Australien 
Um meinen erstgeborenen Sohn und seine Familie persönlich zu sehen, muss ich einen weiten Weg auf mich nehmen. Die Reise ist lang, umso grösser die Vorfreude auf das Wiedersehen mit meiner Australien-Familie.
Den ersten Gedanken, während zwei Monaten bei meiner Aussie-Familie zu leben und zwischendurch Australien zu bereisen, lasse ich bald schon wieder fallen.
Stattdessen zoome ich auf der Karte von Australien hoch und sehe mir so an, was es um Australien herum so alles gibt. Neuseeland, zum Beispiel, ausser in Wellington war ich auf der Nordinsel noch nirgendwo. (Siehe Teil 3 der Ozeanien-Reise).
Beim Weiterzoomen sehe ich dann vor allem die Farbe blau, das Wasser des Südpazifiks.

Beim Herum surfen stosse ich irgendeinmal auf die Aranui 5, einem Fracht-Passagierschiff, welches ab Tahiti, der Hauptstadt von Französisch-Polynesien, die abgelegenen Marquesas-Inseln mit Gütern versorgt. Das ist es! (Siehe Teil 2 der Ozeanien-Reise).

Neben den Vorbereitungen für Französisch-Polynesien und Neuseeland, gehört das Einholen eines e-Visa für Australien dazu, welches mir am 16. November 2025 bewilligt wird.
Für lange Flüge - ab ca. 6 Stunden - buche ich Business; es kostet mich zwar jedes mal eine Stange Geld, aber in meinem Alter möchte ich auf diesen Luxus nicht verzichten. Diesmal habe ich zwei Koffer dabei; in dem einen sind gewünschte und überraschende Mitbringsel für die Familie drin. Bei soviel Gepäck ist ein Privat-Chauffeur - Danke Pascal - angenehm. So geht's mal nicht via ÖV zum Flughafen Zürich.


Kurze Zeit später muss ich erfahren, dass die rund 4 Kilo zu viel Gepäck nicht mit einem "Auge zudrücken" erledigt werden können. Entweder rund 250 Franken bezahlen oder den Koffer leichter machen. Pascal holt mir in einem Discounter im Flughafen eine grosse Einkaufstasche; einen Kehrrichtsack voller LEGO wechselt nun das Domizil. Das Flugzeug wird dadurch nicht leichter, aber es entspricht den Vorschriften.


In der Lounge verbringe ich die Zeit bis zum Boarding.

Gegen Mitternacht lokaler Zeit lande ich in Doha, dem Flughafen von Katar.
Ein bisschen die Beine im Grünen vertreten tut gut.


"Embark on a truly remarkable journey with us and experience a new level of comfort, attention to detail and unparalleled service in Business Class. Our Business Class cabin and seat depends on the type of aircraft. Qsuite is available on select routes. Please check the availability of Qsuite at the time of booking."
Die Qatar Airways Qsuite gilt als eine der besten Business-Class-Produkte weltweit, oft als "First Class in der Business Class" bezeichnet. Sie zeichnet sich durch verstellbare Trennwände, verschließbare Schiebetüren für maximale Privatsphäre, 1-2-1-Konfiguration (auch mit Doppelbetten in der Mitte) und hohen Komfort aus. Verfügbar primär auf bestimmten A350 und B777.
Nun bin ich gespannt, was mich auf Sitz 10 D erwartet.



Eigentlich habe ich keinen Hunger; so bestelle ich vom grosszügigen Menü nur das Chäsplättli.
"Ein Chäsplättli (schweizerdeutsch für Käseplättchen/Käseplatte) ist eine kunstvoll arrangierte Auswahl verschiedener Käsesorten, die auf einer Platte serviert wird. Es wird oft als eigenständige Mahlzeit, als Abschluss (Dessert) oder Apéro genossen und besteht meist aus mindestens drei Sorten, garniert mit Früchten, Nüssen oder Brot."

Den angebotenen Pyjama schlage ich aus, bin noch nicht soweit um so was in einem Flugzeug zu tragen. Aber eigentlich wäre es viel angenehmer, als über 20 Stunden in den Strassenkleidern zu sein - nächstes Mal?
"Das Wort „Pyjama“ leitet sich von dem persischen Wort „payjama“ ab, was „Beinkleid“ bedeutet. Die ursprünglichen Pyjamas waren locker sitzende Hosen, die von persischen und zentralasiatischen Männern im 17. Jahrhundert getragen wurden."

Kurz nach 23 Uhr lokaler Zeit lande ich in Melbourne.

Nach dem Einreiseprozess und der Entgegennahme des Gepäcks am Förderband, suche ich mir den Weg zum Ibis Styles Hotel, wo ich ein Zimmer für den Rest der Nacht gebucht habe.

