise nochmals bestellen; dann gehts allerdings mit dem Weisswein nicht mehr auf, so dass sich eine Nachbestellung aufdrängt.

Mein Schiff 2

"Nach dem Essen sollst du ruhn, eine Stunde gar nichts tun."

Mein Schiff 2

"Nach dem Essen sollst du ruhn, oder tausend Schritte tun." Nun ist es an der Zeit für einen Schiffsrundgang auf den verschiedenen Aussendecks ...

Mein Schiff 2 Mein Schiff 2

... bei dem ich Musik konsumiere, dafür auf das Buchen eines weiteren Landausfluges verzichte. Unverzichtbar ist es allerdings beim nächsten Halt ...

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Da ich nicht weiss, was Außenalster bedeutet, sehe ich hier von einer Bestellung ab.

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"Die Alster ist ein 56 Kilometer langer Nebenfluss der Elbe und fliesst durch Süd-Holstein und Hamburg. Der bekannteste und prägnanteste Teil der Alster ist der Alstersee, der im innerstädtischen Gebiet Hamburgs durch die Binnen- und Außenalster gebildet wird."

Schwierig ist es, bei der überschaubaren Getränkekarte nein zu sagen ...

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... und in der Hohe Luft Bar denke ich mir, "Der Mensch lebt nicht von Luft allein" und bestelle ... vier Drinks.

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Der 12. Tag auf Mein Schiff 2 neigt sich dem Ende entgegen.

Mein Schiff 2

Mein Schiff 2

 

Sonntag, 1. März 2020, Fort-de-France, Martinique

Martinique Martinique Martinique

"Martinique (Martinique-Kreolisch Matinik oder Matnik) ist eine Insel in der Karibik. Sie gehört zu den kleinen MartiniqueAntillen und zu den Inseln über dem Winde. In der Sprache der Ureinwohner wurde die Insel Madinina (Blumeninsel) genannt, diese Bezeichnung wird auch heute noch oft von den Einheimischen verwendet. Martinique ist als Überseedépartement und Region Frankreichs ein vollintegrierter Teil des französischen Staates und damit Teil der Europäischen Union. Martinique liegt zwischen dem karibischen Meer und dem Atlantischen Ozean 25 km südlich von Dominica und 37 km nördlich von St. Lucia. Sie liegt ungefähr 6'850 km von Paris und 3'150 km von New York entfernt sowie 440 km vor der Küste Venezuelas. Die Insel hat eine Länge von 73 km und eine Breite von 39 km. Die Küstenlinie ist rund 350 km lang. Die Insel ist bergig. Im Norden der Insel liegt der Vulkan Montagne Pelée, der eine Höhe von 1'397 m hat. 9,4 % der Landfläche der Insel ist verstädtert. Landwirtschaft wird auf 11,3 % der Fläche betrieben."

Martinique

MartiniqueGestern Abend um 22 Uhr in La Romana, unter den Klängen von die "Grosse Freiheit", abgelegt, liegt Mein Schiff 2 nach rund 520 nautischen Meilen (~ 960 Km) heute Morgen am Pier von Fort-de-France: Am 13. Tag Martiniqueunserer Kreuzfahrt erreichen wir die 10. und letzte Insel: Martinique

Silvia und ich haben uns für eine Regenwald-wanderung angemeldet:

"Erleben Sie Martiniques wunderschöne Natur zu Fuss. Nach etwa 30 Fahrminuten erreichen Sie den Ausgangspunkt Ihrer Wanderung. Auf kleinen Pfaden, teils mit Stufen, streifen Sie durch den dichten Regenwald. Rechts und links des Weges lassen sich eine grosse Vielfalt an exotischen Pflanzen sowie ein Flusslauf entdecken. Ihr Guide erklärt Ihnen die Besonderheiten dieser tropischen Umgebung. Genießen Sie die etwa 2-stündige Wanderung durch dieses Stück unberührte Natur, ehe Sie der Bus am Ende der Wanderung abholt und und nach einem Fotostoppp an der Balata-Kirche zurück nach Fort-de-France bringt."

Wir freuen uns auf diese Tour, trotz nicht optimalen Wetteraussichten. Mit Wasser und Wasserschutz ausgerüstet finden wir uns Viertel vor acht in der Schau Bar ein und melden unsere Anwesenheit. Nach dem üblichen Warten vor dem organisierten "Von-Bord-gehen", sind wir draussen auf einem langen Pier.