Kurz nach ein Uhr bin ich im Zimmer.

Kurz nach sechs Uhr stehe ich auf; kann nicht mehr schlafen, weil mein Körper durch die verschiedenen Zeitzonen vergessen hat, welche Zeit für ihn stimmen sollte.
Nach dem Frühstück mache ich mich abreisefertig; Pascal holt mich um zehn Uhr ab. Er ist nicht alleine, meine beiden Enkelkinder Lennox und Oscar sind mit dabei. So schön, euch alle umarmen zu können.
Auf der M1 verlassen wir Melbourne und fahren die rund 115 Km nach Torquay. Die beiden Grosskinder haben die grossen Schulferien - Sommerferien - weshalb wir nun viel Zeit zusammen verbringen werden und ich ein Teil des australischen Ferien-Alltages werde ...

... zum Beispiel mit Hündin Zigy am Strand spazieren gehen oder ...

... zu Hause gemütlich ein Gesellschaftsspiel spielen.

Den Silvester verbringen wir bei einer befreundeten Familie von Janelle & Pascal, zusammen mit einer weiteren Freundesfamilie.

Das Anwesen der Gastgeber ist riesengross.






Die Partygesellschaft ist noch nicht komplett ...

... aber jetzt, ausser dem Fotografen.

01.01.2026, 00:01
Beinahe mit der ganzen Familie fahren wir in den You Yangs Regional Park.
"Der You Yangs Regionalpark ist ein Park im südlichen Zentral-Victoria. Der Park umfasst einen Grossteil der südlichen Gebiete der You Yangs, einer Granitkette, die sich aus den Werribee Plains erhebt, 60 km südwestlich von Melbourne."
Nach dem Parken starten wir den Flinders Peak Walk.



Danach zaubert Janelle ein leckeres Picknick auf den Tisch.

Frisch gestärkt fahren und gehen wir zu den grossen Granitblöcken beim East West Walk.




Wir diskutieren, wo wir Ferien machen können. Vor Jahren war ich mal in Bendigo und wollte dort eine Goldmine tief unter der Erde besuchen; diese war jedoch wegen Renovation geschlossen. Nachdem wir uns schlau gemacht haben, was wir in Bendigo sonst noch machen können, buchen wir ein Hotel. Leider kann Janelle nicht mitkommen, da sie arbeiten muss. So packen Pascal, Lennox, Oscar und ich unsere Taschen/Koffer und mit Pascal als Driver geht's los.
Auf dem Weg nach Bendigo halten wir bei den Hanging Rock an.

"Hanging Rock ist der populäre Name für Mount Diogenes in Victoria. Die Felsformation liegt etwa 70 km nördlich von Melbourne und ist nur wenige Kilometer von Mount Macedon entfernt. Die Formation gehört zu den Ausläufern der Great Dividing Range. Hanging Rock ist vor 6,25 Mio. Jahren durch Intraplattenvulkanismus entstanden. Dabei ist Magma aus Felsspalten ausgetreten und hat sich an der Erdoberfläche abgelagert. Es entstanden u.a. vulkanische Dome, die durch Erosion in die heutige Form gebracht wurden. Hanging Rock besteht aus einem extrem natriumreichen Trachyt, der in dieser chemischen Zusammensetzung das erste Mal in Skandinavien gefunden wurde und einzigartig für Australien ist. Die Felsformation liegt auf einem ausgedehnten Gebiet von vulkanischen Gesteinen. Der nahegelegene Mount Macedon ist auf die gleiche Weise entstanden."





In Bendigo fahren wir zu unserem Hotel und checken ein.
"Bendigo ist eine Stadt im australischen Bundesstaat Victoria. Sie bildet das Zentrum des lokalen Verwaltungsgebiets der City of Greater Bendigo. Bendigo wurde 1855 gegründet. Der Ort ist ein Ergebnis des Goldrauschs, der 1851 mit den ersten Goldfunden in der Gegend ausgebrochen ist. Henry Koch wurde hier zu dieser Zeit einer der reichsten Leute Australiens. Innerhalb kürzester Zeit kamen Tausende von Goldsuchern und bis 1870 war die Stadt, die bis 1891 noch Sandhurst hiess, die wichtigste Goldlagerstätte der Welt. Bis 1950 wurden dort über 600 t Gold abgebaut, dann liessen die immer schwieriger werdenden Abbaubedingungen den Ertrag zurückgehen. Mit neuen Verfahren hofft man, in Zukunft auch auf die restlichen Goldvorräte zugreifen zu können, die noch einmal denselben Umfang haben sollen. Der durch das Gold entstandene Reichtum spiegelt sich in der Stadt wider. Zahlreiche grosse Gebäude im Kolonialstil prägen das Stadtbild. Dementsprechend ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle der Stadt."
Danach besprechen wir, wie wir essen wollen. Alle vier sind offen für fast alles; die Entscheidung fällt zu Gunsten thailändischem Essen.

Heute steht ein abwechslungsreiches Programm an: Kart, Goldmine und der Besuch einer Stupa.

Zuerst fahren wir zum Bendigo Kart Club.


Nach den Tickets kaufen - wir können 2 x 10 Minuten fahren - und dem Anschauen eines Instruktionen-Videos, wird es ernst. Wie lange ist es her, seit ich letztmals in einem Kart sass? Das war während eines Sommerprogramms der Aktivriege vom Turnverein Cham, als wir auf der Kart-Bahn in Wohlen Runden drehten. Das muss rund 40 Jahre her sein; entsprechend klopft mein Herz in einem schnelleren Rhythmus.
Wir fassen die Helme. Pascal - nur mit Pas erfasst - hat Startnummer 40, wir anderen sind namentlich vollständig auf dem Screen aufgeführt.


Nun ja, dass es nicht mein Ding war, zeigt meine Zeit und der Rückstand auf die anderen.

Boxenstopp in der Beechworth Bakery; vor ein paar Jahren waren wir vier bereits in der Filiale in Ballarat Süsses geniessen.

"In 1984, Tom O'Toole founded Beechworth Bakery with just six team members, laying the foundation for what would become a regional icon. Over the years, the business has grown, and Beechworth Bakery now has eight bakeries and employs around 300 staff members. After retiring, Tom passed the leadership to Marty Matassoni, who now co-owns the bakeries with Tom and continues to uphold the legacy of excellent food and service."
Nach der Stärkung sind wir bereit für die Besichtigung der Central Deborah Gold Mine. Diese Goldmine war von 1939 bis 1954 in Betrieb und förderte 929 kg Gold, was heute etwa 85 Millionen Dollar wert wäre. In ihrer Blütezeit erreichte sie eine Tiefe von 412 Metern. Sie verfügt über 17 separate Sohlen und 15 Kilometer an Stollen und Querschlägen (Tunneln).

Beim Tickets kaufen vernehmen wir, dass die tieferen Ebenen wegen Wasser eindringen nicht mehr zugänglich seien. Die Besichtigung wird uns auf die zweite Ebene, rund 61 Meter unter die Erdoberfläche bringen.

"Die Central Deborah war eine sehr praxisnahe Mine, und die Bedingungen, unter denen die Bergleute arbeiteten, wären nach heutigen Massstäben schockierend. Oft wurde in knöcheltiefen bis knietiefen Wasser gearbeitet, bis zu 32 Erzwagen pro Schicht von Hand befüllt, die dann eine Meile oder mehr auf den Schienen in den Zufahrten geschoben wurden. Gearbeitet wurde mit einer Karbidlampe, Dämpfe und Steinstaub eingeatmet und die Kommunikation fand mit Glocken statt. Zu dieser Zeit galten die Arbeitsbedingungen jedoch als eine der besten auf den Goldfeldern von Central Deborah, schliesslich war es eine der wenigen Minen mit heissen Duschen.

Bis es Zeit für die Führung ist, schauen wir uns an der Oberfläche um.
"In der Central Deborah Gold Mine können die versteckten unterirdischen Tunnel einer echten Goldmine erkundet werden, die während des Goldrauschbooms im 20. Jahrhundert betrieben wurde. Die Bedingungen als Bergmann waren während der Goldrauschzeit hart. An der Oberfläche der Mine können Bergbauausrüstungen und denkmalgeschützte Gebäude, die für den Betrieb der Mine unerlässlich waren, besichtigt werden. Darunter die alte Schmiede, der Erste-Hilfe-Raum, der Karbid-Lampenraum und der beeindruckende Maschinenraum."


Nun ist es soweit, wir treten in den Zugangsstollen ein und fassen Helme mit Stirnlampen.


Eingepfercht in einem Aufzug geht's nach unten.


Die Erzloren wurden auf den Gleisen per Hand geschoben. Jede Erzlore hat ein Fassungsvermögen von etwa 500 Kg Gestein. Dies und viele weitere Informationen erhalten wir uns unserem Guide.


Kein Einlass gestattet und die Toilette darf wohl nicht benutzt werden.