Martinique

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Martinique

Wie das Autonummernschild zeigt, dass wir in Europa sind, weist auch unsere lokale Reiseleiterin darauf hin, dass hier die Mobiltelefone ganz normal verwendet werden können; dabei denkt sie wohl nicht an die Schweizer mit ihren hohen Ausland-Roaming-Gebühren.

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Die Busfahrt führt uns aus Fort-de-France hinaus in die nahen Berge.

"Fort-de-France ist der Hauptort von Martinique in Frankreich. Mit 80'041 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) ist sie zugleich eine der grössten Städte der Kleinen Antillen. Nachdem die damalige Inselhauptstadt Saint-Pierre 1902 durch den Vulkanausbruch des Montagne Pelée vollständig durch Lava und Aschestaub vernichtet wurde, entwickelte sich Fort-de-France sehr schnell zum wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum der Insel. Hinter dem Stadtkern entstanden die Arbeiterviertel Morne Pichevin, Sainte-Thérèse und Trénelle. An den Berghängen findet man die besseren Wohngegenden von Balata, Bellevue, Didier und Redoute."

Kaum ausgestiegen, fallen die ersten Tropfen ...

Martinique Martinique

Wir werden in zwei Gruppen eingeteilt. Wie wir vernehmen wurde unser Führer erst heute Morgen kurzfristig aufgeboten, weil ein Kollege erkrankt sei. Beim schnellen Aufbruch blieb sein Regenschutz auf der Strecke (später erhält er eine Pelerine von der anderen Reiseleiterin).

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Auf meine hypothetisch gestellte Frage, "Was wäre eine Regenwaldwanderung ohne Regen", erhielt ich aus dem familiären Clan-Chat die Antwort: eine Waldwanderung. Nun ja, Spass hat es gemacht; der nasse Gruss vom Himmel dauerte nicht lange.

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Wir vernehmen vieles über die Natur der Insel und dem Reservat, Forêt domaniale, indem wir uns befinden.

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"Ein Domänenforst (Forêt domaniale) ist in Frankreich ein Waldgebiet, das zur Privatdomäne (domaine privé) des französischen Staats gehört. Diese wird unter dem Forstgesetzbuch vom Office national des forêts verwaltet, ist vom zivilrechtlichen Eigentum unterschieden und jedenfalls im Grundsatz unveräusserlich."

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In der Regenzeit könnten wir diesen Übergang kaum benutzen.

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Martinique MartiniqueMartinique

Ich habe ja schon erwähnt, dass mir Farne sehr gefallen, noch begeisterter bin ich von Bambus, "eine der zwölf Unterfamilien aus der Familie der Süssgräser, der etwa 116 Gattungen zugerechnet werden."

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Martinique Martinique

Zwei Autochthone (Ureinwohnerinnen), die uns entgegenkommen, lassen sich für ein Foto aufhalten.

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Der Guide hebt immer wieder Blätter hoch um darunter Schutz suchenden Tiere zu entdecken.

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Gestern habe er eine rund Handgrosse "Caribena versicolor gesehen, eine Spinnenart aus der Familie der Vogelspinnen. Diese Art kommt in Guadeloupe und auf Martinique vor und wird deshalb im Deutschen manchmal auch „Martinique-Baumvogelspinne“ genannt."

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Martinique

Ein wild überwachsenes Wasserreservoir.

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Das Wasser bei dieser heissen Quelle ist durch Schwefel- und Eisenverbindungen gefärbt.

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Wir gelangen zum Ende des Weges, welcher auf einer Anhöhe liegt. Noch ein Blick zurück in den Dschungel und wir steigen in den hier wartenden Bus ein.

Martinique

Martinique

Auf dem Weg zurück machen wir einen Halt bei der Kirche Sacré Coeur Balata, einem Nachbau der Sacré Coeur Paris.

Martinique

Leider ist die Kirche geschlossen. Wie mir Pirmin später auf dem Schiff berichtet, war die Kirche bei ihrem Besuch noch offen.

Mein Schiff 2 Martinique

Die Fahrt hierher hat sich aber auch wegen des schönen Ausblicks auf Fort-de-France gelohnt.

Martinique

Fort-de-France

Zurück am Hafen, stellen wir beide fest, dass wir keine Lust haben, das nahe Fort St-Louis, oder die Statue der Kaiserin Joéphine, der ersten Frau Napoleons, im La Savane Park anzuschauen.

Fort-de-France

Stattdessen schlendern wir durch die vielen Souvenirstände. Unterschiedlichste Artikel mit den bunten Madras Tartan Mustern werden angeboten. Diese Stoffe kamen ursprünglich aus Madras in Indien, dem heutigen Chennai.