Goldgräber suchen nach Quarz, dem harten weissen Gestein, das sowohl Gold als auch Eisenpyrite (auch Katzengold oder Narrengold genannt) enthalten kann.
"Katzengold (Narrengold) ist ein häufig vorkommendes, eisensulfidhaltiges Mineral mit trügerischem Goldglanz. Es ist härter, leichter und spröder als echtes Gold. Neben der Nutzung als Sammlermineral und Heilstein wird es aktuell als kostengünstiges Material für stationäre Batterien erforscht."



"Ein Bunkerlader, bestehend aus dem Fahrgestell, der Ladeschaufel und der Kippmulde, wird mit Druckluft betrieben und kann ungefähr eine Viertel Tonne Gestein aufnehmen. Im Durchschnitt brauchte ein Kumpel mit einer Schaufel 12 Minuten, um eine Erzlore zu füllen. Mit einem Rocker Shovel kann dasselbe Ergebnis in nur zwei Minuten erzielt werden."
Für mich ist, obschon ich schon einige Minen besucht habe, der Besuch einer Mine immer ein spezielles Erlebnis. Das Eintauchen in die Unterwelt ist faszinierend.
Szenenwechsel: Wir fahren zur Grossen Stupa.


"Die Grosse Stupa des Universellen Mitgefühls ist ein buddhistisches Denkmal in der Nähe von Bendigo. Die Grundidee zum Bau der Stupa kam von Lama Yeshe und dann, nach Lama Yeshes Tod, von Lama Zopa Rinpoche, der beschloss, die Stupa (Kumbum) nach dem Grossen Stupa von Gyantse (eine Stadt in Tibet) zu
modellieren, der 600 Jahre alt ist. Nach Fertigstellung wird die Aussenfassade der Stupa eine exakte Nachbildung der Großen Stupa von Gyantse sein. Er wird 50 Meter hoch sein und seine vier Seiten jeweils 50 Meter lang sein, was ihn zu einem der grössten buddhistischen Monumente der westlichen Welt macht. Buddhisten sagen, dass das Betrachten der Stupa hilft, den Geist zu reinigen. Die Stupa ist darauf ausgelegt, 1'000 Jahre zu halten. Das Innere verfügt über Lehrräume, einen zentralen Tempel, eine Bibliothek und 80 kunstvolle Schreine. Es beherbergt die 2,5 Meter hohe Jade-Buddha-statue für den Universellen Frieden, die weltweit grösste Juwelen-Buddha-Statue. Im Ausstellungszentrum der Stupa ist eine umfangreiche Sammlung asiatischer heiliger Reliquien und Statuen ausgestellt."


Den Tag beenden wir mit einem Abendessen im japanischen Restaurant Kami.


Das heutige Tagesprogramm ist abgesprochen, wir sind bereit. Kurz nach elf Uhr verlassen wir unser Hotel Quest.

Auf dem Weg nach Echuca, unserem Tagesziel, entdecken wir in der kleinen Landstadt Rochester, Silo Art, vom Wandmaler Jimmy D'Vate erstellt.

"Auf dem hohen Silo steht ein Eichhörnchen mit Handgelenkflügeln. Diese Art galt seit 1939 in South Australia als ausgestorben, bis ein Gentest ihren weiteren Bewohner in unserer Region bestätigte.
Auf dem kleineren Silo befindet sich der Azure Kingfisher. Mit seiner Kombination aus königsblauem Gefieder auf den Oberseiten, die im Kontrast zu den orangefarbenen Unterseiten stehen, macht sie sie zu einem der kleinsten und strahlendsten Eisvögel Australiens. Er bewohnt die Vegetation neben Wasserläufen und anderen Feuchtgebieten. Es ist abgebildet, wie es auf einem Ast neben dem Campaspe River thront.
Das Schnabeltier-Wandbild befindet sich auf der Rückseite des einen Silos. Das einzigartig aussehende Wesen ist oft beim Schwimmen an der Oberfläche des Campaspe River zu sehen."
Eine für mich neue, aber total faszinierende Kunst.

In Echuca angekommen, fahren wir direkt zum Hafen.

"Echuca ist eine Hafenstadt am Murray River in Victoria, gleich gegenüber der Schwesterstadt Moama (New South Wales). Sie nutzt ihre frühere Grösse als Frachthafen, heute für den Tourismus. Der Name der 13'000-Einwohner-Stadt bedeutet in der Aborigines-Sprache „Zusammentreffen der Wasser“. In Echuca münden zwei kleinere Flüsse (Goulburn River und Campaspe River) in den Murray River, den grössten Fluss Australiens."





Same same but different: Das Foto links habe ich 2017 aufgenommen, das rechte heute.

2017 waren Silvia und ich zwei Tage und Nächte auf dem alten P.S. Emmylou unterwegs.

Es gibt auch moderne Boote auf dem Fluss.


Die Canberra hat angelegt, die Passagiere steigen aus und kurz darauf gehen wir an Bord des über 100-jährigen Dampfers.




Nach dem Ausflug auf dem Murray River schauen wir uns noch das Museum über die Geschichte des Flusstransportes an, bevor wir uns auf den Heimweg nach Bendigo machen.

Zurück in Bendigo haben wir alle Lust auf indisches Essen.
Pascal hat mir von dem Silo Art Trail erzählt; tönt interessant. Wir entscheiden uns jedoch, nur in Colbinabbin, welches eine Dreiviertelstunde von Bendigo entfernt liegt, diese Art von Kunst anzuschauen, um das Herumfahren in der Hitze, reduzieren zu können.
"Der Silo Art Trail in Australien ist eine beeindruckende, über 200 km lange Freiluftgalerie im Nordwesten Victorias (Wimmera-Mallee-Region), die riesige, stillgelegte Getreidesilos in Kunstwerke verwandelt. Seit 2016 verwandeln internationale Künstler die Silos in der Nähe von Rupanyup, Sheep Hills, Brim, Rosebery, Lascelles und Patchewollock in monumentale Porträts lokaler Charaktere, was den Tourismus in der Region stark belebt."







Absolut fantastisch!

Für mich auch eine faszinierende Augenweide, das viele glänzende Chrom. Ich habe schon in Alaska die Kenworth Trucks bewundert.



Auf unserem Programm steht nun der Besuch der Pink Cliffs bei Heathcote an.

Bevor wir losmarschieren, verpflegen wir uns mit dem Mitgebrachten.


"Das Pink Cliffs Geological Reserve ist ein historisch und geologisch bedeutendes ehemaliges Goldbergbaugebiet in Heathcote, Victoria, und ein beliebtes Touristenziel. Die dort zwischen 1870 und 1890 verwendete Bergbautechnik beinhaltete Hochdruckwasser, das Bodenschichten abspülte, um Gold zu gewinnen. Die durch diesen Prozess verursachte Erosion schuf die mondähnliche Landschaft der Gegend sowie die charakteristischen rosa und pastellfarbenen Farben, die die umliegenden Tonklippen kennzeichnen."





Und, wie essen wir heute Abend? Vietnamesisches Essen steht auf dem Menü.

Heute wollen wir mit der Bendigo Tramways fahren. Die Startstation ist bei der Goldmine.
"Die Strassenbahnen in Bendigo sind seit 1890 in Betrieb. Sie stellten 1972 den Betrieb als öffentliches Verkehrsmittel ein, doch ein Teil des Hauptnetzes wird heute als Touristenattraktion genutzt.
Die Bendigo Tramways betreiben eine historische Touristenstrassenbahn, die als „Vintage Talking Tram“ bekannt ist und als Hop-on/Hop-off-Attraktion durch das Stadtzentrum verkehrt. Die Strecke verläuft über ca. 4 km von der Central Deborah Gold Mine durch das Stadtzentrum (Alexandra Fountain) bis zum North Bendigo (Lake Weeroona/Joss House Temple)."



Danach fahren wir zur Kathedrale von Bendigo ...

"Die Sacred Heart Kathedrale in Bendigo ist die römisch-katholische Kathedrale der Diözese Sandhurst und Sitz von Bischof Shane Mackinlay. Die Kathedrale wurde 1895 im neugotischen Stil von einem Architekten des Büros Reed, Barnes and Tappin entworfen. Es wurde am 4. September 1997 in das Victorian Heritage Register aufgenommen."
... aber oh weh, sie ist wegen der grossen Hitze geschlossen, resp. nur begrenzt zugänglich. Die Gotteshäuser sind doch bekannt dafür, dass es im Innern ruhig und kühl ist.



Als wir später beim Friedhof vorbeikommen, lasse ich unseren Chauffeur Pascal für einen kurzen Besuch auf dem Gottesacker anhalten. Der Boden ist staubtrocken, die Luft heiss. Das Gehen in der Hitze - es ist gegen 40 Grad heiss - mühsam. Ich besichtige deshalb den grossen Friedhof nur kurz.


Hier wird das Geburtsjahr nicht auf den Grabsteinen aufgeführt, dafür das genaue Todesdatum und die Lebenszeit. So wird das traurige Schicksal von William A. Mc Mahon - er lebte gerade mal 5 Stunden - offensichtlich.


Wegen unserem bevorstehenden Abendprogramm essen wir heute früh. So sind wir bereits kurz nach Öffnung im Malayan Orchid, einem Asian Fusion Restaurant.