Madras Tartan

Lange kann ich mich nicht entscheiden, was ich kaufen soll. Ein Cap, oder doch lieber eine Puppe? Da habe ich die Idee, einen nützlichen Regenschirm mit diesem auffälligen Muster zu kaufen. Wir laufen nochmals durch die Stände und fragen hier und dort, vergebens. Schlussendlich kaufe ich mir ein Kurzarmhemd.

Bevor wir aufs Schiff zurückkehren, schauen wir noch in einem Geschäft vorbei, welches damit Werbung macht, rund 120 verschiedene Rums im Angebot zu haben. Einige davon kosten wir, kaufen aber statt eines Rums, Rumgläser.

Danach gehen wir an Bord.

Mein Schiff 2 Mein Schiff 2 Mein Schiff 2Martinique

Mein Schiff 2 Mein Schiff 2

Nach Konsultation meines Schritte-Wochenrückblickes geniesse ich mit guten Gefühl noch ein bisschen das Liegestuhlfeeling.

Mein Schiff 2

Beim gemeinsamen Apéro, wieder zu sechst vereint, einigen wir uns darauf, das Abendessen im Fischmarkt auf Deck 12 einzunehmen. In diesem bedienten Restaurant gibt es sowohl inklusive, wie auch aufschlagspflichtige Menüs.

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Schon einige Male habe ich den Blick auf etwas geworfen; heute, am letzten Abend an Bord, gönne ich sie mir, die gratinierten Königskrabbenbeine.

"Die Königskrabbe oder Kamtschatkakrabbe, gelegentlich aufgrund ihrer Grösse auch Monsterkrabbe genannt, ist Kings Crabein grosser Mittelkrebs aus der Familie der Stein- und Königskrabben. Sie gilt als Delikatesse und wird ausgiebig befischt. Sie kam zuerst nur im nördlichen Pazifik (vor allem vor Japan und Alaska) vor, bis sie auch im Norden Europas in der Barentssee angesiedelt wurde, von wo aus sie sich als bioinvasive Art stark ausbreitete. Ende der 1960er Jahre wurde die Krabbe von russischen Forschern in der Barentssee nahe Murmansk ausgesetzt, wo sie sich plangemäss stark vermehrte. Bis heute ist sie zu den norwegischen Lofoten vorgedrungen. Die Umsiedlungsaktion war von den Generalsekretären der Sowjetunion Josef Stalin und seinem Nachfolger Nikita Chruschtschow in die Wege geleitet worden, um die Versorgungslage in Moskau und Murmansk zu verbessern."

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Als "Bettmümpfeli" gibts Koffer packen, denn bis um 23 Uhr muss das Gepäck vor die Kabinentür gestellt werden. Die Koffer werden dann während der Nacht abgeholt und für die morgige Ausschiffung irgendwo im Schiff gesammelt. Wer schon mal auf einer Kreuzfahrt war, hat sicherlich die Geschichte über die Familie gehört, die am Morgen nach dem Kofferpacken im Pyjama vor der Kabine stand und die Crew auf ihr Problem aufmerksam machte ...

 

Montag, 2. März 2020 bis Dienstag, 3. März 2020, Heimreise:

BridgetownBridgetown/Barbados - FrankfurtFrankfurt/Deutschland - Cham Cham/Schweiz

07.00 Uhr Ankunft im Hafen von Bridgetown.

Ab 07.30 Uhr bis 10.30 Uhr müssen alle abreisenden Passagiere mit dem Pass und den ausgefüllten Einreise- Mein Schiff 2und Ausreiseformularen zur Zollbehörde in die Schaubühne auf Deck 4. Das Prozedere dauert nur kurz, viele Beamte sind anwesend.

Wir suchen die Abtanz-Bar auf, nicht um zu tanzen, sondern um dort unser Handgepäck bis zum Check-out zu deponieren.

08.15 Uhr Treffpunkt Inselrundfahrt: Ich habe mich kurzfristig für diese Tour angemeldet, da ich noch etwas von Barbados sehen möchte. Es dauert beinahe eine Stunde, bis wir endlich von Bord gehen können. Draussen werden die Tour Teilnehmer, sofern sie das TUI-Package gebucht haben, aufgefordert, zuerst ihr Gepäck bei den entsprechenden Schaltern einzuchecken. Wie es scheint, müssen das die meisten tun. Ich frage eine Reiseleiterin, wie lange da dauern würde. Sie wisse es nicht, die Gruppe sei rund 90 Personen gross. Da ich den Vormittag nicht mit herumstehen verbringen will, klinke ich mich aus und kehre aufs Schiff zurück.

Auf Deck 12 finde ich Silvia, lesend; sie hat sich zum letzten Mal gemütlich eingerichtet und ist erstaunt, mich schon wieder zu sehen.

Spätestens um 9.00 Uhr müssen die Kabinen freigegeben werden.

Bis um 11.00 Uhr können die Abreisenden auf dem Schiff bleiben. Wir haben gestern Tagesverlängerungen gebucht, so dass wir bis 17.00 Uhr bleiben könnten. Bruno und Margrit fahren jedoch, zusammen mit zwei deutschen Bekannten, früher zum Flughafen. Ein letztes Mal essen wir auf dem Schiff, zum letzten Mal Wok. Die Bordrechnung wird direkt der Kreditkarte belastet; der Gang zur Rezeption erübrigt sich so.

Wir werden von Lufthansa informiert, dass unser Flug, LH 5433 um 16.55 Uhr, wegen Drohnen-Alarm auf dem Flughafen in Frankfurt, rund drei Stunden Verspätung haben wird. Die Check-in-Zeiten seien aber unverändert. So können wir nicht länger auf dem Schiff bleiben und unsere bezahlten Verlängerungen länger ausnützen.

Um 14.45 Uhr treffen sich Edith, Pirmin, Silvia und ich draussen auf dem Pier. Pirmin hat bereits rekognosziert, deshalb weiss er, wo unser Gepäck steht. Wir verlassen den Hafenterminal, gehen zum Taxi Stand und handeln den Preis für den Transfer zum Flughafen aus. Die Fahrt dauert unerwartet viel länger als gedacht: wir stehen im Stau; der Fahrer versucht deshalb, diesem mit langen Umwegen auszuweichen. Wegen der Verspätung erhalten wir beim Check-in einen Gutschein über 20 Barbados Dollar (rund 10 Franken).

Um 20.10 Uhr ist die A330-200 der Eurowings, operated by SunExpress, startbereit. Für den Rückflug haben wir Premium Econnomy Class gebucht. Wir sind positiv überrascht, als wir zu unseren Sitzen hingewiesen werden, die sich in der Eurowings BIZclass befinden: "Es sind ehemalige Lufthansa Business Class Sitze die so verstellt werden können, dass ein flaches Bett entsteht."

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Der Rückflug in der Nacht ist in diesen Sitzen bedeutend bequemer als beim Hinflug, auch wenn das Service-Angebot auf Econnomy-Level verbleibt.

Als wir am nächsten Morgen in Frankfurt landen, ist unser Anschlussflug, LH 1186 um 09.40 Uhr, 10.30 Uhr Ankunft in Zürich, natürlich längst weg. Wir vernehmen, dass wir neu mit LH 1190 um 13.10 Uhr, Ankunft 13.55 Uhr, umgebucht wurden. Auch diese Warterei überstehen wir.

Nach der Landung in Zürich ist am Förderband Abschied nehmen angesagt; wir machen dies (noch) mit Umarmung.

Danach steigen Silvia und ich in den Intercity 8 nach Brig ein, wechseln am HB Zürich in den IC 321 mit Endziel Como, und in Zug in die S1, mit der wir um 15.42 Uhr in Cham eintreffen. Kurz darauf öffnen wir unsere Wohnungstür und werden von unseren beiden Katzen, Fätze & Muchacho, freudig begrüsst.

Eine interessante Reise geht gut zu Ende ...

 

... bei der Fertigstellung dieses Berichtes, am 3. April 2020, also einen Monat nach der Rückkehr von dieser Corona VirusCorona VirusReise, sind wird noch immer nicht zurück im Alltag, weil der Alltag sich zwischenzeitlich total verändert hat. Der eingangs erwähnte Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich seit unserer Abreise weltweit verteilt, die Krankheit COVID-19 allen Ländern den Tod gebracht. Die Pandemie bestimmt unseren Alltag, nötigt die politischen Führungen zu aussergewöhnlichen Massnahmen, bringt die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben zum Stillstand. Neue Anglizismen wie Shutdown, Social Distancing und Lockdown sind in der deutschen Sprache aufgetaucht und ... ich gehöre zur Gruppe der "besonders gefährdeten Personen" (Personen ab 65 Jahre und für alle mit einer Vorerkrankung).

 

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