"Betreten Sie eine neue Ära des Malayan Orchid Restaurants, Bendigos verstecktes Juwel für moderne asiatische Fusionsküche. Dieses 1993 gegründete Lokal reizt die Geschmacksknospen mit einer exquisiten Symphonie von Aromen, die traditionelle malaysische und chinesische Spezialitäten kunstvoll mit zeitgenössischen kulinarischen Innovationen verbindet. Gönnen Sie sich eine köstliche Auswahl an Gerichten, die sorgfältig zubereitet sind, um die frischesten saisonalen Zutaten und bewährten Kochtechniken zu präsentieren. Von aromatischen Curry bis hin zu Wokgerichten voller exotischer Gewürze versprechen das Malayan Orchid Restaurant und seine Besitzerin Tammy & Andrew Ihnen ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis, das Sie ins Herz Asiens entführt."
Für mich ein Nasi Goreng bitte.


Eigentlich wollten wir heute nach Torquay zurückkehren. Janelle hat uns jedoch informiert, dass heute Abend in Bendigo ein Spiel der National Basketball League stattfindet. Für meine Basketball begeisterte Familie - für mich wird es eine Premiere sein - ist die Entscheidung schnell gefällt: Tickets kaufen und das Zimmer um eine Nacht verlängern, resp. für die Zusatznacht in ein anderes Zimmer zügeln.
"Die National Basketball League (NBL) ist eine professionelle australasische Basketballliga mit derzeit zehn Mannschaften aus Australien (neun Mannschaften) und Neuseeland (eine Mannschaft). Die Liga wurde 1979 in Australien gegründet."



Die Melbourne United sind eine professionelle Basketball-Mannschaft der NBL aus der Stadt Melbourne. Das 1984 gegründete Team, agierte von 1984 bis 2014 unter der Bezeichnung Melbourne Tigers.
Die Cairns Taipans sind eine professionelle Basketball-Mannschaft der australasischen National Basketball League (NBL) aus der im Bundesstaat Queensland gelegenen Stadt Cairns.





Bis zum Spielbeginn dauert es noch; ich schaue mich deshalb im Stadion um. Merchandising Artikel sowie Getränke & Verpflegung können gekauft werden.

Nun geht's los.




Das Schlussresultat ist knapp.




Mir hat das Spiel gefallen. Bei einem nächsten Besuch möchte ich aber einen Platz viel weiter vorne; zwar sicherlich viel teurer, dafür sind die Emotionen der Spieler spürbarer.

Das Wegfahren aus dem grossen Parkplatz benötigt viel Zeit ...
Wir wählen die Strecke nach Torquay so, dass wir in Maldon einen Halt machen können.
"Maldon ist eine Stadt in Victoria, im lokalen Verwaltungsgebiet Shire of Mount Alexander. Sie wurde als 'Australiens erste bedeutende Stadt' bezeichnet und ist für ihr Aussehen im 19. Jahrhundert bekannt, das seit den Goldrauschzeiten erhalten wurde. Bei der Volkszählung 2021 hatte Maldon eine Bevölkerung von 1'665."

Das Städtchen gefällt. Die Gebäude sind einstöckig, manche mit einer Fassadenkulisse, oder echtem oberen Stock.

Bei unserer bisherigen kulinarischen Vielfalt konnte ich mich erfolgreich dagegen wehren ...

... und auch hier essen wir nicht australisch, Fish & Chips; wir essen überhaupt nichts.





Und, was ist hier so alles los?

Apropos los: Plötzlich geht der Feueralarm los!

Wir fahren zum alten Feuerwachturm auf dem Hügel ausserhalb des Dorfes.
"Der Feuerwachturm in Maldon bietet einen 360-Grad-Panoramablick über die Region und diente aktiv der Brandwache. Von 11 bis 19 Uhr wurden von dort verdächtige Rauchentwicklungen gemeldet, wobei die Wächter oft über viele Tage im Sommer im Einsatz waren, um die bewaldete Umgebung zu schützen."



Auf der Weiterfahrt folgen wir spontan dem Wegweiser, der uns zum Jirrahlinga Dingo Conservation & Wildlife Education Centre führt. Als wir ankommen, stehen wir vor geschlossener Türe.

"Discover Jirrahlinga, a wildlife sanctuary near Castlemaine, just over an hour from Melbourne. Home to 128 dingoes and over 200 native animals, our not-for-profit sanctuary offers unforgettable wildlife encounters, education programs, and conservation experiences for families, schools, and visitors of all ages."
Schade, zu gerne hätte ich die Dingos gesehen.

"Der Dingo ist ein Haushund, der schon vor Jahrtausenden verwilderte und heute in vielen Teilen seines Verbreitungsgebietes in Südostasien und vor allem Australien vom Menschen völlig unabhängig lebt. Dingos werden zu den Pariahunden gezählt. Die Bezeichnung Dingo ist meist synonym mit dem Australischen Dingo. Genetische Analysen konnten aber auch Dingopopulationen in Thailand nachweisen, wo die Tiere hauptsächlich in der Nähe der Menschen leben. Daneben gibt es andere Hundepopulationen (z. B. die Neuguinea-Dingos), die zwar eine äusserliche Ähnlichkeit mit Dingos besitzen, bei denen aber bisher nicht nachgewiesen werden konnte, ob es sich tatsächlich um solche handelt."
Gegen 13 Uhr sind alle damit einverstanden, einen Lunchhalt einzulegen; im kleinen Daylesford halten wir an.

"Daylesford ist eine Stadt am Fusse der Great Dividing Range, im Shire of Hepburn, Victoria, etwa 114 Kilometer nordwestlich von Melbourne. Daylesford wurde erstmals 1852 als Goldminenstadt gegründet und hatte bei der Volkszählung 2021 eine Bevölkerung von 2'781."

The Royal Daylesford ist ein Hotel mit einer Sportbar. Ich gehe davon aus, dass das Essensangebot wohl nicht so meinem Geschmack entspricht. Ob ich wohl besser in der Spielhölle geblieben wäre? Wir bestellen und warten draussen.


Hauptsache es gibt Sauce dazu.

Spazieren am Strand.



Einkaufen.

Pasci hat das Einkaufen im Griff; er weiss, was er wo einkaufen wird.

Besuch in der Bibliothek: ich brauche einen Scan meines Neuseeland-Programms als Backup.


Rummikub spielen.

Feuer? Nein, ein schöner Sonnenuntergang.

Wir fahren nach Portarlington, eine Stadt auf der Bellarine-Halbinsel, zum alljährlichen Muschelfest.

"Das Portarlington Mussel Festival 2026 findet am Samstag, den 10. Januar 2026, von 9:30 bis 17:00 Uhr in Portarlington statt. Das beliebte Eintagesfestival bietet über 200 Marktstände, Live-Musik (u.a. Elton Jack), Kochvorführungen und frische Miesmuscheln direkt von der Bellarine-Halbinsel. Der Eintritt beträgt pro Erwachsenem, Kinder unter 16 Jahren sind frei."

Es geht nicht lange und ich kaufe mir bei einem Stand eine Portion Thai Red Curry Mussels; was sehr schnell geht. Um jedoch den Essensbon gegen Muscheln zu tauschen braucht dann allerdings viel Zeit. Aber das Anstehen lohnt sich. Es sollten aber nicht die einzigen Muscheln sein, die ich heute esse.
"Diese nach thailändischer Art zubereiteten Kokos-Curry-Muscheln sind vollgepackt mit kräftigen Aromen von Ingwer, roter Currypaste und frischen Kräutern. Die Brühe wird cremig und aromatisch, und sobald Sie die Muschel in die duftende Kokos-Curry-Brühe getaucht haben, werden Sie nicht genug davon bekommen."


Hier gibt's die klassischen Miesmuscheln, in Weissweinsauce mit Kräutern. Also zuerst den Bon, danach heisst es ans Ende der Kolonne gehen.


Die 19 AU$ sind schnell ausgegeben, aber bis ich die bestellten Jakobsmuscheln geniessen kann, dauert es 45 Minuten. Wieso habe ich nicht gleich sechs Stück gekauft?


Habe ich schon erwähnt, dass ich Muscheln liebe?

Wo gegessen wird, gibt's Abfälle.



Um Wein zu trinken ist es mir zu heiss, da ziehe ich ...

... ein kühles Bier vor.


Ganz ohne Cash geht es anscheinend im sonst Bargeld-seltenen Australien doch nicht.

Mussel Shot? Ich werde beinahe süchtig davon; mein grosszügiges Bestellen wird belohnt und ich erhalten irgendeinmal einen Shot gratis.

Pascal, nicht so der Muschel-Fan, lässt sich für zwei überreden.

Elton Jack; klar gehe ich hin und höre zu.

Vamos a la playa ...


Ein Krokodil ...
"Nein, in der Natur des australischen Bundesstaates Victoria gibt es keine wildlebenden Krokodile. Ihr natürlicher Lebensraum beschränkt sich auf die tropischen Regionen im Norden Australiens (Queensland, Northern Territory, Western Australia). Die klimatischen Bedingungen in Victoria sind für das Überleben von Krokodilen zu kalt."


Barfuss und mit Kapuzenpullover, die typische Bekleidung hier am Strand mit dem meistens kalten, auflandigem Süd-/Südostwind.
Ein Hai ...

Ja, ein Smooth-hound, wird für Fish & Chips verwendet. Der Fisch zeichnet sich durch festes, weisses Fleisch aus, das sich gut zum Frittieren im Teigmantel eignet.
Nach dem obligaten Morgenspaziergang machen wir uns bereit für ein sonntägliches Mittagessen. Wohin wir fahren, wird mir nicht verraten. Es dauert aber nicht lange und ich erkenne am Weg zu meinem Lieblingsrestaurant At the Heads in Barwon Heads.

"Modern Australian Cuisine with an emphasis on seafood. At The Heads is an iconic restaurant sitting on Barwon Heads pier giving our diners unrivalled ocean views. Modern Australian cuisine with an emphasis on seafood, we are the go-to restaurant on the Bellarine Peninsula."
Ich liebe dieses Restaurant nicht nur wegen der Küche. Für mich ist die Lage direkt am Strand der Inbegriff eines Strandrestaurants.




Seit meinem letzten Besuch im Herbst 2024 ist das Restaurant renoviert und zum Teil umgebaut worden.


Eine Reservation war unerlässlich, vor allem an einem Sonntag.


ABBA, resp. Coverbands wie BABBA, sind auch hier immer noch ein Thema.

Was die wohl mit all der nicht verwendeten Gluten machen
?
Ab ins Gefängnis. Pascal und ich fahren nach Geelong; wir wollen das H.M. Geelong Gefängnis besuchen.

Da wir den Besuch nicht mit leeren Mägen absolvieren wollen, fahren wir zuerst zu einem Vietnamesen.

Wir bestellen uns Bánh mì mit Pork belly (Schweinebauch), die leckeren vietnamesischen Sandwiches in längs aufgeschnittenen, französischen Baguettes.


"Das HM Prison Geelong aus dem 19. Jahrhundert, war von 1853 bis Juli 1991 ein Hochsicherheitsgefängnis. Basierend auf dem Pentonville-Gefängnis begann der Bau des Geelong-Gefängnisses 1849 und wurde 1865 abgeschlossen. Das Gefängnis bot Platz für etwa 150 Gefangene, von denen die meisten in einzelnen Zellen, etwa 4 m lang, 2 m breit und 3 m hoch, mit minimalem Tageslicht und kleinen, unverglasten, vergitterten Fenstern nahe der Decke, untergebracht waren. Es war bekannt für strenge Haftbedingungen, diente als Arbeitslager, Lazarett und Mädchenschule. Es beherbergte viele berüchtigte Gefangene, darunter 'Squizzy' Taylor und 'Chopper' Read. Insgesamt wurden in Geelong von 1854 bis 1865 sechs Sträflinge gehängt."


Upps, dumm gelaufen.



Eindrücklich sind auch die Geschichten der ehemaligen Insassen.


Wir folgen der Empfehlung der Ticketverkäuferin, zuerst die Safari Tour zu machen, da später viele Leute anstehen würden. Nun ja, wenn diese Empfehlung an alle geht ...
... immerhin kann während dem Anstehen etwas gelernt werden.


Nach einer 3/4-Stunde sitzen wir vier im Safari-Bus und sind gespannt, welche Tiere wir während der Fahrt zu sehen bekommen werden.






Nach der Safari-Tour besichtigen wir die verschiedenen Tiergehege.






Bei unserem letzten gemeinsamen Besuch in diesem Safaripark, 2015, verlor Oscar auf der Safari-Tour einen Schuh ... diesmal stellt Lennox plötzlich erschrocken fest, dass er sein mobiles Telefon nicht mehr auf sich hat. Wir gehen die abgelaufene Strecke suchend zurück. Vergebens. Im Shop fragt Pascal, ob es abgegeben worden sei und hinterlässt Janelles Telefonnummer. Auf dem Weg zum Parkplatz ruft Janelle an, das Telefon sei abgegeben worden. Lennox kann wieder lachen.

Am Abend kommen Shirley und Terry vorbei. Gemeinsam essen wir in einem indischen Restaurant zu Abend.
Ab Geelong gibt es einen Bus zum Flughafen Melbourne. Damit Pascal nicht die ganze Strecke fahren muss, buche ich ein Ticket im Gull-Bus. Pascal bringt mich zur Busstation in Geelong, wo wir uns verabschieden. Es war eine sehr schöne Zeit mit meiner Familie, umso schmerzlicher ist das "Adieu" sagen.



Ankunft am Flughafen in Melbourne.

Um nach Tahiti zu gelangen, fliege ich zuerst nach Auckland, Neuseeland, wo ich eine Nacht in einem Flughafenhotel verbringe.


Die Fortsetzung der Ozeanien-Reise geht unter Französisch-Polynesien weiter.